Phoenix: Jubiläum und jede Menge Rekorde

Zahlreiche Projekte unterstreichen die klare internationale Marktführerschaft von Phoenix Conveyor Belt Systems auf dem Gebiet der Entwicklung und Fertigung höchstfester Fördergurte. Das Unternehmen präsentiert sich auf der Bauma in Halle C2 an Stand 235. Hier wird auch ein Jubiläum gefeiert: Vor einem halben Jahrhundert hat Phoenix den vielfachen Weltrekordhalter Phoenocord entwickelt. Entscheidenden Anteil an der Entwicklung der Fördergurttechnik hat Phoenix schon seit einem Jahrhundert.

Ein Beispiel für die Leistungsfähigkeit des Phoenocord ist der längste Fördergurt ohne Zwischenantriebe. Er fördert Kalkstein über mehr als 17 Kilometer durch ein Sumpfgebiet von Indien nach Bangladesch. Dabei überspannt der von Phoenix hergestellte Phoenocord-Gurt nicht nur eine Staatsgrenze, sondern auch Berge, Flüsse, Landstraßen und Reisfelder. Damit er dabei vor Springfluten und der Vegetation geschützt ist und das Leben von Mensch und Tier nicht beeinträchtigt, verläuft er in fünf bis zehn Metern über dem Boden. Um ihn dort oben warten zu können, wird auf jeder Staatsseite ein Instandhaltungsfahrzeug eingesetzt.

Die von Larsen & Toubro gebaute Anlage fördert stündlich 800 Tonnen Kalkstein und Schiefer in ein zur Lafarge-Gruppe gehörendes Zementwerk. Um die weite Strecke zu überbrücken, wurden die Stützpfosten so weit wie nur möglich von einander entfernt aufgestellt. Zusätzlich wurden zwölf Brücken gebaut, von denen aus der Fördergurt und das Instandhaltungsfahrzeug in luftiger Höhe erreicht werden können. Auf der Strecke überbrückt der Fördergurt 1,5 Kilometer Gebirge, bewältigt Steigungen bis zu 14 Prozent und ist Windgeschwindigkeiten nahe 200 km/h ausgesetzt. Und während des Monsuns fällt schon mal fast ein Meter Regen pro Quadratmeter und Tag.

Entwickelt hat Phoenix den Phoenocord vor einem halben Jahrhundert. Seine Premiere hatte er 1956 bei der Rheinischen Braunkohle. Hohe Bruchkraft und geringe Dehnung für hohe Förderleistungen sind seine herausragenden Eigenschaften, mit denen er sich seither am Markt durchgesetzt hat. Mit der Einführung der Stahlseil-Fördergurte wurde es möglich, kilometerlange Strecken zu überbrücken. Damit es nicht zu ebenfalls kilometerlangen Schlitzungen kommt, wenn ein Fremdkörper den Gurt durchschlägt und in der Förderanlage verklemmt, hat Phoenix das Phoenotec-Schutzsystem konstruiert, das den Phoenocord auszeichnet. Es besteht aus hochdehnungsfähigen Quercorden, die rechtwinklig zu den Zugträgerseilen in den Deckplattengummi einvulkanisiert sind und den Widerstand gegen Aufschlagschäden und Schlitzungen auf das Dreifache erhöhen. Mit korrosionsschützender Zinkauflage und Kerngummi, der die Stahlseile komplett ausfüllt, sind Standzeiten von über 20 Jahren keine Seltenheit mehr.

Die steigenden Förderdistanzen erfordern immer dickere und enger aneinander gelegte Seile. Der stärkste Stahlseil-Fördergurt im Jahre 1970 war ein St 4000 (Bruchkraft 4000 N/mm Gurtbreite), während der aktuelle Rekord ein Phoenocord St 7800 ist. 

www.phoenix-conveyor-belts.com

Halle C2, Stand 235

Der Phoenocord-Gurt überspannt Berge, Flüsse, Landstraßen und Reisfelder
Der Phoenocord-Gurt überspannt Berge, Flüsse, Landstraßen und Reisfelder
Aufbau des Phoenocord-Gurtes
Aufbau des Phoenocord-Gurtes