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49. Beton-Tage mit internationaler Rekordbeteiligung: Faszination Beton - Facetten eines Baustoffs

Vom 15. bis 17. Februar fanden im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm die 49. Beton-Tage statt. Mit 1.600 Teilnehmern unterstrich die Veranstaltung wieder einmal ihre herausragende Bedeutung für die internationale Beton- und Fertigteil-Industrie. Besonders bemerkenswert war die Resonanz durch ausländische Kongressbesucher, etwa zehn Prozent der Teilnehmer kamen aus dem europäischen Umfeld.
Als Mitträger des größten europäischen Fachkongress der Branche fungierten neben der internationalen Betonvereinigung fib, die in diesem Jahr wieder ein englischsprachiges Podium anbot, erstmals auch das internationale Büro der Betonfertigteil-Industrie (BIBM).
Unter dem Motto "Faszination Beton" spiegelte der Kongress mit Beiträgen von 90 renommierten Referenten aus Industrie und Wissenschaft das facettenreiche Bild des Baustoffes Beton wieder. In Plenarveranstaltungen und zwölf Fachpodien wurden sowohl die technischen als auch die wirtschaftlichen und juristischen Aspekte vorgestellt und diskutiert.
In allen Fachpodien wurden neben der rein technischen Sichtweise stets auch die betriebswirtschaftlichen Belange der Hersteller angesprochen, die in letzter Zeit immer größere Bedeutung erlangten. Weiteres wichtiges Thema in allen Bereichen war der Stand der aktuellen Normung, über den die Teilnehmer ebenso ausführlich unterrichtet wurden wie über die rechtlichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
In den Veranstaltungspausen ergänzten Aussteller-Workshops das Programmangebot.
Zulieferer der Branche stellten hier ihre Neuentwicklungen vor. Die besten Innovationen wurden erneut mit dem Innovationspreis der Zuliefer-Industrie Betonbauteile ausgezeichnet.



Marktplatz für Hersteller, Planer und Verwender

Die Beton-Tage sehen aber auch zunehmend ihre Funktionen als Drehscheibe der Branche bestätigt. Drei Fachveranstaltungen richteten sich an die Marktpartner der Hersteller. So zeigte die öffentliche Hand großes Interesse am Tiefbauforum. Neue Erkenntnisse bei der Planung, dem Einbau und der Verlegung von Rohrleitungen sowie die Möglichkeiten der Überwachung und Untersuchung von Rohrleitungssystemen waren Themen der Veranstaltung. Im Hochbauforum "Beton in der Architektur" demonstrierte der Münchner Architekt Stephan Braunfels, dass die Faszination des Baustoffs Beton nicht nur in seiner technischen Vielfalt, sondern auch in seinem ästhetischen Gestaltungspotential liegt.



Verleihung des Innovationspreises der Zuliefer-Industrie Betonbauteile

Verleihung des Innovationspreises der Zuliefer-Industrie Betonbauteile
Im Rahmen der 49. Beton-Tage wurde der Gewinner des Innovationspreises der Zuliefer-Industrie Betonbauteile 2005 ausgezeichnet.
Sieger ist die Roland Wolf GmbH. Der Abdichtungsspezialist aus Erbach gewann für sein kundenorientiertes Angebot an Komplettleistungen inkl. Zehnjähriger Garantie den Preis in der Kategorie "Dienstleistung". Die Auszeichnung wird von FWF-Betondienst GmbH, Veranstalter der Beton-Tage, vergeben und ist mit insgesamt 2.000,00 dotiert.
Die Abdichtung gegen Wasserdurchtritt ist bei der Erstellung von Gebäuden von besonderer Bedeutung. Bis 1998 war es technisch nicht möglich, Elementwände im Druckwasserbereich einzusetzen. Die Firma Wolf entwickelte deshalb die sogenannte FTS (Fertigteil-Sollbruchstelle). Diese lokalisiert anhand eines Halteelements, die aus Zwang zwischen den Fertigteilen resultierende Risse (Sollrisse). Es handelt sich dabei
um eine Weiterentwicklung des für die Abdichtung gegen Wasserdurchtritt an den Verbindungsstelle Boden/Elementwand bzw. zwischen den Elementwänden eingeführten Systems Pentaflex KB. Durch die Kombination mit dem neuen System FTS ist es heute möglich, Fertigteilelemente im Druckwasserbereich standardmäßig einzusetzen.
Um Fehlstellen zu vermeiden, wird das Fugensystem von den eigenen Fachkräften eingebaut und die sorgfältige Ausfertigung der Betonierarbeiten auf der Baustelle vor Ort überwacht.
Für den Kunden ist die Tatsache nur einen Ansprechpartner für die gesamte Auftragsabwicklung zu haben, sehr attraktiv.
Der geringe Koordinationsaufwand und die zehnjährige Gewährleistung werden als Vorteil angesehen.



1:0 für Beton - Betonwerksteinpreis verliehen

Tischfußball ist schon seit Generationen ein Spiel, dass nicht nur Jungs fasziniert. Das dieses jedoch auch aus Betonwerkstein hergestellt werde kann, wird viele überraschen.
Nicht zuletzt auch aufgrund seiner originellen Ideen erhielt Jungmeister Mathias Koch am 15. Februar 2005 in Ulm den "Betonwerksteinpreis für Gestaltung".
Die Auszeichnung ist bereits Tradition, denn jährlich werden die besten Meisterstücke der Absolventen der Bundesfachschule für Betonfertigteilbauer und Betonstein- und Terrazzohersteller in Ulm mit der begehrten Auszeichnung prämiert. Der Preis wird vom Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Baden Württemberg und der Dyckerhoff Weismarketing-Vertriebgesellschaft ausgelobt und von einer unabhängigen Jury aus Vertretern der Fachbereiche Architektur, Design, Handwerk, Industrie und Ausbildung verliehen.


Fachpublikum
Die 49. Betontage fanden enormen
Zuspruch beim Fachpublikum


Fußball am Betontisch
Fußball am Betontisch - Jungmeister Mathias Koch
erhielt den "Betonwerksteinpreis für Gestaltung"





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