Lincoln: Zentralschmierung bietet Vorteile

Die traditionelle Methode des Abschmierens von Reibstellen besteht darin, manuell mit einer Fettpresse jeden einzelnen Schmierpunkt zu erreichen. Dabei ist es oft ein schwieriges und zeitraubendes Unterfangen, alle Schmierstellen zu erreichen und mit der richtigen Menge an Schmierstoff zu versorgen. Ein „zuviel“ führt nicht nur zu einer erhöhten Belastung innerhalb der Reibstelle sondern auch zu einem erhöhten Verbrauch und verunreinigt außerdem die Maschine oder Anlage. Ein „zu wenig“ kann schnell zu Lagerschäden und Maschinenausfall führen.

Die richtige und optimale Lösung für eine 100%-Schmierung heißt deshalb heute „Automatische Zentralschmierung“. Zentralschmieranlagen sorgen dafür, dass alle vorhandenen Schmierpunkte gleichmäßig und in genau festgelegten Zeitabständen, mit einer definierten Schmierstoffmenge versorgt werden. Der Schmierstoff wird dabei von einer pneumatisch oder elektrisch betätigten Pumpe über Schmierstoffleitungen und nachgeschaltete sogenannte Progressiv-Schmierstoffverteiler an die zu versorgenden Reibstellen gefördert.

Anders als bei der traditionellen Schmierung jeder einzelnen Schmierstelle von Hand gibt es also kein „zu viel“ oder „zu wenig“ an Schmierstoffauftrag. Durch die optimale Anpassung des Schmierstoffbedarfs verringert sich außerdem der Verbrauch an Schmierstoff – nicht nur ein Kosten-, sondern auch ein Umweltaspekt.

Ist die Fettpresse deshalb „out“? Nein, keineswegs! Moderne Fettpressen mit Akku-Antrieb bieten eine kostengünstige Möglichkeit, eine erste Form von Zentralschmierung zu erreichen. In dieser ersten Stufe werden mehrere Schmierstellen über Progressiv-Schmierstoffverteiler zusammengefasst und von einem Punkt aus mit Schmierstoff versorgt.

Hat sich diese „Schmieranlage“ bewährt, kann in einem weiteren Schritt eine Schmierpumpe angeschlossen werden, um eine automatische Zentralschmierversorgung zu übernehmen. Hierzu bietet Lincoln Systeme in Modulbauweise an, bei denen nachträglich eine Schmierpumpe für eine automatische Zentralschmierversorgung angeschlossen werden kann.

Das richtige Fett

Ein wichtiger Faktor ist auch die Auswahl des richtigen Schmierstoffs. In vielen Fällen bietet hochviskoses Fett der NLGI-Klasse 2 die beste Lösung. Fett bildet im Gegensatz zu Fließfett einen Fettkragen um das zu schmierende Lager und verhindert so das Eindringen von Schmutzpartikeln oder Wasser. Das Fett verbleibt auch bei hohen Temperaturen und trotz hoher Erschütterungen oder Vibrationen im Lager. Diese Eigenschaften von Fett sind umso wichtiger, wenn Maschinen in rauer Umgebung im Einsatz sind.

Bei Fetten der Klasse 2 ist der Schmierstoffverbrauch generell geringer als bei Fließfetten. In einigen Fällen wurde ein bis zu dreimal höherer Verbrauch im Vergleich zu Fett gemessen.

Auch bei hohen Temperaturen tropft Fett nicht auf den Boden – ein wichtiger Aspekt für die Umwelt und auch für die Arbeitssicherheit.

Bei der Schmierung von Ketten wird allgemein Öl verwendet, da Öl sich gut auf der Kette verteilt und auch die innen liegenden Bolzen erreicht. Bei der Verwendung von Öl als Schmiermittel ist es außerordentlich wichtig, eine genaue Dosierung zu erreichen, um die Risiken durch „zu viel“ aufgetragenes Öl zu minimieren. Das gilt natürlich besonders bei einem Einsatz mobiler Maschinen im Feld.

www.lincoln.com

Freigelände F8, Stand 806

Modulsystem zum Aufbau einer Zentralschmierung
Modulsystem zum Aufbau einer Zentralschmierung