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[Die Industrie der Steine + Erden]






Förderpreis-Logo   Ullrich Axt, Matthias Beyer, Dirk Dutkowski, Heiko Fritsche, Holger Hoppe, Ronny Hundertmark, Dirk Plöthner, Andre Sölle, Ralf Zörkler
Fritz Herrmann GmbH & Co. Betonsteinwerke KG

Preisträger "Sicherheitstechnik"


Automatische Formreinigung bei der Produktion von Sonderprodukten aus Beton

Betonprodukte, wie z. B. Pflastersteine, Gehwegplatten oder Bordsteine, werden auf automatisch arbeitenden Steinformmaschinen hergestellt. Dort wird der Frischbeton zunächst gleichmäßig in eine Form verteilt und anschließend durch Abschicken eines Stempels, der sogenannten Auflastform, sowie Einleitung von Schwingungsenergie verdichtet. Um eine gleichmäßig hohe Qualität der Produkte zu gewährleisten, muss die Auflastform nach jedem Arbeitstakt von lose anhaftenden Betonresten gereinigt werden. Dazu streift ein automatischer Reinigungsbesen die Formkonturen mehrmals ab.
Bei der Produktion nicht symmetrischer Sonderteile, z. B. sogenannter Bordsteinabsenker für die Gestaltung von Hofeinfahrten, kann – bedingt durch die Geometrie der Auflastform – die herkömmliche Reinigungseinrichtung nicht eingesetzt werden. Um die Form dennoch zu säubern, muss die Maschine bisher zwischen zwei Arbeitstakten abgestellt und die Form von Hand ge-reinigt werden. Dieser Prozess ist sehr zeitaufwendig und es kam deshalb in der Vergangenheit immer wieder zur Umgehung der Sicherheitsvorschriften. Dadurch, dass die Beschäftigten die Reinigungsarbeiten bei laufender Maschine ausführten, waren sie einer erhöhten Verletzungsgefahr ausgesetzt.
Vor dem Hintergrund dieser Situation hat Dirk Dutkowski, gemeinsam mit einem Team von Mitarbeitern im Unternehmen Fritz Herrmann GmbH & Co. Betonsteinwerke KG, Kleinhelmsdorf, eine automatische Reinigungswippe entwickelt. Diese auf dem serienmäßigen Reinigungsschlitten montierte Einrichtung gewährleistet eine sichere und vollständige Reinigung der geometrisch anspruchsvollen Sonderform. Damit sind gefährliche Manipulationen während des Produktionsvorgangs in einem sicherheitstechnisch kritischen Maschinenbereich überflüssig.
Die Jury hat Ullrich Axt, Matthias Beyer, Dirk Dutkowski, Heiko Fritsche, Holger
Hoppe, Ronny Hundertmark, Dirk Plöthner, Andre Sölle und Ralf Zörkler den Förderpreis Arbeit – Sicherheit – Gesundheit in der Kategorie "Sicherheitstechnik" zuerkannt, weil durch den Einsatz der von ihnen entwickelten automatischen Reinigungswippe manuelle Reinigungsarbeiten in einem gefährlichen Maschinenbereich entfallen.
Der große Vorteil dieser Innovation liegt darin, dass sie vollständig in den automatisch ablaufenden Produktionsgang integriert wird. Die Jury weist darauf hin, dass vom Team um Dirk Dutkowski der richtige Ansatz zur Lösung eines Sicherheitsdefizits gewählt wurde. Durch Entwicklung einer technischen Lösung wurde der sicherheitstechnische Mangel direkt an der Entstehungsstelle beseitigt.
Die automatische Reinigungswippe kann in allen Unternehmen der Betonstein-Industrie, die vergleichbare Produkte herstellen, eingesetzt werden. Darüber hinaus ergibt sich auch ein wirtschaftlicher Vorteil: die Produktivität kann bei sicherer Arbeitsweise gesteigert werden.



Das Entwickler-Team um Dirk Dutkowski (3.v.re.) und Werksleiter Jörg Ultisch(re.) Die Reinigungswippe passt sich automatisch der Form des Werkstücks an
Das Entwickler-Team um Dirk Dutkowski (3.v.re.) und Werksleiter Jörg Ultisch(re.) Die Reinigungswippe passt sich automatisch der Form des Werkstücks an


Dirk Dutkowski mit dem StBG-Vorstandsvorsitzenden Gerd Allers bei der Prämierung  
Dirk Dutkowski mit dem StBG-Vorstandsvorsitzenden Gerd Allers bei der Prämierung  




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