Industrienachrichten

Weltwirtschaftsforum setzt Atlas Copco auf „Global-100“-Liste

Atlas Copco ist Ende Januar vom Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos als eines der am nachhaltigsten wirtschaftenden Unternehmen der Welt ausgezeichnet worden. Der schwedische Industriekonzern, der in Deutschland über 2600 Beschäftigte hat, belegt auf der „Global 100“ genannten Liste Platz 23 – nach Platz 46 im Vorjahr. Die Liste führt Unternehmen, die in Bezug zum Umsatz nachweislich mit geringem Ressourcenverbrauch auskommen. Unter den Maschinenbau-Unternehmen liegt Atlas Copco sogar auf Platz eins. Es ist bereits das neunte Mal, dass Atlas Copco auf der „Global 100“ erscheint. Für die Liste wurden 4609 börsennotierte Unternehmen verglichen. Bewertet wurde unter anderem der Umsatz in Relation zum Verbrauch von Energie und Wasser.

Atlas Copco produziert und vertreibt Kompressoren, Bau- und Bergbautechnik sowie Industriewerkzeuge und Montagesysteme. „Bei der Entwicklung und Fertigung unserer Produkte streben wir immer nach hoher Energieeffizienz, Sicherheit und Ergonomie“, sagt Eckard Röttger, Geschäftsführer der Essener Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik GmbH. „Wir werden auch zukünftig unseren Fokus auf Nachhaltigkeit weiter stärken, damit unsere Kunden möglichst produktiv und umweltschonend arbeiten können.“

Zu den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens zählen die Steigerung der Energieeffizienz in Anlagen seiner Kunden um mindestens 20 % zwischen 2010 und 2020 sowie eine Minderung der Kohlendioxid-Emissionen.

Bohrgerät im Steinbruch
Trotz Einbußen in Asien und Südamerika war 2014 für Atlas Copco ein erfolgreiches Jahr. Zur Produktpalette gehört unter anderem der SmartRoc C50.

Atlas Copco steigert Umsatz weltweit um 12 Prozent

Atlas Copco hat im vergangenen Jahr weltweit 93,7 Milliarden Schwedische Kronen (10,3 Milliarden Euro) umgesetzt. In der Landeswährung gerechnet, ergab sich ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr (83,9 Mrd. SEK). Zum Jahresende 2014 beschäftigte die Atlas-Copco-Gruppe 44 056 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, rund 4000 mehr als ein Jahr zuvor (40 241). Der Konzern fertigt und vertreibt Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, Bau- und Bergbauausrüstungen sowie Industriewerkzeuge und Montagesysteme. Der Zuwachs ist im Wesentlichen auf Akquisitionen zurückzuführen. So wurde im Januar 2014 die britische Edwards-Gruppe übernommen – ein Hersteller von Vakuumtechnik – und im September der Stanzniet-Spezialist Henrob. Der Betriebsgewinn des Konzerns blieb unverändert bei 17 Milliarden SEK (1,9 Mrd. Euro), der Gewinn vor Steuern ging leicht von 16,3 auf 16,1 Mrd. SEK zurück (1,8 Mrd. Euro). Während sich die Geschäfte in den Konzernbereichen Kompressortechnik (+ 33 Prozent, inklusive der Vakuumtechnik) und Industrietechnik (+ 21 Prozent) sehr positiv entwickelten, fiel vor allem der Bereich Bergbautechnik deutlich zurück (- 11 Prozent). Speziell in Asien und Südamerika waren im Bau und Bergbau Einbußen zu verzeichnen; dagegen stieg die Nachfrage dieser Branchen in Europa und Nordamerika an.
 
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