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Brummi-Fahrer: Der Gurt wird kaum genutzt

Lkw-Fahrer und ihre Beifahrer gurten sich sehr selten an, obwohl dies seit beinahe zehn Jahren vorgeschrieben ist. Dies kann bei Unfällen zu schwersten Verletzungen führen, erklären der DVR und die StBG. 1998 starben 244 Lkw-Insassen bei Verkehrsunfällen, 13.564 wurden verletzt.
Nach Schätzungen von Experten benutzen allenfalls fünf Prozent der Lkw-Insassen den Gurt regelmäßig. "Leider sind die meisten Brummi-Fahrer davon überzeugt, in ihren tonnenschweren Fahrzeugen seien sie quasi unverletzlich", erklärt DVR-Präsident Manfred Bandmann. Dieses aber ist ein trügerisches Gefühl, das schon viele Fahrer oder Beifahrer mit schwersten Verletzungen bezahlen mussten.Bei Unfällen erleiden nicht angegurtete Lkw-Fahrer immer wieder Verletzungen, die oft eine Berufsunfähigkeit nach sich ziehen. Insbesondere Verletzungen im Bauchbereich sowie Kopf- und Halsverletzungen sind häufig auf den fehlenden Gurt zurückzuführen. Weil sie diesen nicht angelegt hatten, wurden bei Unfällen Lkw-Insassen herausgeschleudert und schwer oder gar tödlich verletzt.Bei den meisten Unfällen würden die Verletzungen schwächer ausfallen, wenn die Insassen angegurtet wären, vor allem beim Umstürzen des Fahrzeuges. Bei einem Aufprall werden nicht angeschnallte Insassen leicht durch die Scheibe geschleudert und im Extremfall überrollt. Deswegen der Hinweis der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft an die Brummi-Fahrer: Das wichtigste Sicherheitssystem für Lastwagenfahrer ist in jedem Fall - auch im modernsten Truck - der Sicherheitsgurt.





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