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Medikamente: Autofahrer trotz Nebenwirkungen unterwegs



Nebenwirkungen von Medikamenten können die Fahrtüchtigkeit beeinflussen. Dennoch sind rund ein Drittel der Autofahrer schon einmal trotz beeinträchtigender Nebenwirkungen Auto gefahren. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates und der Berufsgenossenschaften.Unter den Nebenwirkungen wurde schlechte Konzentrationsfähigkeit an erster Stelle angegeben, gefolgt von verminderter Aufmerksamkeit und verlangsamter Reaktion. Auch eingeschränkte Sehfähigkeit, veränderte Bewegungsmöglichkeiten, Gedächtnisschwäche sowie veränderte Befindlichkeit und Gefühle wurden genannt. Etwa ein Drittel der Befragten gab an, daß sie beim Autofahren die in der Umfrage aufgeführten Nebenwirkungen noch nicht bemerkt hätten. Lobenswert: Ein weiteres Drittel gab an, niemals Medikamente beim Autofahren zu nehmen.Im Schnitt verbraucht jeder Bundesbürger pro Jahr etwa zehn Packungen Medikamente. Besonders kritisch für die Fahrtüchtigkeit: Beruhigungsmittel. Sie vertreiben Sorgen und Ängste, verändern aber gleichzeitig die Stimmungslage in Richtung Gleichgültigkeit. Auch freiverkäufliche Mittel, zum Beispiel gegen Grippe oder Hustensäfte, können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.Gefährliche Wechselwirkungen können auftreten, wenn mehrere Medikamente gleichzeitig genommen werden. Höchstes Risiko besteht, wenn Alkohol mit ins Spiel kommt. Diese Wechselwirkungen sind von besonderer Bedeutung, da sie in vorher nicht absehbarer Weise das Verkehrsverhalten beeinflussen und stören können.





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