BBS fordert Planungssicherheit beim Abbau mineralischer Rohstoffe

Rohstoffstudie der Bundesregierung blendet Planungsrecht aus

Die 5900 Betriebe der Baustoffe-, Steine- und Erden-Industrie sorgen für die permanente Verfügbarkeit von mineralischen Rohstoffen in Deutschland. Pro Jahr werden rund 600 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe produziert. „Daher stimmen wir zwar mit der Bundesregierung in ihrer Rohstoffstudie prinzipiell überein, dass wir hier derzeit keine Knappheit haben. Wir warnen jedoch vor so genannter relativer Knappheit, da Abbaustellen häufig von Überplanungen bedroht sind und schlimmstenfalls auf Jahrzehnte hin nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagte BBS-Präsident Dr.-Ing. Gernot Schaefer.

Der Bundeswirtschaftsminister betonte anlässlich der Veröffentlichung der Rohstoffstudie, dass die Rohstoffversorgung eine wichtige Herausforderung für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sei. Gemeinsam mit der Wirtschaft wolle man daher die rohstoffpolitischen Rahmenbedingungen verbessern. „Wir nehmen den Bundeswirtschaftsminister beim Wort und schlagen einen Dialog über die gleichberechtigte Berücksichtigung der Baustoffe-, Steine- und Erden-Industrie bei der Ausweisung von Abbauflächen vor“, betonte Dr.-Ing. Gernot Schaefer. Während die konkurrierenden Flächennutzungen wie Landwirtschaft, Wohnen, Naturschutz etc. gesetzlich verankert sind, müssten die abbauenden Unter-nehmen häufig über viele Jahre verhandeln. Schaefer: „Dabei nehmen wir für den Abbau lediglich 0,006 Prozent der Fläche Deutschlands in Anspruch.“ Er fordert daher die Bundesregierung auf, den Rohstoffabbau gleichwertig mit den Interessen der Landwirtschaft, des Naturschutzes und des Wohnens zu berücksichtigen.

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