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[Die Industrie der Steine + Erden]






IFAT 99
Internationale Fachmesse für Umwelt und Entsorgung



Vom 4. bis 8. Mai 1999 findet in München die 12. Internationale Fachmesse für Umwelt und Entsorgung statt. Zahlreiche Unternehmen aus dem Bereich der Steine und Erden Industrie sind bei der Gewinnung und Verarbeitung ihrer Produkte von diesen Sachgebieten intensiv betroffen, so daß hier die Exponate von ausgewählten Maschinenherstellern vorgestellt werden, deren Erzeugnisse für die Mitgliedsunternehmen der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft besondere Bedeutung haben. Hiermit soll den Verantwortlichen in den Betrieben Gelegenheit gegeben werden, sich auf einen Besuch in München so vorbereiten zu können, daß auch die Maschinen und Geräte gefunden und gesehen werden, welche möglicherweise den Produktionsprozeß im eigenen Unternehmen verbessern.

Abel GmbH & Co. KG

21514 Büchen
Halle 4, Stand 340

Exponate:
EM 125,25 - Elektromechanische Membranpumpe
SH 16-50 - Feststoffpumpe mit Direktbeschickung
HP 10, 16, 25 - Hochdruckpumpen (eine in Edelstahl)
HM 125, HM 30 - Hydraulische Membranpumpen.

Als Messeneuheit wird die vierfachwirkende elektromechaniche Membranpumpe präsentiert. Der Förderstrom erreicht bis zu 120 m3/h. Die auf der Messe ausgestellte EM 125 ist für Förderströme bis zu 80 m3/h vorgesehen. Bei Membranpumpen mit elektromechanischem Antrieb ist das Unternehmen sehr erfolgreich, schon wenige Jahre nach Markteinführung beweisen rund tausend dieser Maschinen ihre energetische Überlegenheit. Durch Frontbefüllung ihrer Feststoffpumpen Model SH optimiert ABEL die Befüllung dieser Aggregate, weil überflüssige Umlenkungen des Produktstromes wegfallen. Bei der Förderung von Feststoffen ist die Befüllung der Pumpe einer der kritischen Arbeitsschritte. Ein hoher Befüllungsgrad ist Voraussetzung für ein leistungsfähiges Gesamtsystem.Außerdem wird die erweiterte Palette von Hochdruckkolbenpumpen für Reinigungsanwendungen und für die Prozeßtechnik präsentiert sowie hydraulisch angetriebene Kolbenmembranpumpen mit vorgeformter Membran, die eine kostengünstige Lösung im Hochleistungsbereich bieten.Rechtzeitig zur Messe will das Unternehmen auch seinen neuen Produkt-Gesamtkatalog fertigstellen. Nach Angaben eines Firmensprechers sollen verstärkt Dienstleistungen im Servicebereich herausgestellt werden. "Service ist für uns das Gegenteil von Reparatur", betont man in Büchen. Damit werde der Kundenforderung nach planmäßigen, in den Prozeßverlauf integrierten Wartungsintervallen Rechnung getragen.

 

AKW Apparate + Verfahren GmbH & Co. KG
92242 Hirschau
Halle B2, Stand 322

Exponate:
Wendelscheideranlage Hochleistungsattrition

Als Neuentwicklungen werden die Hochleistungsattrition, eine Aufbereitungsanlage für Sickersande und die Bentonit-Regenerierung besonders herausgestellt.

Bentonit-Regenerierung
Beim Tunnelbau mit Hydroschild-Vortrieb dienen Bentonitsuspensionen einerseits zum Stützen der Ortsbrust und andererseits zum hydraulischen Abtransport des gesamten Bohrkleins. Die Reinigung der Suspension erfolgt mit Hilfe von Vorabsiebung, zweistufiger Hydrozyklontrennung mit Entwässerung der Unterläufe auf einem Entwässerungssieb und Nachreinigung durch Zentrifugieren einer Teilmenge der Suspension. Ausgehend von den Körnungen der für die Schlitzwände, Tunnel oder Bohrungen vorgesehenen Böden werden von AKW spezifische Lösungen mit jeweils verfahrenstechnisch und wirtschaftlich optimaler Auslegung der Reinigung der Kreislaufsuspension entwickelt. Die Anlagen sind darauf ausgelegt, auch starke Kapazitätsschwankungen problemlos zu verarbeiten.

