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[Die Industrie der Steine + Erden]






Trockengewinnung von Kies und Sand



Zahlreiche Kies- und Sandlagerstätten ermöglichen den Abbau des Materials aus Schichten, welche sich oberhalb des Grundwasserspiegels befinden. Um als Baustoff verwendet werden zu können, muß eine ausreichende Qualität sichergestellt sein. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist zunächst die fachgerechte Beseitigung des Abraums, bevor der eigentliche Abbau in diesen Bereich vordringt. Eine weitere wichtige Komponente kann ein selektiver Abbau sein, bei dem das Material an verschiedenen Stellen so gewonnen wird, wie es die jeweilige Absatzsituation erfordert. Für die Gewinnung des verwertbaren Materials und zur Beseitigung des Abraums wurden von der maschinenherstellenden Industrie sehr unterschiedliche Maschinen und Geräte entwickelt, die den betrieblichen Verhältnissen optimal angepaßt werden können. Eingesetzt werden in diesen Betrieben Rad- und Raupenlader, Hydraulikbagger und Seilbagger mit Schleppschaufeln, Schrapper sowie Schub- und Schürfkübelraupen.In Lagerstätten mit nur geringen Verunreinigungen erfolgt die Aufbereitung, welche nur aus dem Klassieren des gewonnenen Materials besteht, sehr oft mit mobilen Siebanlagen, welche problemlos dem Abbaufortschritt folgen können.

Radlader für die Gewinnung

Abb. 1: Radlader W 190 (Foto Fiat Hitachi) Von Fiat-Hitachi wurde jetzt ein Radlader mit elektronischem Laststabilisator und mit hohem Schaufeldrehpunkt vorgestellt, der eine Leistung von 194 PS besitzt (Abb.1). Beim Gewinnen von Kies und Sand mit anschließendem Transport zum Aufgabetrichter von Gurtförderern kann der W 190 seine ganze Stärke ausspielen. Meistens müssen sehr lange Strecken auf unebenem Gelände zurückgelegt werden. Außerdem sind die Bordwände der Lkw 3 m bis 3,50 m hoch, die mit voll beladener Schaufel überwunden werden müssen. Der Radlader löst diese Aufgabe mit dem Laststabilisator und dem hohen Schaufeldrehpunkt mit schnellen Arbeitsspielen und kurzen Arbeitstakten.Der elektronische Laststabilisator, mit dem alle Radlader der W-Serie von Fiat-Hitachi ausgerüstet werden können, ist geradezu unentbehrlich beim Transport von Schüttgut auf unebenem Gelände. Nickschwingungen werden von einem Stickstoff-Druckspeicher im Hubzylinderkreis absorbiert. Der Fahrer kann schneller und mit größeren Materialmengen in der Schaufel - und ohne Schüttgutverlust - arbeiten. Eine sehr hohe Umschlagsleistung ist das Resultat.In Verbindung mit der Getriebeautomatik gesellt sich zu hoher Fahrgeschwindigkeit die Schnelligkeit der Frontausrüstung. In 6,2 Sekunden hebt sich die Ladeschwinge mit voll beladener Schaufel vom Boden bis in die maximale Ladehöhe. Es ist eine "intelligente" Hydraulik, welche hier wirkt. Das System mit zwei Pumpen, die über Loadsensing und Abschaltventile kontrolliert werden, teilt die Motorleistung nach Bedarf zwischen Schubleistung des Getriebes und Ladeleistung der Hydraulik auf. Bei Ladearbeiten wie in Kies- und Sandwerken kommt es sehr auf die Geschwindigkeit der Arbeitsbewegungen an. Beide Pumpen fördern die volle Ölmenge und sorgen so für schnelle Hub- und Kippbewegungen der Ladeeinrichtung.Mit einer Höhe des Schaufelbolzens von 4070 mm können auch hochbordige Lkw problemlos beladen werden. In der Transportstellung ist der Einkippwinkel der Schaufel 50. Das Fassungsvermögen beträgt 3,5 m3. Auch der Fahrer wurde nicht vergessen. Er hat auf dem "Hochsitz" seiner Maschine ein komfortables Arbeitszimmer. Nur vier Lenkradumdrehungen bei einem Kraftaufwand von weniger als 10 N sind beste Voraussetzungen für ein ermüdungsarmes Arbeiten. Komfort heißt auch ansprechendes Design, exzellente Raumaufteilung, Bedienfreundlichkeit und eine ausgezeichnete Rundumsicht.

