Neue Studie zur CCS-Technologie

Abscheidung, Transport und Speicherung von CO2 benötigen staatliche Anschubfinanzierungen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen McKinsey-Stu-die zu „Carbon Capture and Storage“ (CCS). Demnach erfordern die von der EU-Kommission bis 2015 angestrebten zwölf Versuchsanlagen Beihilfen in Höhe von rund zehn Milliarden Euro. Jedes Versuchsvorhaben, so die Autoren, habe eine Finanzierungsiücke von 500 Millionen bis 1,1 Milliarden Euro, die Projekte seien zwei- bis dreimal teurer als normale Kraftwerke. In der Versuchsphase der CCS-Projekte würde der CO2-Preis bei 60 bis 90 Euro je Tonne liegen. Wenn die Technologie erprobt und im industriellen Maßstab einsetzbar sei, könnte dieser Preis auf 30 bis 45 Euro pro Tonne sinken und demnach die „saubere“ Kohle bereits ab dem Jahr 2030 wirtschaftlich machen.

Unter diesen Vorzeichen könnte sich die Finanzierung von CCS-Kraftwerken selbst tragen, schreiben die Berater. Niedrigere Vermeidungskosten seien möglich, wenn die Technologie in globalem Maßstab vorangetrieben würde. Dem Klima käme das zugute: Laut McKinsey könnte Europa schon 2030 ein Fünftel seiner jährlichen Emissionen durch CCS-Kraftwerke vermeiden. Dafür müssten 80 bis 120 CCS-Projekte verwirklicht werden.

Derzeit beraten die EU-Staaten und das EU-Parlament noch über eine CCS-Richtlinie. Im Richtlinienvorschlag ist die Frage der Finanzförderung jedoch ausgeklammert. Die Studie steht zum Download unter www.mckinsey.com bereit