Bodensanierung und Reinigung von Gewässersedimenten
Zur Aufbereitung kontaminierter Böden und Gewässersedimente liefert das Unternehmen problemspezifische Anlagen, die je nach Anforderungen und Kundenwunsch stationär, semimobil oder hochmobil gestaltet werden können. So ist seit ca. 3 Jahren in Norwegen eine hochmobile Bodenwaschanlage zur Sanierung von organisch belasteten Böden (MKW, PAK, Kohle- und Teerpartikel) in Betrieb. Die gesamte Anlage, die für einen Durchsatz von bis zu 20 t/h ausgelegt ist, kann in 13 Transportcontainern mit einem Grundmaß von je ca. 3 m x 3 m x 9 m untergebracht werden.Für die Baggergutaufbereitungsanlage METHA in Hamburg wurde eine Anlage zur Abtrennung und Reinigung von Feinsand geliefert. Diese Anlage setzt sich u.a. aus Hydrozyklonen, Wendelscheidern, Sieben und einem Vakuumbandfilter zusammen. Die erste Linie wurde 1997, die zweite Linie 1998 in Betrieb genommen.

Hochleistungsattrition
Zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Bodenwaschtechniken arbeitet das Unternehmen eng zusammen mit dem Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Recycling von Prof. Thomas Neeße an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ein gemeinsam entwickeltes Verfahren der Hochleistungsattrition wurde zum Patent angemeldet. Die Dekontamination schadstoffbelasteter Bodenfraktionen mit Hilfe von Attrition lieferte bisher im Feinbereich < 100 mm eher unbefriedigende Ergebnisse. Der Attritionsprozeß wurde nun verbessert und sein Anwendungsbereich ausgedehnt auf die Behandlung von Mikropartikeln. Bei dieser Hochleistungsattrition werden durch Abtrennung von Grobgut > 0,5 mm und geregelte Rückführung dieser Grobfraktion zur Aufgabe des Attritionsgefäßes - auch bei schwankenden Aufgabebedingungen hinsichtlich Feststoffgehalt und Korngrößenzusammensetzung des Attritionsgutes- definierte Prozeßbedingungen geschaffen und eine intensive Attrition gewährleistet.

 

Bauer GmbH
46350 Südlohn
Halle B4, Stand 530
Freigelände Vorhalle B4

Exponate:
MiniContainer-System MCS, Diesel-Tank, MultiCont, Auffangwannen, Regal + F-90-Brandschutzcontainer


Abb. 1: Dieselabfüllplatz (Foto: Bauer)
Abb. 1: Dieselabfüllplatz (Foto: Bauer)

Transportgeräte
Als Neuentwicklung wird der Dieselabfüllplatz (Abb. 1) hervorgehoben, welcher das ordnungsgemäße Abfüllen von Dieselkraftstoff gem. dem Wasserhaushaltsgesetz gewährleistet.

Beyer GmbH
68519 Viernheim
Freigelände Block 401/11

Exponate:
Kompaktbrecher 700 x 500,Tandem-Globetrotter 2,5 x 1,25,Leichtstoffabscheider.


Abb. 2: Leichtstoffabscheider (Foto Beyer)
Abb. 2: Leichtstoffabscheider (Foto Beyer)

Mit dem Leichtstoffabscheider (Abb. 2) kann beim Recycling von Bauschutt die Qualität die Endprodukte deutlich erhöht werden.

BENE Abwassertechnik GmbH
77855 Achern

Auf der IFAT 99 präsentiert das Unternehmen den neuen Hochleistungsabscheider BENE PROTECTON, der als Schlammfang, Benzinabscheider, Koaleszenzabscheider und Probenehmer in einem einzigen Bauwerk integriert ist. Gesteuert durch sein patentiertes Ölableitmodul garantiert es eine quasi ölfreie Abscheideoberfläche. Das abgeschiedene Öl wird in einen im Behälter eingebauten Öltank geleitet. Dort ist es sicher vor Hochwasser, Kanalrückstau und Emulsionsbildung geschützt. Es kann kein Öl austreten und das Betriebsgelände verseuchen oder in die Kanalisation gelangen. Auch im Fall einer Ölhavarie zeigt das neue System seine Überlegenheit und seine Reserven: Das Ölableitmodul sorgt dafür, daß der integrierte Öltank bis zum Maximum befüllt wird. Kommt noch mehr Öl, so hat der BENE PROTECTON drei weitere Ölspeicher (mehrere Kubikmeter); es kann kein Öl in den Ablauf gelangen. Mit dabei auf der IFAT ist auch ein voll funktionfähiges Fließmodell des Hochleistungsabscheiders BENE ACTRON mit permantem Ölabzug. So können die Besucher die Funktionsweise der Doppelschwimmersteuerung in Aktion beobachten. Im Öltank befindet sich immer nur Öl, sauber von Wasser getrennt.

