Technik

Neues Messverfahren zur Bestimmung des Wassergehalts von Frischbeton

Sensibler Fühler

Ein korrekter w/z-Wert ist der maßgebliche Faktor für langlebigen Beton. Wenn der w/z-Wert nicht stimmt, können sich erhebliche Nachteile für Beton und das Betonbauteil ergeben.

Die bisherige Darr-Methode ist in der Praxis nur bedingt einsetzbar. Die Darr-Prüfung dauert mit bis zu einer halben Stunde zu lange, der Beton bindet in dieser Zeit ab und die Verarbeitbarkeit leidet darunter.

Beim Darren mit einem Gasbrenner muss darauf geachtet werden, dass keine Feststoffpartikel in die Luft (oder aus dem Darrbehälter!) entweichen, da sonst durch Gewichtsverlust zu hohe Feuchtewerte ermittelt werden. Manche Anwender rühren den Frischbeton beim Darren, andere rühren ihn nicht und entsprechend gibt es Differenzen beim Darrwert. Bei zu langsamem Darren besteht die Gefahr, dass das freie Wasser des Frischbetons im Zement gebunden wird. Das Messergebnis beim Wiegen der Probe wäre verfälscht. Beim Darren mit einem Mikrowellenofen ist auf die Trocknungszeit bei entsprechender Leistung (800 Watt oder 1.000 Watt) und der Menge der Darrprobe (z.B. 1,5 kg bis 2 kg) zu achten. Darrwert-Abweichungen bis zu 10 Liter/m3 von Gasbrenner und Mikrowelle bei derselben Probe sind nicht selten.

Beim Wiegen der getrockneten Darr-Probe muss auf die Temperatur der Darr-Probe geachtet werden. Beim Wiegen einer sehr heißen Darr-Probe kann durch Auftriebs-Luftströmungen ein nicht unerheblicher Fehler in der Waage erzeugt werden. Die Messung des Wassergehaltes von Frischbeton war mit elektronischen Sensoren bisher nicht möglich.

Messsonde im Einsatz in einem Eimer mit Frischbeton
SONO-WZ wird mehrmals nacheinander in den Frischbeton im Eimer eingebracht; per Tastendruck werden einzelne Messungen gestartet.

Die Probleme mit kapazitivem und Mikrowellenmessverfahren

Kapazitive und Mikrowellen-Feuchtesonden haben einen eingeschränkten Leitfähigkeitsbereich, in welchem die Feuchte gemessen werden kann, und eignen sich damit nicht zur Messung der Feuchte in Frischbeton. Zement hat in Verbindung mit Wasser eine äußerst hohe Leitfähigkeit, die bei Frischbeton mit z.B. feingemahlenem 52.5 Zement bis zu 45 dS/m betragen kann.

Messablauf mit dem SONO-WZ

  1. 1. Die Einstellung I Zur Voreinstellung auf den Beton dient der Parameter CHAR, welcher die Sieblinie A, B, C oder U repräsentiert. Mit G-Set wird einmalig die Betonsorte mit Kernfeuchte bzw. Gesteinsart festgelegt. Zur Wassergehaltsbestimmung ist dann nur noch die Eingabe der Rohdichte des Frischbetons erforderlich.
  2. 2. Die Messung I SONO-WZ mehrmals nacheinander in den Frischbeton im Eimer einbringen und per Tastendruck einzelne Messungen durchführen.
  3. 3. Die Auswertung I Der Darr-Wassergehalt in Liter/m3 sowie weitere wertvolle Messergebnisse werden übersichtlich dargestellt. Mit SONO-WZ können im Praxisbetrieb unterschiedlichste Betone vermessen werden, mit w/z-Werten von 0,4 bis >1 und auch Betone mit hohem Wassergehalt. Zusätzlich zum Wassergehalt wird nach der Auswertung des Ergebnisses der Parameter ECTRIME angezeigt. Über die Hochfrequenz-Dämpfung des Radarpulses bestimmt SONO-WZ mit dem innovativen TRIME-Messverfahren die elektrische Leitfähigkeit (Electrical Conductivity ECTRIME) und ermöglicht damit eine Aussage zum Zementgehalt bzw. zur Zementsorte. Der dabei ermittelte Parameter ECTRIME kann schon bei der Einzelmessung als Rohwert für den Zementgehalt oder die Zementsorte interpretiert werden und sorgt somit für eine erhöhte Sicherheit bei der Kontrolle einer bekannten Betonsorte.
Messsonde vor Transportkoffer
Die SONO-WZ Sonde mit SONO-DIS Handmessgerät.
 
Weitere Informationen

www.imko.de

Stand: Halle C1.107