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Deponienotstand in Baden-Württemberg

Deponieraum ist knapp. Längst verfügt nicht jeder Landkreis im Südwesten über Entsorgungsmöglichkeiten für mineralische Abfälle. Der Engpass wird sich, wie das 16. Steine- und Erdenseminar des Industrieverbandes Steine und Erden e.V. Baden-Württemberg (ISTE) Ende November 2013 zeigte, auch mit Blick auf die überarbeitete Mantelverordnung weiter verschärfen. Auch wenn Baden-Württemberg den Statistiken zufolge bundes­weit auf Platz eins bei den Deponierestkapazitäten rangiert, entspricht dieses Bild lokal betrachtet oftmals nicht der Realität, wie Bernd Susset betonte. Der ISTE-Referent berichtete, dass Materialien der Klasse DK-I zur Entsorgung teilweise bis nach Frankreich transportiert werden müssen, weil entsprechende Deponien insbesondere im Stuttgarter Ballungsraum fehlen, und bezieht sich hierbei auf Praxisberichte der ISTE-Unternehmer.

Ähnlich sah es Ulrich Schmidt. Der Geschäftsführer der Bechtle Schmidt GmbH mit Sitz in Herdecke betonte, dass die Menge der mineralischen Abfälle, die nicht wiederverwertbar sind, weiter steigen wird, wenn der aktuelle Mantelentwurf zur Ersatzbaustoffverordnung tatsächlich gesetzlich fixiert wird. Auf der Tagung referierten Fachleute über die Voraussetzungen, um Abbaustätten als Deponien nutzen zu können. Diskutiert wurden juristische Aspekte ebenso wie die Grundlagen und Umfang der Bedarfsnachweise, Planfeststellung und Genehmigungsverfahren.

 
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