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Broschüre: Selektiven Abbruch und Rückbau sicherer gestalten

Vogelperspektive: Mit seiner dreiteiligen Arbeitsausrüstung kann der PC340 bis zu 20,5 m hoch und bis zu 11 m weit reichen Selektiver Abbruch, Demontage und Rückbau verdrängen zunehmend den konventionellen Abbruch. Umweltpolitische Aspekte und Kostengründe tragen zu dieser Veränderung des Abbruchgeschehens bei. Die anfallenden Abfallprodukte sollen verringert und so weit wie möglich wieder verwendet werden. Diese Vorgehensweise bringt veränderte Techniken und Arbeitsabläufe mit sich. Bauherren, Planer, Abbruchunternehmer und Koordinatoren, aber auch die Entwickler und Hersteller von Abbruchmaschinen, müssen sich auf diese neuen Abbrucharten einstellen.
Gegenüber anderen Bauarbeiten weisen Abbrucharbeiten ein besonders hohes Gefährdungspotenzial auf. Ein Forschungsprojekt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ermittelte die ungenügende Sicherung von Konstruktionen gegen Absturz als absolute Gefährdungsschwerpunkte beim selektiven Abbruch und Rückbau. Darüber hinaus zeigt sich bei Rückbauarbeiten eine steigende Tendenz von Verbrennungen und Vergiftungen sowie tödlicher Kopfverletzungen.
Als ein Ergebnis des Projektes entstanden Checklisten als Handlungshilfen für die Praxis. Die in einigen Pilotprojekten überprüften Listen hat die Bundesanstalt jetzt in der kostenlosen Broschüre Technik 20 „Selektiver Abbruch und verwendungsorientierter Rückbau“ veröffentlicht. Die Broschüre enthält jeweils eine Checkliste für den Bauherrn, den Planer, den Abbruchunternehmer, den Bauleiter sowie für den Beschäftigten.
Dabei führen die Listen für die einzelnen Schritte der Vorbereitung und Durchführung die jeweiligen Anforderungen aus Regeln und Vorschriften auf. Neben allgemeinen Anforderungen finden sich konkrete Vorgaben für die Durchführung.
Eine Checkliste für bautypische Gefahrstoffe erleichtert die Ermittlung von Abbruchmaterial, das gesondert zu gewinnen und zu beseitigen oder zu verwerten ist. Die Abarbeitung der leicht verständlichen Listen schützt vor organisatorischen und technischen Mängeln bei der Durchführung von Abbrucharbeiten.
Eine konsequente Umsetzung der vorgegebenen Anforderungen führt zu einer sicherheitsgerechten Gestaltung der Arbeiten, die das Gefährdungspotenzial deutlich verringert.
Die Broschüre Technik 20 „Selektiver Abbruch und verwendungsorientierter Rückbau“ kann kostenlos bei der

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin,
Gruppe „Öffentlichkeitsarbeit / Presse“,
Postfach 17 02 02, D-44061 Dortmund,
Fax: 02 31 / 90 71-524,
E-Mail: presse@baua.de,

angefordert werden.





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