Radlader L 574 beim Einsatz im Dolomit-Sandwerk

Das Dolomit-Sandwerk in Berndorf gehört zu jenen Unternehmen, in denen Prototypen der neuen großen Radlader während der ca. dreijährigen Erprobungsphase im Praxiseinsatz auf Herz und Nieren geprüft wurden. Beeindruckt haben die neuen Radlader besonders durch ihren geringen Treibstoffverbrauch von 13 und 16 Litern pro Stunde, sowie mit ihrem verbesserten und fahrerfreundlichen Fahrverhalten.
Abb. 2: Radlader L 574 (Foto Liebherr) Seit Februar 1998 fährt im Dolomit-Sandwerk ein L 574, auf speziellen Kundenwunsch in blauer Sonderlackierung (Abb. 2). Zum Einsatzbereich des neuen Radladers gehört der Materialabbau aus der Wand und die Beladung von Lkw oder Trichter. Naturgemäß hängt der Treibstoffverbrauch vom jeweiligen Einsatz ab. Beim Abbau aus der Wand und bei kurzen Ladespielen wurden zwischen 13 und 14 Litern pro Stunde gemessen. Sind längere Transportstrecken zurückzulegen, so verbraucht der L 574 ca. 16 Liter Treibstoff pro Stunde.Die beiden Fahrer vom Dolomit-Sandwerk, die den Lader täglich im Zweischichtbetrieb fahren, sind vom serienmäßigen Fahrschwingungsdämpfer und dem damit verbundenen ruhigen Fahrverhalten auf der zurückzulegenden langen Fahrstrecke begeistert. Beim Beladen von Trichtern überzeugt die Maschine durch gute Steigfähigkeit, die Gegengewichte sind so konzipiert, daß ständig eine Bodenfreiheit von ca. 250 mm gegeben ist. Das optimierte Schaltverhalten sorgt für Schnelligkeit beim Durchfahren von Steigungen. Der Bedienhebel für Fahrantrieb und Arbeitshydraulik, sowie die Klimaanlage und der luftgefederte Fahrersitz sind beim L 574 serienmäßig eingebaut und erleichtern den beiden Fahrern ihre tägliche Arbeit. Die Lärmwerte, in der Kabine 73 dB(A) und außerhalb der Kabine 106 dB(A), sind ebenfalls extrem niedrig und gewährleisten ein ruhiges Arbeiten.Mit seiner neuen Gerätegeneration bietet Liebherr seinen Kunden Radlader an, die wirtschaftlich arbeiten. Wie die ersten Praxiserfahrungen beweisen, sind sie für die individuellen Fahrerbedürfnisse ausgelegt und erleichtern den Fahrern die tägliche Arbeit.

Großradlader L 45 mit Bioöl

Bei der Baumaschinentechnik arbeitet die Firma Engelhorn, welche neben der Gewinnung von Kies und Sand auch auf dem Recyclingsektor tätig ist, seit mehr zehn Jahren sehr eng und vertrauensvoll mit der in Bruchsal ansässigen 0&K-Niederlassung zusammen; heute befinden sich acht Radlader und mehrere Mobilbagger im Maschinenpark des Unternehmens.
Abb. 3: Radlader L 45 (Foto O&K) Noch werden sämtliche Baumaschinen mit konventionellen Ölen befüllt, aber die Erweiterung der bestehenden Kiesgrube wird eventuell die Befüllung der Hydraulikanlage des hier eingesetzten Großradladers L45 (245 l Füllmenge) mit Bioöl auf Rapsbasis erforderlich machen (Abb. 3).Die Fahrer überwachen den Zustand ihrer Maschinen selbst und sprechen mit dem Chef anstehende Wartungs- und Servicearbeiten durch. Auf eine eigene Werkstatt kann Betreiber Engelhorn dank der Nähe der zuständigen 0&K Niederlassung und der sehr schnellen Ersatzteilversorgungverzichten."Wenn wir abends um 18.00 Uhr ein Ersatzteil bestellen, kann ich sicher sein, daß es am nächsten Morgen auf der Baustelle an der Maschine ist", lobt der Betriebsleiter den Kundendendienst.

