www.steine-und-erden.net > 2000 > Ausgabe 3/00 > Sicherheit im Zeichen der Kaiserburg

[Die Industrie der Steine + Erden]






Sicherheit im Zeichen der Kaiserburg

Vis-à-vis vom Plärrer, dem Tor zur Nürnberger Altstadt mit der berühmten Kaiserburg, hat die Sektion I der Steinbruchs-BG ihren Sitz - allerdings in keinem historisch wertvollen, sondern einem eher unscheinbaren Bürogebäude. Acht Sicherheitsexperten beraten die Arbeitnehmer und die Unternehmen in der bayerischen Steine und Erden-Industrie in Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Aufgabe der 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung ist es, für eine optimale Rehabilitation bei Eintritt eines Arbeitsunfalles oder bei Auftreten einer Berufskrankheit zu sorgen. Dazu gehört z. B. auch, Verletztengeld bei Arbeitsunfähigkeit oder Rente bei schwereren Verletzungen oder Erkrankungen zu zahlen.Im Zuständigkeitsbereich der Sektion I, dem südlichsten Bundesland, gibt es einige Besonderheiten: Im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald, von Hof bis Passau, erstreckt sich der sogenannte "Granitgürtel"; im Altmühltal finden sich hochwertige Marmorvorkommen und bei Solnhofen die berühmten Plattenkalke. Aufgrund der großen Werksteinvorkommen wird im Bereich der Sektion I auch noch viel Handarbeit geleistet - leider auch mit erhöhtem Risiko: 1999 sind der Sektion I gut 5.000 Unfälle gemeldet worden. Bei den Berufskrankheiten bildet die Silikose, auch Staublunge genannt, nach wie vor einen Schwerpunkt. Circa 50 Prozent der 176 als Verdacht gemeldeten Berufskrankheiten entfallen auf die Silikose. Die neu gemeldeten Fälle gehen allerdings infolge der verstärkten Präventionsbemühungen seit Jahren zurück. "Doppelt gibt, wer schnell gibt!" - dieses Motto von Sektionsgeschäftsführer Assessor Gerhard Winter bestimmt die Sachbearbeitung in der Sektion I. Kann über die Höhe der Rentenleistungen noch nicht entschieden werden, weil z. B. ein abschließendes medizinisches Gutachten aussteht, zahlt die StBG unverzüglich die erforderlichen Vorschüsse. "Denn oft steht nach einem schweren Unfall die Existenz von Familien auf dem Spiel," begründet Winter seinen Wahlspruch. Auch für die Sachbearbeiter kommt das Wohl der Versicherte an erster Stelle. Bianca Wisura, seit 1995 Sachbearbeiterin, legt vor allem Wert darauf, den Versicherten das oft komplizierte Recht verständlich zu erklären: "Hinter jeder Akte steht ein Mensch. Wenn man mit einem Schwerverletzten oder einem Familienangehörigen spricht, wird klar, mit welchen Schicksalen wir es zu tun haben. Das ist wohl die wichtigste Erfahrung, die ich bei meiner Arbeit mache."

Heidrun Becker, StBG

(v.l.n.r.) (1. Reihe) Ulrike Frank, Petra Dutschmann, Christiane Fischer,  Bianca Wisura, Marina Brennhäußer(2. u. 3. Reihe)  Ass. Gerhard  Winter, Ingeborg Fuchs, Tobias Hausner, Werner Schmidt, Mike Bittner, Christine Strauß, Johannes Eigenthaler, Rudolf Nagl, Hendrik Kruse, Bernd  Heidner
(v.l.n.r.) (1. Reihe) Ulrike Frank, Petra Dutschmann,
Christiane Fischer, Bianca Wisura, Marina Brennhäußer
(2. u. 3. Reihe) Ass. Gerhard Winter, Ingeborg Fuchs,
Tobias Hausner, Werner Schmidt, Mike Bittner, Christine
Strauß, Johannes Eigenthaler, Rudolf Nagl, Hendrik
Kruse, Bernd Heidner


(v.l.n.r.) (1. Reihe) Waltraud Biermann, Christiane Schuh, Renate Walther, Monika Vidakovic<BR>
(2. Reihe) Marion Kuhnle, Angela Vogel, Hermine Korolyszyn, Norbert Rurainski, Horst Steiner
(v.l.n.r.) (1. Reihe) Waltraud Biermann, Christiane Schuh,
Renate Walther, Monika Vidakovic,
(2. Reihe) Marion Kuhnle, Angela Vogel, Hermine Korolyszyn,
Norbert Rurainski, Horst Steiner


Margit Bayer und Elisabeth Ogaza
Margit Bayer und Elisabeth Ogaza


(v.l.n.r.) Horst König, Edith Janka, Dieter Röder, Ulrich Kretschmer, Wilfried Reinl, Dr. Veit Stoßberg, Günther Berger
(v.l.n.r.) Horst König, Edith Janka, Dieter Röder,
Ulrich Kretschmer, Wilfried Reinl, Dr. Veit Stoßberg,
Günther Berger






Inhaltsverzeichnis Ausgabe 3/00 | Zurück zu unserer Homepage