BHS-Sonthofen Maschinen- und Anlagenbau GmbH
87515 Sonthofen
Halle B2, Stand 363

Exponate:
Das Unternehmen stellt die neue BHS-Rotorprallmühle RPMV 1113 in den Mittelpunkt der Ausstellung. Die Zerkleinerungsmaschine wird insbesondere zur Herstellung von Shredder-Fraktionen aus der Automobilindustrie, Shredder-Leichtgut, Glasrecycling und Kunststoff-Metallverbundstoffe verwendet.

Dornier GmbH
88129 Lindau

Halle A2, Stand 315

Der Name DORNIER ist ein Weltbegriff im Flugzeugbau. Seit mehr als 45 Jahren steht er auch für qualitativ hochwertige, zuverlässige und fortschrittliche Webmaschinen, Folienreckanlagen sowie Textilveredlungs- und Spezialtrocknungsmaschinen.Aufbauend auf den Erfahrungen mit Siebbandtrocknern zur Herstellung von z.B. Filtermaterialien, Vliesstoffen, Lederfaserbahnen, Bauplatten, Pappe etc., wurde ein neues Konzept zur Trocknung von Klärschlamm und ähnlichen, luftdurchlässigen Materialien entwickelt, das auf der IFAT '99 vorgestellt wird. In modularer Bauweise lassen sich Anlagen zwischen 300 kg/h bis max. 10 t/h Wasserverdampfung realisieren.Vor dem eigentlichen Trocknungsvorgang wird der Klärschlamm zunächst mittels eines patentierten Verfahrens in einem Pelletierer granuliert. Die so geschaffene, große Oberfläche ermöglicht anschließend eine gleichmäßige und schnelle Trocknung mit guter Energiebilanz. Der Pelletierer führt in regelmäßigen Abständen eine automatische Selbstreinigung durch. Damit werden Anlagenstörungen, z.B. Verstopfungen aufgrund von Haarbeimengungen im Trockengut, vermieden. Zur Trocknung wird der Klärschlamm auf einem Siebband durch die umluftbeheizten Zonen transportiert. Mechanische Einwirkungen auf das Trockengut werden während des gesamten Prozesses nicht ausgeübt, die bekanntlich zu hohem Staubanfall führen. Ein weiteres, herausragendes Merkmal in Verbindung mit dem Siebband ist die spezielle Luftführung in Form eines abgegrenzten Gegenstromverfahrens. Der wesentliche Vorteil liegt darin, daß zu Beginn der Trocknung eine Durchlüftung des Trockengutes von unten erfolgt (Saugzone), so daß das Produkt nicht am Transportband anhaftet. Dies trägt auch dazu bei, daß keine feuchten Nester verbleiben. Die nachfolgenden Trockenkammern sind als Druckzonen ausgebildet, in denen das Gut von oben nach unten durchströmt wird. Die gesamte Anlage ist gekapselt ausgeführt, wodurch Geruchsemissionen weitgehend ausgeschlossen sind und störende Geräusche praktisch nicht auftreten. Verfahrenstechnisch lassen sich durch die Kapselung geschlossene Luftkreisläufe erreichen. Die Anlage, die das Unternehmen im Modell (Maßtab 1:20) vorstellt, ist wartungsfreundlich und arbeitet computerunterstützt mit Hilfe einer ausgereiften Regelungstechnik im 24-Stunden-Betrieb.

Doubrava GmbH & Co. KGA
4800 Attnang

Halle B3, Stand 311

Exponate:
Altlastensanierung, Flugaschestabilisierung, Hausmüllsortierung, Kalkhandling.

Weil die zu bearbeitenden Materialien weitestgehend aus Biomasse bestehen, hat sich das Unternehmen für einen reinen Informationsstand auf der IFAT entschieden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem neu entwickelten System zur Flugaschestabilisierung.