L220D im Kieswerk Buir

Abb. 4: Seine ganze Kraft spielt der neue  Volvo L 220 D im Kieswerk der Rheinischen Baustoff GmbH aus. Eindringen und Losbrechen im Handumdrehen (Foto Volvo) Schon sehr früh sitzt der Fahrer des neuen Radladers in der Care-Cab-Komfortkabine seines neuen 30t-Volvo L22OD (Abb. 4) und schiebt dessen 5,4-m3-Schaufel in die Kieswand des Werkes Buir der Rheinischen Baustoff GmbH. Zwei Halogen-Fahrscheinwerfer beleuchten bereits um 4.00 Uhr morgens die Szene auf dem 100 ha großen Areal, auf dem jährlich rund 800.000 t Sand und Kies gewonnen werden. Seit 1964 werden hier Rohstoffe abgebaut, die mit moderner Aufbereitungstechnik klassiert werden. Ob als Zuschlag für die Betonindustrie oder als Fraktion für den klassischen Straßen- und Tiefbau, das zertifizierte Material wird von einer großen Stammkundschaft seit Jahrzehnten geschätzt."Im Hinblick auf unseren Maschinenpark vertrauen wir fast ausschließlich auf die Beratung und den Service des Volvo-Vertragspartners Hermann Kroth, mit dem wir seit Mitte der 60er Jahre eng verbunden sind", betont Prokurist Dipl.-Ing. Hans Karpowitz, der sich im Werk Kerpen-Buir auf acht Produktivkräfte verlassen kann. "Zeugnis dieser langjährigen Zusammenarbeit ist auch ein Zettelmeyer-Radlader des Typs 4001 B", ergänzt Betriebsmeister Albert Consten.Sehr zufrieden ist man auch mit einem Volvo L180, der die Rückverladung übernimmt und binnen fünf Jahren über 12.000 Betriebsstunden reibungslos absolvierte.Mit dem L22OD ist eine Innovation gelungen, die Qualität, Produktivität, Rentabilität, Vielseitigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit in sich vereint. Neu in dieser 30-t-Klasse ist unter anderem die Load-Sensing-Hydraulik, deren Herz eine Verstellpumpe ist, welche bedarfsabhängig mit variabler Fördermenge arbeitet. Das spart Energie und somit Kraftstoff, weil kein Hydrauliköl unnötigerweise in Umlauf gehalten wird. Das TP-Hubgerüst verfügt über hohe Reiß- und Losbrechkräfte. Ausgerüstet ist der Lader auch mit der BSS-Hubgerüstdämpfung, welche Nickschwingungen der Maschine beim Fahren mit Last reduziert. Dadurch werden höhere Geschwindigkeiten und somit auch größere Umschlagleistungen im Load-and-Carry-Einsatz möglich."Wir möchten unseren Fahrern besten Komfort auf den eingesetzten Maschinen bieten", so Hans Karpowitz, für den Radio und Klimaanlage zu den Selbstverständlichkeiten gehören, und der auch nicht zögerte, den L22OD mit der CDC-Lenk- und Fahrschaltung ausrüsten zu lassen. Dank dieser Comfort-Drive-Control-Ausstattung der Maschine können die wichtigsten Lenk- und Schaltfunktionen mit nur einer Hand bedient werden. Hilfreich ist zudem das elektronische Bordsystem Contronic II, welches wichtige Maschinensysteme und Komponenten beaufsichtigt und Probleme unverzüglich meldet.

Laderaupen

Auf der Bauma `98 stellte Liebherr erstmalig die Laderaupe LR 632 Litronic mit einer Schaufelkapazität von 2,4 m3 vor (Abb. 5).
Abb. 5: Laderaupe LR 632 Litronic (Foto Liebherr) Auch bei diesem Gerät kommt der bewährte hydrostatische Fahrantrieb in Verbindung mit der intelligenten Litronic-Steuerung zum Einsatz. Da der Schwerpunkt der Maschine durch die kompakte Bauweise sehr tief liegt, ist die LR 632 Litronic das ideale Gerät für Arbeiten unter schwierigsten Einsatzbedingungen und zeichnet sich durch eine enorme Steigfähigkeit aus. Neu sind auch die pendelnden Laufwerke, die sich positiv auf die Laufruhe der Maschine auswirken und die Schubkraft erhöhen. Alle Fahr- und Lenkbewegungen werden mit einem Fahrhebel gesteuert. Natürlich verfügt die LR 632 Litronic auch über eine bedarfsgesteuerte Arbeitshydraulik.Die Litronic gewährleistet stets das optimale Verhältnis zwischen Fahrgeschwindigkeit und Schubkraft. Die Maschine bleibt dadurch selbst in extremen Fahrsituation einfach zu kontrollieren. Durch eine elektronische Grenzlastregelung wird der Kraftstoffverbrauch noch weiter gesenkt. Alle Fahr- und Lenkbewegungen werden über nur einen Fahrhebel gesteuert. Das Laufwerk in robuster Kastenbauweise ist mit vorgelagerter Stützachse und Pendelbrücke am Tragrahmen montiert und völlig wartungsfrei. Eine leichte Pendelung gibt der Maschine einen ruhigeren Lauf. Die besonders gute Bodenhaftung der beweglichen Laufwerksrahmen erhöht auf schwierigem Terrain die tatsächliche Schubkraft.

