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[Die Industrie der Steine + Erden]






Terex Atlas startet Serienproduktion der neuen Raupenbagger

Ist Deutschland als industrieller Produktions-standort zu teuer und unattraktiv? Der internationale Terex-Konzern, immerhin drittgrößter Baumaschinenhersteller der Welt, sieht das anders: In Ganderkesee wurde jetzt die Serienfertigung einer komplett neu konstruierten Raupenbagger-Reihe aufgenommen. Das Programm um fasst sechs Modelle zwischen 21 bis 36 t Einsatzgewicht. Aus dem deutschen Werk sollen 2006 schon 300 - 400 Einheiten auf den Markt rollen, die Jahresproduktion dann kontinuierlich auf bis zu 1.000 Raupenbagger gesteigert werden.

Langjährige Überlegungen und genaue Marktstudien gingen den neuen Raupenbaggern voraus. In 2001 – nach der Übernahme von Atlas Weyhausen durch Terex – traten die Überlegungen in ein konkretes Planungsstadium. Grundgedanke war es, eine Lücke im Terex-Programm zu schließen.

Die neuen Raupenbagger sollen eine komplett neue Baureihe in der Klasse von 21 bis 36 t bilden. Zu den Vorgaben an die Konstrukteure gehörten

  • wettbewerbsfähiges Preis-/Leistungsverhältnis
  • Erfüllung neuester Abgasnormen nach Tier III
  • eine besonders feinfühlige Hydraulik
  • günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis für den Betreiber, unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit im täglichen Einsatz.

Die Hydraulik wurde gemeinsam mit Rexroth entwickelt. Man entschied sich für ein neues Zweikreis-Hydrauliksystem auf der Basis des Positiv Control Systems bei dem die Menge des Hydraulikölflusses gezielt entsprechend des jeweiligen Kraftbedarfs abgefordert wird. Die Vorteile liegen hier in der hohen Feinfühligkeit bei den Arbeitsbewegungen und dem  kraftstoffsparenden Betrieb. Dazu ist dieses Hydrauliksystem besonders wartungsarm. Bei den späteren Praxistests zeigten sich die Fahrer von dieser Hydraulik begeistert. Bei den  Betriebsarten griff man auf das, schon bei den Mobilbaggern  bewährte, selbst entwickelte AEM System zurück.

Generell wurde großes Augenmerk auf die Wartungsfreundlichkeit der Maschine gelegt, um auch hier für den Betreiber Zeit- und Kostenvorteile zu gewährleisten. Auch Details wurden nicht vergessen. So ist der Werkzeugkasten nicht nur leicht zugänglich, sondern auch besonders geräumig.

Nachdem auch die Testphasen im praxisgerechten Baustelleneinsatz erfolgreich abgeschlossen wurden – hierbei waren als Minimum 500 Stunden bei Einsätzen unter schwersten Bedingungen gefordert – fiel die Entscheidung für den Produktionsstandort Ganderkesee aufgrund der langjährigen Erfahrung im Baggerbau und dem qualifizierten Fachpersonal sowie die entsprechende Klasse der Produktionsstraßen.

Eine von Terex initiierte „Lean Prozessoptimierung“ dient der weiteren Steigerung der Wertschöpfung. Dazu gehört, dass die Zulieferer Komponenten und andere Materialien für den schnellen Zugriff vorsortiert in der Produktion – teilweise dort sogar direkt an die Arbeitsplätze – anliefern.

Den weltweiten Raupenbaggermarkt in der Klasse von 20 bis 35 t beziffert Georg Pälmke, Geschäftsführer von Terex Atlas, auf rund 60.000 Einheiten, wovon etwa die Hälfte in China abgesetzt wird. Haupteinsatzbereich ist der „klassische Massenaushub“ im Erdbau.

„Für uns liegt das Hauptgewicht auf Europa und wir sind durchaus optimistisch, dass die neuen Raupenbagger dort erfolgreich im Markt bestehen werden. Technisch brauchen wir keinen Vergleich zu scheuen, im Gegenteil“, betont Pälmke. Dazu ergänzt John Rotherford, Sales and Marketing Director der Terex Heavy Construction Group: „Hochwertige Raupen in der Klasse von 20 bis 35 t haben uns bisher gefehlt. Mit der neuen Modellreihe wird unser Anspruch als Full Liner zu gelten nochmals deutlich unterstrichen.“

 

www.atlas-terex.de



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Der neue Terex TC210 LC. Tieflöffel stehen in den Größen von 0,43 bis 1,37 m3 zur Verfügung.




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