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[Die Industrie der Steine + Erden]






Aktuelle Meldungen der Bauma

Im Reigen der vielen Pressekonferenzen, die allen Journalisten einmal mehr wunde Füße beschert hätten, wollten sie an allen teilnehmen, waren auch bei der diesjährigen Bauma wieder interessante Neuigkeiten zu vernehmen.
Hier einige Schlaglichter:




Caterpillars Ziel: Nummer 1 beim Kunden

„Die Bauma 2001 ist eine ausgezeichnete Gelegenheit zu zeigen, wie wir die Voraussetzungen für den Fortschritt schaffen und Komplettlösungen anbieten, die den Kunden einen Zusatznutzen bieten und sie auf ihrem Weg zum Erfolg unterstützen“, sagte Glen Barton, CEO von Caterpillar Inc. „Gemeinsam mit unseren Händlern in aller Welt werden wir unser Angebot an Produkten und Dienstleistungen weiter ausbauen, damit wir die Wünsche unserer Kunden in den verschiedensten Branchen noch besser erfüllen können.“
Auf insgesamt 12.000 m2 Ausstellungsfläche war bei Caterpillar das umfassendste Produktprogramm der Branche zu sehen. Höhepunkt waren zwei Weltpremieren: die Vorstellung der neuen knickgelenkten Muldenkipper der Baureihe 700 sowie des Industriemotors C-9, der die neuesten Abgasbestimmungen erfüllt.
Die neuen knickgelenkten Muldenkipper 725 und 730 zeichnen sich durch ein modernes neues Design, höhere Leistung und geringere Betriebskosten aus. Außerdem erfüllen sie die zu erwartenden strengen EU- und US-Abgasvorschriften. Weiterhin sind für Großbaustellen und den Straßenbau drei neue Walzenzüge von Caterpillar und vier Modelle der Bitelli-Straßenbaugeräte besonders zu erwähnen.
Für die in Steinbrüchen und im Bergbau tätigen Kunden stellte Caterpillar den neuen Radlader 988G vor, dessen neuartige Konstruktion zu höherer Leistung und höherem Wirkungsgrad führt, gleichzeitig jedoch einen neuen Maßstab an Fahrkomfort und Wartungsfreundlichkeit setzt. Caterpillar präsentierte auch die Kundendienstprogramme, zu denen die Investitionsanalyse für Ausrüstungen (EIA) sowie das computergestützte Erdbewegungssystem CAES gehören.
Bei der Motorenentwicklung hat man für die Zukunft ein Bündnis mit Daimler-Chrysler geschlossen. Bei den neuen C-Modellen handelt es sich demzufolge um Motoren auf dem neuesten Stand der Technik, wobei unter anderem das Kraftstoffsystem mit elektronisch geregelten Pumpendüsenelementen Erwähnung verdient. Diese Motoren erfüllen die strengen neuen Abgasvorschriften und setzen auch neue Maßstäbe für Leistungsdichte, Kraftstoffnutzung sowie Vorhalte- und Betriebskosten.
Um seiner Verantwortung auf den gebieten Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Entwicklung gerecht zu werden, ist Caterpillar jetzt dem „World Business Council for Sustainable Development“ (WBCSD) beigetreten und reiht sich damit in die Phalanx von 150 internationalen Unternehmen ein, die sich weltweit besonders engagiert für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Dies wurde anlässlich der Bauma bekannt.



Zeppelin erzielt Rekordzahlen

Der Handelsbereich der Zeppelin GmbH, Garching, Europas führendes Vertriebs- und Serviceunternehmen der Baumaschinenbranche und Exklusiv-partner der Caterpillar Inc. in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Nordwest-Russland und der Ukraine, verzeichnete zum Abschluss der Bauma Rekordverkaufszahlen. Es konnten 952 Baumaschinen und Baugeräte im Wert von 210 Millionen D-Mark verkauft werden.

„Trotz der nach wie vor angespannten Lage in der Bauwirtschaft haben wir damit unsere Erwartungen bei weitem übertroffen“, kommentierte Ernst Susanek, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH. Noch nie zuvor in der Geschichte des Unternehmens hat Zeppelin auf der Weltmesse der Baumaschinenbranche so viele Maschinen, Motoren, Spezialgeräte für den Hoch- und Tiefbau sowie Anbauteile verkauft.

Die Bauma 2001 war aus der Sicht von Susanek eine Präsentation auf höchsten Niveau, auf der die Partner Zeppelin und Caterpillar mit einer Standbesetzung von insgesamt rund 500 Personen, davon 300 Mitarbeiter von Zeppelin, eindrucksvoll ihre Spitzenposition in der Branche unter Beweis gestellt hätten. Die zahlreichen Produktneuheiten, mit denen die Unternehmen einmal wieder Maßstäbe in der Branche und in der Baumaschinentechnologie gesetzt haben, verbunden mit den umfassenden Serviceleistungen, wie zum Beispiel den Finanzierungsangeboten von Caterpillar Financial oder dem Mietservice von Zeppelin, seien ausschlaggebend für die hohe Kundenakzeptanz. Auch der Profi-Fahrerclub von Zeppelin sei ein hervorragendes Instrument der Kundenbindung.