Einsatz von Hydraulikbaggern

ATLAS WEYHAUSEN GMBH mit seinem Programm an Mini-, Mobil- und Industriemaschinen bietet fünf Raupenbagger zwischen 14 bis 35 Tonnen Dienstgewicht an. Die Raupenbagger werden mit LC-Laufwerken ausgerüstet, es stehen aber auch die schweren HD-Laufwerke oder mechanisch und hydraulisch verstellbare Unterwagen im Lieferprogramm. Für die Trockengewinnung von Kies und Sand hat sich der ATLAS Raupenbagger 1804 LC bestens bewährt (Abb. 6).
Abb. 6: Raupenhydraulikbagger 1804 LC (Foto Atlas Weyhausen) Das rechnergesteuerte AWE 4-Hydrauliksystem mit zwei Regelpumpen sorgt dafür, daß auch im Dauereinsatz die Fördermengenregulierung immer der gewünschten Arbeitsgeschwindigkeit entspricht und nur das benötigte Drucköl gefördert wird. Der Zentralrechner regelt und steuert alle Funktionen der Hydraulik und des Dieselmotors wie z.B. stufenlose Einstellung der Motordrehzahl, des Motordrehmomentes und des Feinsteuerbereiches. Das heißt, optimale Einstellung des Baggers auf die unterschiedlichsten Arbeiten wie höchste Umschlagleistung sowie größte Präzision und damit wirtschaftlichste Arbeitsweise. Für die verschiedenen Einsatzbereiche in der Gewinnung hat das Unternehmen eine breite Palette an Arbeitswerkzeugen sowie eine Vielzahl von Armkombinationen anzubieten.

Seilbagger für die Gewinnung

Mit der Vorstellung des 633 R-HD in der 30 - 35 t-Seilbagger- und Kranklasse zeigt Sennebogen eine herausragende Konstruktionsneuheit (Abb.7).
Abb. 7: Seilbagger 633 Das neue Gerät ist auch als allradgetriebener 633 M mit HD-Mobilunterwagen und vollhydraulischer 4-Punkt-Schiebeträgerabstützung einsetzbar. Die hohen Seilgeschwindigkeiten und die hervorragende Standsicherheit macht diese Maschine zum optimalen Umschlaggerät seiner Klasse. Herzstück ist ein wassergekühlter Deutz-Dieselmotor, wahlweise mit Leistungen von 122 oder 150 kW, welche die moderne und sehr leistungsfähige Hydraulikanlage des Modulsystems versorgen. Höchstleistung und optimale Bewegungsharmonie durch unabhängige parallel zu bedienende Arbeitsfunktionen sind die Resultate dieser Spitzentechnik. Der neue Seilbagger hat serienmäßig einen vollhydraulisch teleskopierbaren Raupenunterwagen modernster Konstruktion. Sowohl diese, als auch die Mobilvariante verfügen über Ausleger bis zu einer Rollenhöhe von 33 m. Typisch für die Sennebogen-Konstruktion der neuen Klasse sind eine Vielzahl von anwendungs- und kundenspezifischen Zusatzausrüstungen, die dem Betreiber alle nur denkbaren Verwendungsmöglichkeiten erschließen.Die servicefreundliche Konzeption wird abgerundet durch das SDS-Diagnose-System, die mögliche Ausstattung mit dem neuen Hydro-Clean-System und mit dem ausgezeichneten Fahrerkomfort der neuen Sennebogen-Kabine F2000.

