HANNOVER MESSE 2008, 21. bis 25. April

Töpfer fordert Quantensprung bei der Energieeffizienz

2008 ist ein Schlüsseljahr für die internationale Energiewirtschaft. Klimaschutz, steigender Energiebedarf und knapper werdende fossile Ressourcen stellen Volkswirtschaften weltweit vor die Aufgabe, Kraftwerke und Netze neu auszurichten. Auf dem 3. World Energy Dialogue (WED) stellen sich am 22. und 23. April auf der HANNOVER MESSE in Halle 27 die Spitzen der Energiewirtschaft und hochrangige Vertreter der Politik dieser Debatte. Unter dem Leitthema „Kraftwerke und Netze der Zukunft“ wird konkret diskutiert, was innovative Kraftwerkskonzepte und intelligente Netzstrukturen für die wirtschaftliche Entwicklung und den Klimaschutz leisten können.

Klimaexperte Professor Dr. Klaus Töpfer, Chairman des WED, sagt: „Wirtschaftliche und ökologische Zwänge machen einen Quantensprung bei der Steigerung der Energieeffizienz weltweit zwingend erforderlich. Diese Notwendigkeit muss sich auf alle Glieder der Energieversorgungskette beziehen. Die Effizienz von Kraftwerken ist gerade von deutschen Unternehmen entscheidend vorangetrieben worden. Die gezielte Erhöhung der Kraft-Wärme-Kopplung oder auch der effiziente Ausbau der noch in der Entwicklung befindlichen CCS-Technik müssen diesen Prozess weiter tragen. Gleichzeitig ist europaweit in neue Energienetze zu investieren, die die Aufnahme von dezentral erzeugter Energie möglich und sinnvoll machen.“

Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), weist darauf hin, dass der Umbau der Energieversorgung nicht nur eine technologische Herausforderung ist: „Ambitionierte Ziele für die Reduktion von Treibhausgasen und den Ausbau der erneuerbaren Energien sind die richtige Antwort auf Zukunftsfragen wie Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung. Deutschland geht auch hier vorbildlich voran. Jetzt kommt es darauf an, dass Politik und Wirtschaft die notwendigen Maßnahmen sehr entschlossen umsetzen und in der Öffentlichkeit breite Akzeptanz dafür schaffen. Sonst drohen empfindliche Verzögerungen beim Bau neuer Kraftwerke und Leitungen.“

Nachdem vom WED 2007 bereits richtungweisende Impulse zur signifikanten Steigerung der Energieeffizienz ausgingen, drängen die rasanten Entwicklungen der Roh Stoff markte zu innovativen Kraftwerkslösungen und tragfähigen Energiepartnerschaften. Auf der HANNOVER MESSE werden sämtliche Energietechnologien aus den Bereichen Erzeugung, Versorgung, Übertragung und Verteilung sowohl der konventionellen als auch der regenerativen Energien gezeigt. Die HANNOVER MESSE vereint in diesem Jahr erstmals drei Energieleitmessen: Energy, Power Plant Technology und Pipeline Technology.

Weitere Informationen sowie das aktuelle Programm finden Sie im Internet unter: www.world-energy-dialogue.de