 

FRUTIGER BAUMASCHINEN

CH 8401 Winterthur

Aus der breiten Palette von MOBY DICK Reifenwaschanlagen zeigt das Unternehmen erstmals auf einer Umweltmesse das neu entwickelte Modell MOBY DICK 1. Seit mehr als 15 Jahren werden Reifenwaschanlagen produziert, verkauft und vermietet. Damit hat sich Frutiger darauf spezialisiert, das Problem der verschmutzten öffentlichen Strassen in Europa zu lösen.Hauptvorteile der neuen Reifenwaschanlage MOBY DICK 1 sind die kurzen Waschzeiten und das außergewöhnlich gute Waschresultat selbst bei sehr hartnäckiger Verschmutzung. Dafür verantwortlich ist die schnellere Rollendrehung und ca. 35 % mehr gespritztes Wasser. Das größere Wasservolumen läßt eine Erhöhung der Düsenzahl zu. Jedes Rad kann nun aus 2 Richtungen intensiv bedüst werden. Weitere Vorteile sind die integrierten Spritzschutzwände, welche den Wasserverlust verringern und der neugestaltete Kratzförderer. Er bewirkt eine bessere Entwässerung des ausgetragenen Schlammes. Die Kratzfördereröffnung befindet sich jetzt auf einer Höhe, welche das Unterstellen eines Containers ermöglicht. Für Deponien und Baustellen, deren Verhältnisse auch zur Verschmutzung von Radkästen und Kotflügeln der LKW führen, können die Seitendüsen als Option schwenkbar geliefert werden.

Fuchs-Bagger GmbH & Co. KG
76669 Bad Schönborn

FUCHS präsentiert Industriemaschinen für Recycling und wirtschaftlichen Werkstoffkreislauf sowie Maschinen zum sammeln, sortieren, aufbereiten und verwerten von Materialien aller Art. In München stehen im Mittelpunkt der Ausstellung zwei Bagger.Der RHL 350 D ist eine Abbruchmaschine der 36 t Klasse mit einem sehr robusten LC-Raupenunterwagen mit großer Bodenfreiheit. Der starre Unterwagen ist 3000 mm breit. (600 mm Bodenplatten). Die Maschine wird von einem 6-Zylindermotor mit einer Leistung von 122 kW angetrieben. Die eingebaute Grenzlastregelung mit Leerlaufautomatik sorgt für eine äußerst ökonomische Ausnutzung der Motorleistung und geringen Kraftstoffverbrauch. Die Maschine ist dank der eingebauten Load-Sensing-Steuerung sehr feinfühlig. Die verschiedenen Arbeitsbewegungen können überlagert gefahren werden. Doppelpumpen mit hoher Literleistung sorgen für schnelle Arbeitsbewegungen. Die höhenverstellbare und nach hinten kippbare Kabine hat eine Sichthöhe von 5,6 m. Mit der Abbrucheinrichtung beträgt die Arbeitshöhe ca. 16 m, die Reichweite bei Ladearbeiten ca. 15 m. Es besteht die Anbaubarkeit von Werkzeugen vielfältigster Art, z.B.: Mehrschalen-, Zweischalen-, Abbruch-, Sortiergreifer, Betonpulverisierer, Betonbeißer, Universalcutter, Abbruchschere, Hydraulikhammer, Magnetplatte, Abreißhaken, Tieflöffel und dgl. über eine Schnellwechselvorrichtung.Mit dem MIHL 331 wurde die 714 MU abgelöst, die auf vielen Recyclingplätzen Maßstäbe setzte. Die neue Maschine wurde in der Leistung gesteigert, der Bedienkomfort verbessert, die Geräusch- und Abgasemission reduziert. Die Einsatzmöglichkeit wurde durch den Anbau eines Mehrzweckstiels und eines Sortiergreifers erweitert.

Hellmut Geiger GmbH & Co. KG
76185 Karlsruhe

Halle A1, Stand 322

Exponate:
Aufstromklassierer der Sandrecyclinganlage Cleantec (Abb. 3), Siebband für Abwasser



Abb. 3: Aufstromklassierer der Sandrecyclinganlage Cleantec (Foto Geiger)
Abb. 7: Rundräumer im Klärwerk Hückelhoven (Foto Zenith)

 

Koch GmbH & Co.
Kieswerk & Transporte
72555 Metzingen

Halle B3, Stand 431/530

Exponate:
Koch präsentiert das MEGABLOC-Betontrennwandsystem aus hochwertigem Beton, welches jetzt durch die Neuentwicklung des Megabloc-Top (Abb. 4) vervollständigt wurde.