Das HydroClean-System

Auf die hohen Ansprüche von Sennebogen-Geräten und -Systemen abgestimmte Radiale-Mikro-Filter werden als Bypass-System integriert und verlängern durch ihre hohe Aufnahmekapazität von Wasser, Partikeln und deren Verbindungen die Lebensdauer der Hydrauliköle. Das Servicekonzept unterstützt dieses System. Die Öle werden analysiert und nur noch ausgetauscht, wenn das Resultat dies erforderlich machen sollte. Damit wird der Weg zur Lebenszeitfüllung für Hydrauliksysteme wird an den Geräten möglich. Ölstandzeiten bis 6000 Betriebsstunden und mehr werden die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Maschinen weiter steigern. Mit der Einführung des HydroClean-Systems wurde gerade den Anforderungen von Kunden, welche in exponierten Bereichen wie Wasserbau- und Umschlagbetrieben oder in Landschaftschutzgebieten arbeiten, Rechnung getragen. Insgesamt kommt jedem Anwender diese Innovation durch die verlängerte Lebensdauer von Hydrauliköl und Systemfiltern zugute.
Abb. 8: Micro-Filtersystem (Zeichnung Sennebogen) Die Hydraulikkomponenten werden durch die erreichbare Ölreinheit noch servicefreundlicher und die Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit erhöhen sich. Es ist eine allgemein bekannte und akzeptierte Tatsache, daß 80% aller Störungen in Hydrauliksystemen auf Verunreinigung zurückzuführen sind. Durch den Einsatz des HydroClean-Systems mit einer Filterfeinheit von 0,5 mm werden die Verursacher von möglichen Störungen gefiltert und beim einfachen Wechseln des Filterelements entfernt (Abb. 8). Die hohe Aufnahmekapazität des Filterelementes (mit einem ß2-Wert von 2300 und einer Effizienz von 99,95% im Bereich der Partikelgröße >= 2 (m) ist verantwortlich für diese enorme Reinigung der Hydraulikflüssigkeit. Das Element selbst ist kein Sondermüll. Durch den Einsatz des HydroClean-Systems wird weniger Öl verbraucht und somit werden auch unsere Ressourcen geschont, es fällt weniger zu entsorgendes Altöl an, dadurch wird die Umwelt entlastet. Somit unterstützt Sennebogen die Forderung des Umweltbundesamtes (27/97) und setzt diese zukunftsorientiert in die Tat um.


Schrapper bei der Kiesgewinnung im Trockenabbau


Abb. 9: Schrapper KS 400 RA beim Abbau einer 20 m hohen kieswand. Der Ausleger ist starr in einem Winkel von 45 angeordnet. (Foto Stichweh) Abb. 10: Der Schrapper KS 400 RA mit höhenverstellbarem Ausleger, Vorsilo mit Vibrorost und höhenverstellbarem schwenkbaren Förderband. (Foto Stichweh) Schrapper werden nicht nur bei der Kiesgewinnung aus dem Wasser eingesetzt, sondern auch im Trockenabbau. Dabei handelt es sich meistens um herkömmliche Geräte mit einer Umlenkrolle, die am Ende der Schrappbahn verankert werden muß oder beweglich angeordnet ist.Eine wesentliche Verbesserung gegenüber diesen Geräten ist der Schrapper mit Raupenfahrwerk und Ausleger, an dessen Spitze sich die Umlenkrolle befindet. Damit kann in einem Arbeitsgang, je nach Größe des Schrappers, eine Kieswand bis zu 30 m Höhe abgebaut werden (Abb. 9). Mit Hilfe eines höhenverstellbaren Auslegers (Abb. 10), der in seiner höchsten Stellung eine Neigung von 45 hat und bis auf die Horizontale herabgelassen werden kann, ist es auch möglich, bis zu 15 m tief zu schrappen.Besonders rationell ist dieses Abbauverfahren im Hochschnitt, weil es folgende Vorteile mit sich bringt:

