MIRO kritisiert designierten EU-Kommissar

Antonio Tajani, designierter EU-Kommissar für Industrie, ließ während seiner Anhörung im Europäischen Parlament vermissen, wie er in den nächsten fünf Jahren verbesserte gesetzliche Rahmenbedingungen für die Rohstoffsicherung schaffen will. Zudem machte Tajani deutlich, dass er der Umweltgesetzgebung in seinem Ressort einen höheren Stellenwert einräumen möchte. Der Bundesverband Mineralische Rohstoffe Miro befürchtet ebenso wie BKS-Präsident Michael Schulz, dass so die vom noch amtierenden Kommissar Günter Verheugen eingeschlagene Linie der Industriepolitik verlassen werden könnte, Verheugen hatte auf eine langfristige Sicherung der Rohstoffversorgung gesetzt. Miro-Hauptgeschäftsführer Prof. Ulrich Hahn sagte, Tajani dürfe nicht vergessen, dass sich die künftige Industriepolitik nicht vorrangig am Umweltrecht ausrichten, sondern die Belange der Unternehmen erfassen solle, sonst sei er besser für das Amt des Umweltkommissars geeignet.