Technik

Scheuerle unterwegs in Deutschland und Polen

Wo ein Wille ist…

Anspruchsvolle Aufgaben konnten Transportunternehmen mit Hilfe von Spezialaufliegern lösen: Teile des Airbus A 380 reisten auf der Straße und zu Wasser von Dresden nach Hamburg. In Polen kamen Scheuerle SPMT bei der Verladung von Kranen zum Einsatz.

Kübler hatte den Auftrag, Bausegmente des A 380 von Dresden nach Hamburg zu transportieren. Bei 8,50 m Breite und 9,30 m Höhe kein leichtes Unterfangen. Für die Durchführung wurden 28 Achslinien Scheuerle InterCombi mit PowerBooster eingesetzt. Die Abmessungen des Transportes betrugen 38,00 m Länge, 8,50 m Breite und 10,30 m Höhe bei einem Gesamtgewicht von 215 Tonnen. Der Transport ließ sich nur mit erheblichen baulichen und vielen verkehrsregelnden Maßnahmen durchführen. Die Strecke führte zunächst über die Rollfelder des Dresdner Flughafens und danach durch eine Öffnung im Luftsicherheitszaun und über temporäre Fahrwege aus Alupanels auf die öffentliche Straße.

Slalom auf der Autobahn

Wegen einiger Schilderbrücken wurde die Richtungsfahrbahn auf der A4 gleich fünfmal über den Mittelstreifen gewechselt. Kritisch wurde das Wechseln der Fahrbahn in Bereichen, an denen die Fahrbahn einen Höhenunterschied von 40 Zentimetern aufwies. Dank des guten Achsausgleichs und der Fahrstabilität des InterCombi Plattformwagens konnten alle Übergänge sicher überquert werden. Nach achtstündiger Fahrt war der Hafen erreicht.

Auf der Elbe bis Hamburg

Der Umschlag erfolgte an der Schwergutverladeanlage im Hafen Dresden. Hier wurden zwei Mobilkrane am Kai aufgebaut und das Segment sorgfältig vom Trailer in das Schiff gesetzt. Das kleinere Cockpit wurde anschliessend als Beiladung mit in den Laderaum gesetzt. Die Reise auf der Elbe war wegen der Höhe sehr anspruchsvoll. Einige Brücken konnten nur mit extremer Ballastierung unterfahren werden. Nach einer einwöchigen Reise traf das Binnenschiff in Hamburg am Kai des Airbus-Werkes ein. Kübler setzte für den Umschlag dort das Hamburger Unternehmen Seeland ein, welches den gesamten Umschlag inkl. Traversengestellung übernahm.

Einsatz im Hafen von Gdynia

Die Gdynia Port Technical Company S.A., Polen, wickelt derzeit einen Großauftrag für Kone Cranes, Finnland, ab. Dieser wäre ohne den Einsatz von Scheuerle SPMT nicht durchführbar gewesen.

Zwanzig Ladekräne sind zu montieren und auf dem Hafengelände für die Lieferung an GCT Global Container Terminals Inc. in New Jersey, USA, zu verladen. Dafür wurden die SPMTs durch einen eigens angefertigten Rahmen verbunden, um die Last sicher aufzunehmen und eine Neuausrichtung der Fahrzeuge beim Ladungswechsel überflüssig zu machen.

Besonders herausfordernd war beim Transport vom Montage- zum Verladeplatz der hohe Schwerpunkt der Last. Mit rund 25 Metern Höhe und 32 Metern Breite sind die Ladekräne ohnehin schon eine Transportaufgabe für sich.

Besonders heikel ist jedoch der hohe Schwerpunkt von rund 13 Metern über Unterkante Ladung. Hier konnten die SPMT ihre präzise dosierbare elektronische Steuerung voll ausspielen. Die Verladung verlief ohne Zwischenfälle. Dazu wurden die Ladekräne von 30 auf 15 Meter Länge „zusammengefaltet“.

Durch eine Öffnung im Luftsicherheitszaun verlässt der Konvoi aus Zugmaschine und 28 Achslinien Scheuerle InterCombi den Dresdner Flughafen.
Durch eine Öffnung im Luftsicherheitszaun verlässt der Konvoi aus Zugmaschine und 28 Achslinien Scheuerle InterCombi den Dresdner Flughafen.
 
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