Einsatz von Schubraupen

Die weltweiten Markterfolge der Komatsu-Planierraupen sind nicht zuletzt auf den Typ D155 zurückzuführen. In Deutschland und anderen europäischen Ländern bewähren sich seit 1989 über 300 Maschinen dieses Typs unter härtesten Einsatzbedingungen.
Abb. 11: Schubraupe D 155 AX-5 (Foto Komatsu) Der dabei erworbene gute Ruf der Vorgängermodelle D155A-2 und D155AX-3 wird jetzt in der neuen Generation mit der D155AX-5 (Abb. 11) weitergeführt.Wie ihre Vorgänger überzeugt auch die neue Maschine durch ihre hohe Leistungsfähigkeit und optimale Fahrstabilität in steilen Hanglagen -dank des tiefliegenden Maschinenschwerpunktes und des langen Laufwerkes. Von dem traktionsstarken Komatsu-Fahrwerk mit X-Form-Doppelpendellaufrollen (REU-Resilient Equalized Undercarriage) werden Stöße und Vibrationen auf ein Minimum reduziert. In der trapezförmigen Kabine mit guter Rundumsicht sorgen hochwirksame Einlaßluftfilter und ein erhöhter Kabineninnendruck für stets saubere Luft. Die ölgedämpfte Kabinenlagerung reduziert die Stoßbelastungen des Fahrers nochmals. Das Nachstellen von Bremsbändern entfällt dank der wartungsfreien nassen Lamellenbremsen. Der Wunsch nach noch mehr Drehmoment stand bei der Überarbeitung des bewährten Niederemissionsmotors mit einer Leistung von 231 kW im Vordergrund. Der Kraftstofftankinhalt wurde um 25% vergrößert für wesentlich längere Arbeitsintervalle ohne zeitraubendes Nachtanken.Eine weitere Verbesserung wurde durch den Einbau einer zweiten zusätzlichen Hydraulikpumpe erreicht. Die Funktionen des Lenksystems und der Arbeitsausrüstung werden jetzt durch jeweils eine separate Pumpe abgedeckt; d.h. während des Lenkens steht gleichzeitig die volle Leistung für die Planiereinrichtung zur Verfügung.In der modernen und komfortablen Kabine hat der Fahrer mit Kurzbedienhebeln die volle Kontrolle über die Maschine: mit dem linken Joystick wird gelenkt, die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung gewählt, während auf der rechten Seite der Schild gesteuert wird. Für die Bedienung des Heckaufreißers ist ein separater Hebel vorgesehen. Die D155AX-5 kann wahlweise mit Semi-U-Schild (8,8 m3) oder U-Schild (11,8 m3) ausgestattet werden und bringt ein Betriebsgewicht von 37.800 kg auf die Waage (Bodendruck 1.05 kg /cm2).
Abb. 12: Schubraupe D 11 R (Foto Caterpillar) Mit einem Einsatzgewicht von mehr als 102 t ist die D11R von Caterpillar (Abb. 12) für die härtesten Einsatzbedingungen ausgelegt. Die Kombination von Leistung und hohem Wirkungsgrad mit moderner Technik führen zu einer hervorragenden Produktionsleistung bei geringeren Betriebskosten.Der robuste, kraftstoffsparende Cat-Motor 3508B mit elektronisch geregelten Einspritzelementen (EUI) entwickelt 634 kW Leistung -10% mehr als das Vorgängermodell und einen um 25% höheren Drehmomentanstieg. Auch die Bremsleistung ist dank stärkerer Platten mit größerem Durchmesser wesentlich erhöht worden.Der Hauptrahmen verfügt von der Struktur her über eine höhere Festigkeit und ist daher bei harten Einsätzen mit hoher Produktionsleistung sehr haltbar. Stahlgußstücke in Kastenprofilbauweise und kontinuierlich gewalzte Träger bieten eine sichere Stütze für das pendelnd gelagerte Laufwerk, die hochgesetzten Antriebsräder und die anderen Rahmenbauteile.In der Bergbauindustrie werden zuverlässige Geräte mit maximaler Einsatzverfügbarkeit benötigt. Die D11R ist in Modulbauweise konstruiert und ihre Bauteile können daher schnell und einfach für den Service ausgebaut werden. Um die Wartung zu beschleunigen, informiert das Cat-Überwachungssystem in der Maschine sofort über den Zustand der Gerätesysteme. Es notiert und speichert auch Leistungsdaten für die Systemdiagnose. Die Wartungspunkte sind in Gruppen zusammengefaßt, damit die Wartungskontrollen schnell und bequem durchgeführt werden können; das neue AMOCS-Kühlsystem kombiniert auf erfolgreiche Weise eine wirkungsvollere Kühlung mit einer vereinfachten Wartung der einzelnen Kühlelemente.Dank der elektronischen Motor- und Getriebesteuerung können sowohl aktive als auch aussetzend auftretende Zustände gespeichert werden, was die Systemdiagnose beschleunigt. Das eindrucksvolle Softwareprogramm "elektronischer Techniker" (ET) ersetzt 13 mechanische Werkzeuge und ermöglicht es, im Motor-Steuermodul gespeicherte Daten herunterzuladen. Ein zweiter Diagnoseanschluß läßt die komplette Prüfung der elektronischen Kreise zu.Die Kraftübertragung wurde haltbarer gemacht und kann die höhere Lastkapazität und Leistung aufnehmen. Der Kettendozer erreicht aufgrund der Datenübertragung eine höhere Gesamtleistung, denn die Informationen über Motor, Getriebe und Bremsen werden elektronisch für eine bessere Nutzung kombiniert. Mit dem neu ausgelegten Aufreißerrahmen hat der Fahrer eine bessere Sicht auf die Aufreißerspitze und kann daher höhere Leistungen erbringen. Der Winkel des Reißschenkels ist hydraulisch nachstellbar, um dem Aufreißer ein besseres Eindringvermögen zu verleihen. Damit kann er Felsplatten besser anheben und zerbrechen.Der Dozer hat ein bequemes Fahrerhaus mit fahrerfreundlichen leichtgängigen Bedienelementen. Der Schalensitz ist so angeordnet, daß der Fahrer eine gute Sicht nach vorn, zu den Seiten und nach hinten hat, ebenso aber auch auf die Eckzähne des 34,4 m3 fassenden Planierschilds.Die Fingerspitzensteuerung (FTC) für die Lenkung und zum Schalten des Getriebes ermöglicht ein weiches Steuern bei gutem Ansprechverhalten, wodurch die Arbeitstaktzeiten verkürzt und bessere Produktionsraten erzielt werden. Ein elektronisches System für Lenkkupplungen und Bremsen ermöglicht dem Fahrer ein genaues Arbeiten auf engem Raum, in der Nähe von Hindernissen und beim Feinplanieren.

