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Putzmeister-Feuerwerk auf der Intermat 2006

Im Vordergrund der Putzmeister-Neuentwicklungen stand das Umsetzen von Kundenwünsche nach vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, nach flexiblem Anpassen an die unterschiedlichen Baustellensituationen und nach kompakten Abmessungen der Maschinen.

Mit dem neuen Typ M 20-4 ZR hat Putzmeister eine Autobetonpumpe auf kurzem 2-Achs-Chassis entwickelt, die sich selbst auf engstem Raum noch einsetzen lässt. Besonders auffallend an der Maschine ist der 4-fach gefaltete Betonverteilermast in „Z-Roll“-Faltung. Das Prinzip der Mastfaltung und die geringe Fahrzeughöhe von nur 3,33 m lässt leicht erkennen, für welche Betonieraufgaben der neue M 20-4 konzipiert wurde. Es sind vor allem Baustellen, die bisher nicht mit herkömmlichen Autobetonpumpen bedient werden konnten. Beispielsweise enge Hinterhöfe von Wohn- und Gewerbegebieten sowie Räume mit weniger als 4 m Höhe. Und es sind Bau- und Sanierungsvorhaben in niedrigen Hallen, Tunneln oder Unterführungen. Selbstverständlich lassen sich genauso gut auch „normale“ Baustellen bedienen. Als „Rohrbrücke“ reicht der 20-Meter-Mast beispielsweise bequem bis ins 6. Stockwerk (bei üblicher Geschoßhöhe von ca. 2,7 m).

Lediglich 3,9 m beträgt beim neuen  „Vierling“ M 20 ZR die Ausfalthöhe. Neben dem speziell entwickelten Verteilermast berücksichtigt auch der neu konzipierte Unterbau die neuesten Erkenntnisse beim gewichtsoptimierten Stahlbau. Bei einer vorderen Abstützbreite von nur ca. 3,4 m (hinten innerhalb der Fahrzeugbreite von 2,5 m), lässt sich die kompakte Autobetonpumpe sogar in schmalen Durchfahren abstützen und ausfalten. Kurz - der Platzbedarf zum Aufstellen des M 20-4 ist nicht größer als die Fläche, die die Maschine bei geöffneten Fahrerhaustüren einnimmt.

Der äußerst flexible Betonverteilermast verfügt serienmäßig über eine 125 mm Förderleitung in besonders verschleißfester, 2-lagigen Ausführung . Als Kernpumpe empfiehlt Putzmeister ein Aggregat mit 1.400 mm Hub und 230 mm Förderzylinder-Durchmesser, das für Fördermengen bis 90 m3/h bzw. Pumpdrücke bis 78 bar ausgelegt ist.

Bei einem zulässigen Gesamtgewicht des 2-Achs-Chassis von unter 18 t und einem tatsächlichen Leergewicht (fahrzeugabhängig) von ca. 15 t, verfügt der M 20-4 ZR noch über erhebliche Gewichtsreserven. Das ermöglicht dem kleinen "Vierling" das Mitführen von Schläuchen und Rohren, was den Arbeitsbereich der Maschine noch zusätzlichen erweitert.





Der neueste „Fünfling“ in der 40-Meter-Klasse

Auf der Intermat vorgestellt wird auch die neue Autobetonpumpe M 42-5, deren Auslieferung bereits im Oktober 2005 begonnen hat. Die Resonanz auf den äußerst kompakt gebauten Betonverteilermast mit fünf flexiblen und relativ kurzen Armsegmenten ist im In- und Ausland äußerst positiv. Denn der „Kleine“ in der 40-Meter-Klasse zeigt Größe und ein Höchstmaß an Flexibilität auf Baustellen. Und zwar vor allem dann, wenn nur wenig Platz zur Verfügung steht.

