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Natürliche Optik aus Beton: Eisbärenanlage in Hellabrunn

Im Tierpark Hellabrunn wirkt eine künstliche Anlage aus Beton wie eine natürliche Felslandschaft aus Nagelfluh. Die Erweiterung und Umgestaltung des Eisbärengeheges ließ sich mit Transport- und Stampfbeton von Heidelberger Beton täuschend echt gestalten.

Die bisherige Eisbärenanlage im Münchner Tierpark stammt aus dem Jahr 1975 und sollte in ihrer Kantigkeit an die kristalline Struktur der Eisberge in der Arktis und Antarktis erinnern. Das ursprüngliche Gehege wies eine Größe von 960 Quadratmetern inklusive der Wasserflächen und Mutter-Kind-Gehege auf. Nun verfügt die stark erweiterte Anlage über fast dreimal so viel Fläche.

Ein zoologischer Garten muss Anforderungen an eine moderne Tierhaltung erfüllen. Bei einer Sanierung ist auch das Erscheinungsbild Thema, denn ein natürlicher Auftritt kommt den geänderten Sehgewohnheiten der Besucher entgegen. So entschied man sich in München, auf die geologische Situation an der Hangkante der Isar einzugehen und die Bauten in Nagelfluh-Optik auszuführen. Außerdem stimmte man die Gestaltung des neuen Freigeländes ganz auf diese Gesteinsart ab. Für eine massive Sichtbarriere vor den rückwärtigen Sicherungseinrichtungen entwickelte ein Team um das Landschaftsarchitekturbüro Teutsch Ritz Rebmann in enger Absprache mit Dr. Robert Lukas von der BLG Betonlieferungsgesellschaft eine Lösung: Mit Stampfbeton nach römischem Vorbild ließ sich die gewünschte Optik realisieren.

Für ein möglichst natürliches Resultat fanden gemeinsam mit der Betotech München Laborversuche zur Einstellung der Eigenschaften sowie zur Einfärbung mit Pigmenten statt. Insgesamt lieferte die BLG München rund 50 Kubikmeter erdfeuchten Stampfbeton. Dieser wurde vor Ort nochmals im Freifallmischer aufgemischt und mit Farbpigmenten in jeweils unterschiedlichen Dosiermengen eingefärbt.

Der Stampfbeton wurde schichtweise in die Schalung eingebracht und mit Hilfe von Stampfern verdichtet. Aufgrund der Strenge des Stampfbetons konnte die Mauer zeitnah wieder ausgeschalt werden, so dass die noch weiche und plastische Betonoberfläche weitermodelliert werden konnte.

Eisbär
Die Eisbären von Hellabrunn genießen die wiedereröffnete Fels- und Eislandschaft. // Foto: HeidelbergCement/Fuchs
 
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