Allein während der Bauma 2001 konnte nicht nur das 12.000-ste Mitglied gefeiert werden, sondern insgesamt 500 Neuzugänge.
Bei der Abschlussfeier gratulierte Susanek dem Zeppelin-Team zu dem großartigen Verkaufserfolg und dankte allen Mitarbeitern für das außerordentliche Engagement sowie die konsequente Kundenorientierung, die einer der wesentlichen Schlüssel zum Erfolg sei.



Neue globale Allianz

CNH Global, Kobe Steel, Ltd., und Kobelco Construction Machinery gaben auf der Bauma bekannt, dass die Unternehmen übereingekommen sind, eine globale Allianz zur weltweiten Vermarktung, Entwicklung und Produktion von Raupenbaggern einzugehen. Außerdem umfasst die Allianz mit Kobelco den Vertrieb der CNH Baumaschinen in Japan sowie im asiatisch-pazifischen Raum.
Durch diese Allianz wird der Baumaschinenbereich von CNH, dem weltweit drittgrößten Baumaschinenhersteller, mit dem von Kobelco, einem in Japan in der Entwicklung führenden Unternehmen und weltweit viertgrößter Hersteller von Hydraulikbaggern, zusammengeführt. „Dies ist ein strategisch wichtiger Schritt, der unsere Position auf dem weltweiten Baumaschinenmarkt stärkt“, äußerte sich Paolo Monferino, CNH Präsident und Chief Executive Officer.

Die Allianz mit Kobelco betrifft alle CNH Marken außerhalb des weltweiten Case Vertriebsnetzes und des Link-Belt Vertriebsnetzes in Nord- und Südamerika, die beide weiterhin im Rahmen der CNH Multimarkenstrategie mit mehreren unabhängigen Vertriebskanälen von Sumitomo Construction Machinery beliefert werden. Die globale Allianz muss noch von den zuständigen Regulierungsbehörden genehmigt werden.

Mit seinen starken weltweiten Marken ist CNH ein führendes Unternehmen in den Bereichen Landmaschinen, Baumaschinen und Finanzdienstleistungen. Der Gesamtumsatz von CNH betrug 2000 etwa 10 Milliarden Dollar, wobei der Nettoumsatz des Baumaschinengeschäfts ca. 3,5 Milliarden Dollar betrug. CNH verkauft seine Produkte in 160 Märkten über ein Netz von mehr als 10.000 Händlern und Importeuren. Die CNH Produkte werden unter den folgenden Marken verkauft: Case, Case IH, Fiatallis, Fiat-Hitachi, Link-Belt (Erdbewegungsmaschinen), New Holland, New Holland Construction, 0&K und Steyr. Kobe Steel, Ltd. ist einer von Japans größten Stahlproduzenten und Lieferanten von Aluminium- und Kupferprodukten. Weitere wichtige Geschäftsaktivitäten sind unter anderem: Schweißzusätze und -Hilfsstoffe, Infrastrukturtechnik, Maschinen- und Anlagenbau sowie Elektronik und Informationstechnologie. Für das im März 2000 abgeschlossene Geschäftsjahr berichtet Kobe Steel einen Konzernumsatz in Höhe von ca. 11,8 Milliarden Dollar. Das Unternehmen betreibt jeweils eine Unternehmenszentrale in Kobe und in Tokio.
Kobelco Construction Machinery Co., Ltd., eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Kobe Steel, gehört in Japan zu den führenden Herstellern von Hydraulikbaggern und Kränen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Tokio, Japan, und erzielt einen Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Dollar.



JCB investiert 85 Millionen DM in Deutschland

Mit einer Investitions-Offensive in Höhe von insgesamt 85 Millionen DM will der britische Bau- und Industriemaschinen-Hersteller innerhalb von fünf Jahren seinen Marktanteil in Deutschland auf zehn Prozent steigern. Dabei plant das Unternehmen ein ganzes Bündel von Maßnahmen, um seine Wachstumsziele im größten Baumaschinen-Markt Europas zu erreichen.
Bei dieser Summe handelt es sich um die zweithöchste, die JCB je in einem Land investiert hat. Nur für den noch deutlich größeren US-Markt hat JCB mit einem 100-Millionen-Dollar-Programm noch mehr ausgegeben
Die Investition fließt in die Bereiche Produktqualität, Vertrieb und After-Sales-Care sowie in die grundlegende Modernisierung der deutschen Hauptniederlassung in Köln. Ein Großteil der Summe kommt den Endkontroll-Prüfständen in Rocester/Mittelengland zugute. Hier testet JCB die Maschinen auf Herz und Nieren, bevor diese an die Kunden ausgeliefert werden. Die Prüfstände entsprechen zukünftig den weltweit führenden deutschen Standards und werden für eine weitere intensive Verbesserung der Produktqualität genutzt.




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