Technik

Erkat-Fräsen in Luxemburg im Einsatz

Durch Felsstein gefräst

Luxemburg ist ein kleines Land und auch im Stadtzentrum Luxemburg ist Platz für neue Gebäude begrenzt. Außerdem sind Parkplätze rar. In der Rue Aldringen entsteht derzeit unter engsten räumlichen Verhältnissen ein neues Apartmenthaus direkt zwischen bereits bestehenden, direkt angrenzenden Häusern.

Um den neuen Wohnungseigentümern genügend Parkplätze zu bieten, wird das Untergeschoss als Tiefgarage ausgebaut. Um dort den bis zu 40 Fahrzeuge einen Stellplatz zu ermöglichen, muss das Untergeschoss um ca. zehn Meter vertieft werden, und dies auf einer Länge und Breite von rund 30 x 30 Metern. Dabei verlaufen die Baugrubenwände in direkter vertikaler Verlängerung der daneben stehenden, bewohnten Gebäude. Eine schwierige Aufgabe, denn diese Häuser dürfen nicht durch die Ausbrucharbeiten des Felsgesteins beschädigt werden.

Dies ist eine Spezialaufgabe für die Firma Entrapaulus Construction SA aus Luxemburg, die schon seit vielen Jahren mit Bagger-Anbaufräsen von Erkat arbeitet. Bei dem gewählten Ausbruchverfahren setzt man auf die Kombination eines Schneidrads mit einem Hydraulikhammer. Zur Reduktion der Übertragung von Vibrationen wird der innere abzubauende Felskörper seitlich von dem Fundamentfels der Nachbargebäude getrennt. Hierzu wird zunächst direkt an der Baugrubenwand ein paralleler Schlitz ca. 500 mm tief eingebracht; anschließend kann der innere Felsblock selektiv mit einem Felsbrecher herausgebrochen werden. Zudem werden mit der ERC2000-Schlitzfräse auch die Kanäle und Schächte für die Drainage und Versorgungsleitungen erstellt.

Besondere Anforderungen

Der harte, abrasive Luxemburger Sandstein stellte jedoch besondere Anforderungen an die eingesetzten Maschinen. Gemeinsam mit dem Luxemburger Erkat-Händler Sermatec wurde eine Kombination einer Erkat Rotatorfräse ERC2000 mit einem seitlichen Schneidrad zum Schlitzfräsen vorgeschlagen. Dank des integrierten Rotators auf der Fräse ist die optimale Positionierung des Schneidrads parallel direkt bis zur Baugrubenwand möglich – und dies unabhängig von der Stellung des Baggers. Eine gute Lösung für den Kunden, der die Erkat Fräse nun seit Ende Januar 2016 erfolgreich im Einsatz hat. Hierbei fräst sich das ERC2000-Schneidrad mit einer Vorschubgeschwindigkeit von rund 1 m/min durch das Gestein. Dank der erfahrenen Baustellenmannschaft und der richtigen Frästechnik werden wöchentlich rund 1,5 bis 2 Meter Baugrube abgeteuft; somit ist auch der der enge Zeitplan für die termingerechte Fertigstellung sicher gestellt. Der modulare Aufbau der Erkat-Fräse ermöglicht es, dass die ERC2000 nach Einsatzende wieder auf eine normale Querschneidkopffräse umgebaut und für konventionelle Fräsarbeiten im Kanalbau oder Betonabbruch usw. eingesetzt werden kann.

Schneidrad im Einsatz am Baggerarm
Das ERC2000-Schneidrad frisst sich mit einer Vorschubgeschwindigkeit von rund 1 m/min durch das Gestein.
 
Weitere Informationen

www.erkat.de

Stand: Halle B4.340