Abb. 4: Megabloc-Top (Foto Koch)
Abb. 4: Megabloc-Top (Foto Koch)

Die hierzu erforderlichen Steine lassen sich paßgenau stapeln und aneinanderreihen, auf jedem dafür vorbereiteten Untergrund verlegen und zu Lagerboxen gruppieren. Das Besondere dieses Stein-auf-Stein-Systems liegt in seiner absoluten Wiederverwendbarkeit aller Einzelteile zu immer neuen und nach den Gegebenheiten veränderten Lagerboxen und zu Trenn- und Schutzwänden. MEGABLOC, das Original, hat viele Anwender gefunden, die auf ihren Lagerhöfen und -plätzen durch die große Variabilität dieses Systems zu mehr Ordnung und dadurch zu erhöhter Witschaftlichkeit gefunden haben. Sand, gelbe Säcke, Papier, Pappe, sperrige Lagergüter wie Altholz, Sperrmüll, Reifen etc., kurz alles, was bei Entsorgern anfällt, kann nun sauber getrennt gelagert werden. Die Nut- und Feder-Technik mit dem präzisen Formschluß erlaubt höchste Stabilität bei gleichzeitig minimiertem Platzbedarf, sodaß wirklich jede Ecke einer Lagerstätte sicher und ökonomisch genutzt werden kann. ob unter freiem Himmel, in halboffenen oder geschlossenen Hallen. Der Umbau und die Neugestaltung bereits bestehender und für die unterschiedlichsten Lagergüter gedachter Boxen geht schnell und einfach und ist mit einem Minimum an maschinellem Equipment in Eigenleistung zu bewerkstelligen. Dies ist in Anbetracht der schnell wechselnden Aufgaben, mit denen sich heute Entsorgungs- und Recyclingunternehmen konfrontiert sehen, ein wesentlicher Vorteil gegenüber den konventionellen und zumeist sehr unflexiblen Maßnahmen. Jeder auch noch so kleine Umbau rechtfertigt die Anschaffung dieser Stein-auf-Stein-Technik, da bei dieser einfachen Handhabung auch keine Rückstände oder Abbruchmaterialien übrig bleiben. Alle Teile sind erneut einsetzbar und finden Wiederverwendung. Ein neuer MEGABLOC-Baustein ergänzt das bestehende System aus Standard-, Super- und Allroundblöcken. Es ist MEGABLOC-TOP, der als Abschlußstein auf alle MEGABLOC-Wände aufgesetzt werden kann. Er ist voll kompatibel und paßt auf alle Stein-Grundtypen. Auch bestehende Mauern können damit jederzeit formschön und funktionell abgedeckt werden. Durch seine dachförmige Geometrie verhindert MEGABLOC-TOP ungewollte Ablagerungen auf den Wänden, da hoch aufgetürmte Stoffe an seinen Flanken in die jeweilige Box zurückrutschen. Daß der "Neue im System" zusätzlich ein ästhetisches Detail für alle Anlagen darstellt, die den Blicken von Kunden und Besuchern ausgesetzt sind, ist keine ungewollte Nebenwirkung.

 

KUGLER GmbH
71149 Bondorf
Halle A3, Stand 416

Exponate:
Anlagen zur Fest-/Flüssigtrennung in der Stein-/Betonindustrie (Abb. 5), Kammerfilterpressen, Entwässerungscontainer, Klär-/Eindickbehälter, Flockungsanlagen.



Abb. 5: Anlage zur Abwasserbehandlung (Foto Kugler)
Abb. 5: Anlage zur Abwasserbehandlung (Foto Kugler)

Als Neuentwicklungen stellt Kugler eine vollautomatische Kammerfilterpresse und einen Filtercontainer mit Schwingsiebflächen aus.

 

Steinert Elektromagnetbau GmbH
50886 Köln

Steinert zeigt in München die Trenntechnik, welche in der neuen Chemnitzer Sortieranlage installiert worden ist. Die Entsorgungdienst Chemnitz GmbH (CED) hat eine neue Anlage zur Aufbereitung von DSD-Material fertiggestellt. In der Anlage arbeiten ein Steinert Nichteisenmetallscheider Typ NE 100 mit 100 cm Arbeitsbreite und rotierendem Scheitel sowie drei Steinert Überbandmagnet-Scheider verschiedener Größen.Hr. Kühn, der technische Betriebsleiter der CED, hatte auf Steinert als Lieferanten der Metall-Separationstechnik bestanden. Das war nur konsequent, hatte er doch einerseits in der Chemnitzer Altanlage gute Erfahrungen mit diesen Magneten gemacht und andererseits eingehende Erkundigungen über NE-Scheider in bestehenden DSD-Aufbereitungsanlagen eingeholt. Entscheidend für die Auswahl des NE-Scheiders waren die konstant guten Trennergebnisse sowie die eingebaute Ausfallsicherheit des Gerätes. Das schnell rotierende Magnetsystem sitzt bei diesen NE-Scheidern exzentrisch in der Kopftrommel. Es wirft dadurch automatisch Eisenteilchen, die zwischen den Trommelmantel und das Förderband gelangen und beide zerstören können, ab. Dieser wesentliche konstruktive Unterschied zu zentrisch gelagerten NE-Scheider-Systemen ist ein erheblicher Vorteil. Durch ihn erhalten die Geräte ihre extreme Langlebigkeit und Ausfallsicherheit. Der rotierende Scheitel sorgt speziell in den DSD-Anlagen dafür, daß Plastikfolien und andere längliche Materialien nicht auf dem Scheitel liegen bleiben und die Separation stören.