Schürfkübelraupen

Abb. 13: Schürfkübelraupe SR 2000 (Foto fb press) Beim Einsatz von Schürfkübelraupen (Abb. 13) wird für das Gewinnen und den Transport großer Materialmengen nur eine Maschine benötigt. Ein einzelner Mitarbeiter ist in vielen Betrieben somit in der Lage, die Produktion und Förderung vollständig zu übernehmen.Durch das Senken des Kübels wird dessen Schneide bis zur gewünschten Schürftiefe, maximal 470 mm, in das abzutragende Material vorgetrieben. Anschließend wird im 1. oder 2. Vorwärtsgang der Kübel gefüllt. Die Schürfstrecke beträgt je nach Schürftiefe und Materialbeschaffenheit ca. 10 - 25 m und dauert etwa 20 Sekunden. Dabei ist die Auflockerung des Materials geringer als bei anderen Methoden.Für den Transport wird der Kübel nach Beendigung des Schürfvorgangs leicht angehoben und das Material bis zu einer Transportdistanz von 500 m, unter besonderen Verhältnissen auch weiter, mit einer Geschwindigkeit bis 14,5 km/h zum gewünschten Ziel gefahren.Für das Entleeren bestehen drei Möglichkeiten:

  1. Materialauftrag: Das Material wird in gewünschter Stärke in Vor- und Rückwärtsfahrt bei entsprechender Öffnung der Klappe mit der Rückwand ausgestossen und aufgebracht, ohne dabei das Material mit dem Raupenfahrwerk zu verdichten.
  2. Schüttung: örtlich oder auf Halde, bis 1,8 m in einem Entleervorgang.
  3. Böschungskante normal: Das Material wird direkt über die Böschungskante ausgestoßen.

Zusätzlich kann bei der Rückwärtsfahrt hartes Material in der Schürfzone aufgerissen, bzw. aufgebrachter Boden aufgelockert werden.Mit zahlreichen mobilen Siebanlagen wird in Kies- und Sandwerken, deren Lagerstätten nur geringe Verunreinigungen haben, das Klassieren des Materials unmittelbar nach der Gewinnung vorgenommen. Damit wird erreicht, daß der innerbetriebliche Transport auf ein Minimum reduziert wird.

