Technik

Zemmmlers Doppeltrommel siebt effektiver

Die radmobile Doppeltrommelsiebanlage Zemmler Multi Screen MS 2001, die seit Herbst 2010 die neue Typenbezeichnung MS 4200 trägt, füllt laut Aussage des Herstellers eine Nische bei den Trommelsiebanlagen. Denn, so Zemmler, siebt sie durch ihre Doppeltrommel mit einer Leistung von bis zu 150 Kubikmetern in der Stunde trennscharf in drei Fraktionen.

Sie „schluckt“ unterschiedlichste Materialien wie Erde, Sande, Kies, Kompost, Holzhackschnitzel, Bauabfall, Recyclingmaterial, Schlacken, Schotter und Steine. Durch die stabile Innentrommel kann die Außentrommel mit Drahtsiebbelägen bespannt werden. Dadurch steht eine größere effektive Siebfläche zur Verfügung. Bei gleicher Durchlassoberfläche des Siebes genügt eine kürzere Trommel. Dies ermöglicht eine kompakte Bauweise. Ein weiterer Vorteil der Drahtsiebe sind die vielfältigen Maschengrößen, die bei zwei Millimetern beginnen und bis 80 reichen. Bei den Maschenformen stehen Quadrat-, Lang- und Harfenmaschen zur Auswahl. Die feinen Siebmaschen und die hohe Leistung der Multi Screen MS 4200 waren für die Servator GmbH aus Freigericht-Altenmittlau kaufentscheidend.

Eine runde Sache: der Blick in die Trommel.
Eine runde Sache: der Blick in die Trommel.

Servator bereitet Kalk als Düngemittel auf. Die hohen Anforderungen nach Düngemittelverkehrsordnung bedürfen einer feinen Masche und trennscharfer Siebung. Um der festgeschriebenen Reinheit gerecht zu werden, wird mit einer Drei-Millimeter-Harfenmasche gesiebt. Die Verunreinigung darf dabei drei Prozent nicht überschreiten. Ermöglicht wird das durch die Drahtsiebbeläge und das Prinzip der Doppeltrommel. Das kalkhaltige Material wird durch die Innentrommel gleichmäßig in der Trommel verteilt und permanent verwirbelt. Das Siebgut wird großflächiger auf dem Sieb verteilt, die Verweilzeit des Kalks auf der Oberfläche verlängert sich und das Sieb wird effektiver genutzt.

Durch die längere Verweilzeit und die  Bewegung des bindigen Materials auf dem Sieb wird eine feinere Absiebung erreicht als bei Siebdeckern mit vergleichbarer Maschenweite. Zudem wird das Verkleben des Außensiebes durch die aktive Reinigungsbürste vermieden. Diese hat einen eigenen Antrieb und dreht sich schneller als die Doppeltrommel, wobei die Bürste in die Harfenmasche greift und diese ausbürstet. Bei erdfeuchtem und bindigem Material, wie es bei der Servator GmbH verarbeitet wird, gewährt die Reinigungsbürste eine trennscharfe, saubere Siebung sowie eine kontinuierliche Leistung.

Die Zusammensetzung des kalkhaltigen Ausgangsmaterials erfordert die Fraktionierung in drei Bestandteile, die Servator nach eigener Aussage nur mit der Zemmler Multi Screen MS 4200 (ehemals 2100) realisieren konnte. „Eine gute Absiebung der Grobfraktion ist wichtig, da große Steine im Material vorhanden sind“, sagte ein Mitarbeiter  von Servator. Diese grobe Absiebung geschieht in der robusten Innentrommel. So werden größere Steine ausgesiebt und von der feinen Masche des Außensiebes ferngehalten. Das so geschützte Außensieb fraktioniert das Düngemittel in einen Feinanteil, der mittels schnelllaufendem Flexowellgurt ausgetragen wird. Die übrigen Bestandteile der Mittelfraktion werden über das verlängerte Haldenband, ebenfalls mit schnelllaufenden Flexowellgurt ausgestattet, in eine Combi Screen ML 2000 S geleitet und weiter aufbereitet.

„Wir nutzen die Multi Screen mindestens 1200 Stunden im Jahr und sie bewährt sich“,  weiß man bei Servator. Diese hohe Arbeitsleistung erfordert planmäßige Wartungsmaßnahmen. So wird von Zemmler ein kompletter Kundenservice und ein 24-Stunden-Ersatzteilversand für alle Doppeltrommelsiebanlagen auch der Hersteller Vedbysonder Maskinfabrik, Svedala und Ellegaard angeboten.

Eine Gewinnungsstätte, eine Siebanlage und drei sauber getrennte Fraktionen.
Eine Gewinnungsstätte, eine Siebanlage und drei sauber getrennte Fraktionen.
 
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