Technik

BHS-Mischer machen Entsorgung von Feuerraumasche sicher

Für das neue Kraftwerk in Eemshaven/Niederlande und die neuen Blöcke D und E des Kraftwerks Westfalen liefert BHS-Sonthofen insgesamt sechs Einwellen-Durchlaufmischer, die die Feuerraumasche befeuchten. Mit ihnen stellt RWE sicher, dass die Umwelt bei Lagerung, Verladung und Transport der Asche nicht mit Staub belastet wird. Die Mischer, die mit dem Austragesystem Rotex des Anlagenbauers altmayerBTD kombiniert werden, haben jeweils eine Kapazität von 100 Tonnen Asche pro Stunde.

altmayerBTD liefert vollständige Anlagen für die RWE Power AG. Um eine sichere Entsorgung der Feuerraumasche zu gewährleis­ten, hat der Anlagenbauer aus Rehlingen bei BHS-Sonthofen vier Einwellen-Durchlaufmischer vom Typ MFKG 0728 für das neue Kraftwerk in Eemshaven sowie zwei Mischer für die neuen Blöcke D und E des Kraftwerks in Westfalen in Auftrag gegeben.

Staubpartikel binden

Sie befeuchten die vorher auf etwa 100 Grad Celsius gekühlte Feuerraumasche und vermeiden so, dass bei Handling und Lagerung Staub freigesetzt wird. Das Wasser bindet die Staubpartikel, sodass die Asche transportiert und weiterverarbeitet werden kann, ohne die Umwelt mit Staubemissionen zu belas­ten. Eine Besonderheit der Systeme von BHS ist der pulsierende Gummitrog des Mischers. Er verhindert, dass sich an der Innenwand Anbackungen von ausgehärtetem Mischgut bilden, denn durch das ständige Vibrieren reinigt sich der Mischer während des Betriebes fortlaufend selbst. Da die Mischwerkzeuge sich unter allen Betriebsbedingungen frei drehen, benötigen die Mischer weniger Energie als vergleichbare Anlagen und geringeren Wartungsaufwand.

Das Mischgut wird bei den hohen Drehzahlen, für die die Maschinen ausgelegt sind, so beschleunigt, dass sich im Inneren des Mischers ein hochturbulenter Materialring bildet. Aufgrund der Scherwirkung in der Strömung werden Asche und Wasser dabei so intensiv durchmischt, dass keine „trockenen Nester“ entstehen. Außerdem ist die Mischzeit im Vergleich zu anderen Mischsystemen wesentlich kürzer – ein weiterer Faktor, der erheblich zur Energieeffizienz beiträgt.

Der kompakte Einwellen-Durchlaufmischer Typ MFKG, hier mit optionaler Wasserregelstrecke zur verbesserten Wasserdosierung, lässt sich leicht in Anlagen integrieren.
Der kompakte Einwellen-Durchlaufmischer Typ MFKG, hier mit optionaler Wasserregelstrecke zur verbesserten Wasserdosierung, lässt sich leicht in Anlagen integrieren.

Keine „Staubnester“

Ernst Kirsch, der Projektleiter von altmayerBTD, sieht hohen Nutzen für seinen Kunden: „Für uns war ausschlaggebend, dass die Mischer von BHS-Sonthofen die Asche homogen und effizient befeuchten. In vielen gemeinsamen Projekten haben wir gesehen, dass sich in den BHS-Mischern keine Staubnester bilden. Außerdem stellen sowohl der Selbstreinigungseffekt des Gummitroges als auch der geringe Energiebedarf der Mischer weitere Vorteile für unseren Kunden RWE Power dar.“

Spezielle Spiraldüsen, die einen großflächigen, fein verteilten Sprühnebel erzeugen, benetzen das Aufgabegut bereits im Einlaufschacht optimal. So entstehen zum einen keine Staubnester, zum anderen benötigt der Mischer wenig Wasser: Der Wasseranteil des Endproduktes kann optimal auf das materialspezifische Minimum eingestellt werden – dadurch reduzieren sich das Gewicht des zu entsorgenden Materials und in der Folge die Kosten für die Entsorgung.

Die Lieferung der Mischer an altmayerBTD kam Anfang 2011; die neuen Blöcke des Kraftwerks Westfalen sollen 2012 ans Netz gehen. Das Kraftwerk in Eemshaven wird voraussichtlich 2013 in Betrieb genommen.

Die Mischwerkzeuge drehen sich im selbstreinigenden Gummitrog ungehindert.
Die Mischwerkzeuge drehen sich im selbstreinigenden Gummitrog ungehindert.
 
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