Mit dem M 42-5 ergänzt PM das bisher in diesem Marktsegment äußerst erfolgreiche Modell M 42-4. Dieser Verteilermasttyp wurde erstmals 1997 vorgestellt und wird weiterhin im Programm bleiben. Der Schritt vom „Vierling“ zum „Fünfling“ erfordert ein zusätzliches Mastgelenk, was konstruktionsbedingt weiteres Gewicht mit sich bringt. Umso mehr erstaunt es, dass es gelang, das Gesamtgewicht des kompakten 4-Achsers unter 33 t zu halten.





Der Große in der 40-Meter-Klasse

Auch bei der Entwicklung des kompakten M 47-“Fünflings“, des „großen Bruders“ des M 42-5, hat Putzmeister die Wünsche der Pumpenbetreiber in besonderem Maße berücksichtigt:

  • kurze Gesamtlänge – damit wendig im Straßenverkehr und auf der Baustelle
  • geringst mögliche Stützbreite und minimaler Flächenbedarf durch diagonale Abstützung
  • flexible und baustellengerechte Mastfaltung.

Auch beim M 47-5 RZ gelang es Putzmeister, die Gesamtlänge der Autobetonpumpe unter 12 m zu halten, d.h. für den Betrieb der Maschine wird keine Ausnahmegenehmigung benötigt. Die kurze Baulänge bringt jedoch auch jenseits der gesetzlichen Auflagen eindeutige Vorteile, z.B. wird die Wendigkeit im Stadtverkehr verbessert, das Befahren kurvenreicher Landstraßen erleichtert und auch das Rangieren auf Baustellen ist einfacher. Unterstützt wird dieses Plus an Beweglichkeit noch durch den günstigen Radstand von 6,1 m.

Kombinieren lassen sich die neuen Verteilermastypen mit einer Vielzahl praxisgerechter Austattungsoptionen. Den Wert dieser Extras wird jeder schätzen, der Betonpumpen bedient und die Betriebskosten im Blick behalten will.





OSS reduziert Abstützfläche und gibt Sicherheit

Dazu zählt beispielsweise das OSS-System („One Side Support“), das es dem Maschinisten erlaubt, seine Autobetonpumpe einseitig (d.h. schmal) abgestützt aufzubauen und sicher zu betreiben. Aufgrund der so verringerten Abstützflächen kann ein Pumpendienst oft auch noch die Aufträge annehmen, die sonst wegen mangelnder Stellfläche nicht mit Auslegerpumpen hätten bedient werden können.





EBC-Steuerung

Die EBC-Steuerung („Ergonic Boom Control“) erlaubt u.a. die Bedienung von Betonverteilermasten mit nur einem Joystick. Ein wesentlicher Vorteil des EBC-Systems besteht in der aktiven Dämpfung von Mastschwingungen und im Beibehalten einer annähernd konstanten Höhe des Endschlauchs über der Schalung während der Betonage.

Da es im EBC-Modus nicht mehr erforderlich ist, dass Betonpumpenmaschinisten den Bewegungen ihres Verteilermastes per Fernbedienung gegensteuern und die Fördermenge zurücknehmen, sind bei EBC-Maschinen auch höhere effektive Einbaumengen möglich, vor allem beim Pumpen steifer Betone oder bei ungünstiger Maststellung.

 

www.putzmeister.de



Autobetonpumpe
Der große Arbeitsbereich des Verteilermastes und die
geringe Abstützfläche sind typische Merkmale des Putzmeister M 47-5.


Betonpumpe zwischen Häusern
Das Beispiel zeigt deutlich, unter welch
beengten Platzverhältnissen (z.B. in Durchfahrten,
Hinterhöfen etc.) man mit dem Betonverteilermast
M 20-4 arbeiten kann.


Skizze
Eine extrem niedrige Ausfalthöhe und ein respektabler Arbeitsbereich
sind die Stärken des neuen Putzmeister M 20-4 beim Betonieren in niedrigen Hallen,
Tunneln oder Unterführungen.




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