Technik

Jungheinrich stellt „großen“ Hydrostaten vor

Im Frühjahr 2012 bringt Jungheinrich einen neuen hydrostatisch angetriebenen Gabelstapler auf den Markt. Dieser erfüllt mit der neuesten Common-Rail-Motorentechnologie bereits heute die Grenzwerte der Abgasemissionsstufe III b, die ab 2013 in Kraft tritt. Mit der Einführung des neuen Verbrenners vom Typ VFG 540s-550s ist das Jungheinrich-Hydrostaten-Programm komplett.

Der „große“ Jungheinrich-Verbrenner mit hydrostatischem Antrieb (VFG 540s-550s) kann - bei einem Lastschwerpunkt von 600 Millimetern - bis zu 5.000 Kilogramm transportieren, bis in Höhen um die sieben Meter stapeln und besitzt eine hydrostatische Antriebstechnologie „made in Germany“ - Hydrostatic Drive. Angetrieben wird der neue Gabelstapler von einem Volkswagen-Motor, der sowohl in der Diesel- (DFG) als auch in der Treibgasvariante (TFG) zum Einsatz kommt. Die Verstellpumpen sowie die Radmotoren stammen von Bosch Rexroth. Die Basis für Spitzenleistungen bei einer gleichzeitig sehr hohen Energieeffizienz des Fahrzeuges liegt in der Systemsteuerung. Diese erfolgt über eine von Jungheinrich entwickelte Software.

Die hydrostatische Antriebstechnologie verfügt im Vergleich zu Wandlerfahrzeugen über weniger mechanische Bauteile und ist somit noch servicefreundlicher und wartungsärmer. Durch die Nutzung der neuesten Common-Rail Motorentechnologie von Volkswagen haben zahlreiche Vorteile aus der Automobilindustrie in die verbrennungsmotorisch angetriebenen Gabelstapler von Jungheinrich Eingang gefunden. Der Antriebsmotor aus der Automobilindustrie sorgt für niedrige Verbrauchs- und Vibrationswerte sowie für geringe Abgas- und Geräuschemissionen.

Der Motor in Verbindung mit dem serienmäßigen Dieselpartikelfilter erfüllt bereits heute die Vorgaben der Abgasemissionsstufe III b, die ab 2013 in Kraft tritt. „Messungen haben ergeben, dass mit dem Einsatz des hydrostatischen Antriebs in Summe eine Kraftstoffersparnis von bis zu zwei Litern Diesel beziehungsweise zwei Kilogramm Treibgas in der Stunde erzielt werden kann. Das spart Kosten, senkt den CO2-Ausstoß und schont damit auch die Umwelt“, sagt Marek Scheithauer, Leiter Produktmanagement verbrennungsmotorisch angetriebener Stapler bei Jungheinrich.

Reduzierte Humanschwingungen

Durch die doppelte Entkopplung der Antriebseinheit und des Fahrerplatzmoduls vom Rahmen (Floating Cab) werden die Humanschwingungen auf ein Minimum reduziert. „Wir erreichen hier Zahlen“, so Scheithauer weiter, "die den niedrigsten Werten unserer Elektrostapler entsprechen."

Display und Bedienfeld wurden in die in zwei Richtungen einstellbare mitschwingende Armlehne integriert. Zudem kann der Fahrer zwischen Solo- oder Multipilot - beide mit einem integrierten Fahrtrichtungsschalter - wählen. Eine automatisch einfallende Feststellbremse und eine zweifach verstellbare, schlanke Lenksäule mit Memory-Funktion für mehr Bein- und Bewegungsfreiheit runden das Bild des neuen VFG 540s-550s ab.

Sichere Bauweise

Der Jungheinrich VFG 540s-550s mit hydrostatischem Antrieb bietet ein hohes Maß an Sicherheit. Das Fahrzeug besitzt einen sehr niedrigen Schwerpunkt. Dieser basiert im Wesentlichen auf einer besonderen Gestaltung des Gegengewichts und der oberhalb der Radaufhängung pendelnd gelagerten Hinterachse.

Der Stapler kommt daher ohne ein zusätzliches elektronisches Stabilitätsprogramm aus. Dieses Prinzip wird bereits seit 2004 bei den im Hause Jungheinrich entwickelten verbrennungsmotorisch angetriebenen Gabelstaplern angewandt.

Weitere Sicherheitsaspekte sind beim VFG 540s-550s "offensichtlich". Durch ein spezielles Design der Pultwand erhält der Fahrer eine gute Sicht nach vorne auf die Last und die Gabelspitzen. Die Sicht nach hinten wurde durch die niedrige Oberkante des Gegengewichtes verbessert. Ein strebenfreies Sichtfenster mit Sicherheitsglasabdeckung im Fahrerschutzdach gewährt dem Bediener beim Ein- und Ausstapeln von Paletten freien Blick nach oben.

Assistenzsysteme

Zusätzlich zur konstruktionsbedingten Sicherheit besitzt der "große" Hydrostat von Jungheinrich optional verschiedene Assistenzsysteme. Access Control beispielsweise ist ein System, das das Fahrzeug erst nach einer bestimmten Sequenz von Kontrollmechanismen (geschlossener Sitzschalter, Gurt) freigibt. Drive Control basiert auf der in Jungheinrich-Elektrostaplern seit mehr als zehn Jahren integrierten Curve Control. Parallel zur Geschwindigkeitsreduktion bei Kurvenfahrten erfolgt ab einer definierten Hubhöhe ebenfalls eine Begrenzung der Fahrgeschwindigkeit. Beim Assistenzpaket Lift Control für das sichere Handling der Last wird zusätzlich die Neigegeschwindigkeit ab einer definierten Hubhöhe reduziert, ein integrierter Seitenschieber bei Bedarf auf eine vorprogrammierte Mittelstellung positioniert und die Mastneigung angezeigt.

VFG 540s-550s Volkswagen-Motor.
Der VFG 540s-550s kommt mit Volkswagen-Motor.
 
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