 

PumpenFabrik Wangen GmbH
88230 Wangen

Halle A4, Stand 537

Exponate:
Standard Exzenterschneckenpumpe, Rachentrichterpumpe, Modell einer Rachen-Silo-Pumpe, Modell einer Rachentrichterpumpe mit Quereinzug.


Abb. 6: Rachentrichterpumpe mit Quereinzug (Foto Wangen)
Abb. 6: Rachentrichterpumpe mit Quereinzug (Foto Wangen)

Als Neuheiten präsentiert die Wangen GmbH die Rachen-Silo-Pumpe mit Schnellwechseleinrichtung und die Rachentrichterpumpe mit Quereinzug (Abb. 6).

 

ZENITH Maschinenfabrik GmbH
57290 Neunkirchen

Halle A1, Stand 313


Abb. 7: Rundräumer im Klärwerk Hückelhoven (Foto Zenith)
Abb. 7: Rundräumer im Klärwerk Hückelhoven (Foto Zenith)

Exponate:
Zenith präsentiert auf einem Informationsstand eine Programmübersicht mit dem Thema: Maschinen und Anlagen für die Abwasserreinigung (Abb. 7), Räummaschinen und Rechenanlagen, wobei insbesondere auf punktuelle Veränderungen der Konstruktion zur weiteren Qualitätssteigerung eingegangen wird.

 

Maschinenfabrik Gustav Eirich
74732 Hardheim

Halle B2, Stand 143

Leistungsstarke Mischtechnik wird in vielen Prozessen zur Aufbereitung von Roh-, Wert- und Reststoffen eingesetzt. Die Anforderungen, welche an diese Technik gestellt werden, reichen von der optimalen Homogenisierung der Stoffe in kürzest möglicher Zeit, Vermeidung von unerwünschten Emissionen während der Aufbereitung bis hin zur Schaffung optimaler Bedingungen beim Recycling oder der Reduzierung von Deponiekosten. Eirich-Mischer weisen eindeutige Vorteile bei der Erfüllung dieser Forderungen auf. Das Programm umfaßt eine breite Palette von Mischergrößen mit einem Nutzvolumen von 3 bis 7000 Litern als Intensivmischer für Aufgabenstellungen unter Normaldruck oder als EVACTHERM-Mischer (Abb. 8) für Aufgabenstellungen unter Vakuum.

Abb. 8: EVACTHERM-Mischer (Foto Eirich)
Abb. 7: Rundräumer im Klärwerk Hückelhoven (Foto Zenith)

Neben den klassischen Aufgaben, wie z.B. Aufbereiten von aggressiven Aschen und Stäuben oder REA-Gips in Intensivmischern hat sich für komplexe Verfahren das System EVACTHERM etabliert. Dieses umweltfreundliche Verfahren ermöglicht, mehrere Verfahrensschritte, wie z.B. Mischen, Reagieren, Trocknen, Heizen, Kühlen, Strippen, Plastifizieren und Granulieren, gleichzeitig oder in Kombination in nur einem Aggregat durchzufahren. Vakuum-Mischer sind u.a. in der Entsorgungswirtschaft dort eingesetzt, wo hohe Verfahrenssicherheit bei der Aufbereitung von Stoffen mit umweltbelastenden Bestandteilen erforderlich ist. Ein in der Praxis bewährtes Beispiel ist die Aufbereitung und Trocknung von lösungsmittelhaltigen Schlämmen im Hinblick auf eine optimale Verwertung der Reststoffe bei gleichzeitiger Rückgewinnung der Lösungsmittel.Im präventiven Umweltschutz werden Eirich-Intensivmischer und EVACTHERM Mischer in Aufbereitungsprozessen in der Baustoff- und Keramikindustrie, in der Chemie und Metallurgie eingesetzt.





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