Neuper Beton nimmt zwei POWERSCREEN Kompaktsiebanlagen in Betrieb

Aus fünf verkehrsgünstig gelegenen Kieswerken wird von Neuper der komplette Markt in Mecklenburg Vorpommern mit trocken gesiebten oder gewaschenen Zuschlägen versorgt. Seit vielen Jahren bereits arbeitet das Unternehmen mit Christophel, dem Generalimporteur für Powerscreen Siebanlagen und BL-Pegson Brecher zusammen. Bereits 1989 wurde die erste mobile Kieswaschanlage in den neuen Ländern in Betrieb genommen. Entscheidend für die Vergabe war und ist die Wirtschaftlichkeit. Diese hängt hier unmittelbar von der Siebmaschinenleistung ab. Hier zahlt sich das aufwendig gebaute, vierfach gelagerte Zwangssieb von Powerscreen besonders aus. Die Siebaggressivität gewährleistet hohe Leistung bei genauem Trennschnitt.
Abb. 14: Mobile Siebmaschine Chieftain 516 (Foto Christophel) In der Zwischenzeit ist die mobile Powerscreenflotte auf vierzehn Maschinen angewachsen, dazu gehört eine CHIEFTAIN 516, die größte mobile Kompaktanlage von POWERSCREEN (Abb. 14). Herzstück der Anlage ist das 1.50 x 5.00 m große, vierfach gelagerte Doppeldeck-Zwangssieb. Ober- und Unterdeck bestehen aus je zwei Siebgewebehälften, die mittels hydraulischer Spannvorrichtung schnell montiert werden können. Dieser Siebkasten entscheidet über den wirtschaftlichen Erfolg des Maschineneinsatzes. Das Sieb wird aus einem 10,0 m3 großen Trichter über ein 1.000 mm breites Band beschickt. Im Chassis sind die drei Haldenbänder mit 800 mm und 1.200 mm Gurtbreite montiert. Diese halden die produzierten Verkaufsfraktionen auf. Die Kompaktanlage ist vollmobil und mit 80 km/h straßenverfahrbar. Der Antrieb erfolgt über einen 98 PS starken Deutz-Dieselmotor mit Hydraulikaggregaten. Die Rüstzeit dieser mobilen Siebmaschine beträgt lediglich drei Stunden. Mit einer Leistung von 250 t/h wird das Sieb vor einer Bandstraße erfolgreich eingesetzt.Mobile Siebanlagen für den Einsatz im Sand- und Kiesbereich müssen den unterschiedlichsten Aufgabenstellungen gerecht werden. Die heute auf dem Markt angebotenen Siebmaschinen decken meist nur ein sehr begrenztes Einsatzspektrum ab, so daß die technische Entwicklung bei diesen Geräten ständig weiter vorangeht. Schon bei der Mobilität sind unterschiedliche Anforderungen zu beachten.Als allererstes gilt natürlich, daß die Anlage mit dem eigenen Fahrgestell auf jedem Untergrund und in jedem Gelände einwandfrei fahr- und manövrierbar ist. Zum Straßentransport beim Einsatz in verschiedenen Sand- und Kiesgruben müssen die Außenmaße und die Gestaltung der Anlage so sein, daß ein Tiefladertransport ohne Demontage möglich ist. Die Transportbereitschaft muß schnell, d.h. im Bereich von einer halben bis zu einer vollen Stunde hergestellt sein.Im Einsatz soll die Anlage, trotz kompakter Transportmaße, natürlich möglichst hohe Siebleistungen bewältigen. Der Wechsel der Bespannung muß einfach und schnell vonstatten gehen. Die Haldenbänder müssen im Einsatz möglichst lang und hoch sein, um ein gutes Haldenvolumen zu erzielen, jedoch wiederum zum Transport schnell einklappbar an der Maschine verbleiben. Als Aufgabeeinheit sollte ein nicht zu kleines Trichtervolumen vorhanden sein, um trotz diskontinuierlicher Beschickung mit Radlader oder Bagger kontinuierlich bei hoher Leistung abzusieben. Eine derartige Siebanlage sollte möglichst in der Lage sein, klassische Siebaufgaben, z.B. Trennung in drei Fraktionen (8/16/32 mm), zu bewältigen. Sie sollte aber auch in der Lage sein, sehr grobstückiges Material von feinem zu trennen, so wie dies bei der Trockenabsiebung direkt an der Wand von entsprechenden Vorkommen oft der Fall ist.
Abb. 15: Mobile Siebmaschine MobiScreen M 518 Z (Foto Kleemann + Reiner) Der Göppinger Maschinen- und Anlagenbauer Kleemann + Reiner hat eine neue Maschine vom Typ MOBISCREEN M518Z (Abb. 15) sehr erfolgreich am Markt plaziert. Die Anlage ist ausgelegt für Aufgabeleistung bis zu 400 t/h, je nach Aufgabematerial. Das Doppeldecksieb mit einer Länge von 5 m und Breite von 1,80 m sorgt für exakte Trennung auch bei großen Leistungen. Aufgegeben werden kann mit Bagger oder Radlader, aber auch von vorgeschalteten mobilen Brechanlagen.Aufgabekörnungen bis zu 500 mm sind möglich, weil die gesamte Anlage sehr massiv ausgeführt ist, sowohl im Aufgabe- als auch im Siebbereich und ebenso das breite und massive Austragsband für das Überkorn. Sämtliche Bänder sind hydraulisch klappbar bei Abwurfhöhen bis zu 4 m. Die Transportbereitschaft ist in ca. 30 Minuten hergestellt. Dann kann die Anlage auf einen entsprechenden Tieflader gefahren und zur nächsten Baustelle transportiert werden.





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