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Rasanter Start: Das neue Prämiensystem der StBG läuft auf Hochtouren!

Mitte Dezember haben alle Mitgliedsunternehmen der StBG die Anmeldeunterlagen für das im Januar 2005 gestartete neue Prämiensystem der StBG erhalten. Pünktlich zum offiziellen Start am 1. Januar lagen der StBG bereits mehr als 50 Anmeldungen vor!
Viele der Schnellstarter haben auch die Informationen aus dem Internetangebot der StBG genutzt.
Das Spektrum der Anmeldungen ist in jeder Hinsicht breit gefächert. Beteiligt haben sich bisher Betriebe aus allen bei der StBG versicherten Branchen und über alle Unternehmensgrößen – vom Ein-Mann-Betrieb bis hin zum Baustoffwerk mit über eintausend Mitarbeitern. Ein näherer Blick auf die Unternehmensgröße zeigt ein interessantes Bild: weit mehr als die Hälfte der Anmeldungen kommt aus Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten. Rund 20 Prozent aller Beteiligungen resultieren sogar aus Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern! Dies verdeutlicht, dass häufig die kleinen Unternehmen, denen in der öffentlichen Diskussion bisweilen ein fehlendes Engagement für die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten unterstellt wird, auf diesem Sektor sehr initiativ und erfolgreich sind.
Bislang führten 139 Anmeldungen zu einer Prämie. Die Einreicher haben insgesamt etwa 500.000 Euro erhalten – durchschnittlich also etwa 3.600 Euro je Initiative! Die bislang höchste Prämie für ein Unternehmen beläuft sich auf 42.840 Euro – mit steigender Tendenz, denn weitere Anmeldungen aus diesem Unternehmen lassen bereits jetzt vermuten, dass die Höchstgrenze von 50.000 Euro, die für ein Unternehmen insgesamt gezahlt werden kann, erreicht wird.
30 Einreichungen konnten nicht prämiert werden, da die angemeldeten Maßnahmen die Kriterien nicht erfüllten. In der Prämiengruppe II (Sicherheitstechnik) ist dies etwa bei Investitionen der Fall, die nicht der Sicherheit dienen oder die lediglich auf die Umsetzung gesetzlich ohnehin vorgeschriebener Mindeststandards abzielen. In der Prämiengruppe V (Unfallfreiheit) wurde in den abgelehnten Fällen der erforderliche Mindestzeitraum ohne meldepflichtigen Unfall nicht erreicht. 41 weitere Fälle sind zur Zeit in Bearbeitung.




Verteilung auf die Prämiengruppen

Die Prämiengruppen II (Umsetzung besonderer Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit) und V (Herausragende Ergebnisse in der Verhütung von Arbeitsunfällen) bilden bislang die Schwerpunkte. Auf sie entfallen jeweils etwa 35 Prozent aller Anmeldungen. In Prämiengruppe II wurden unter anderem bislang 344 Kamerasysteme und andere Rückraumwarneinrichtungen geltend gemacht. Weitere Schwerpunkte bilden Sicherungsmaßnahmen für den innerbetrieblichen Verkehr und reflektierende Arbeitskleidung.
Anmeldungen in Prämiengruppe III (Umsetzung besonderer Maßnahmen zur Verbesserung des betrieblichen Gesundheitsschutzes) machen etwa 20 Prozent der Anmeldungen aus und zielen zum Beispiel auf innovative Lärmminderungsmaßnahmen und die Anschaffung hochwirksamer Persönlicher Schutzausrüstung wie etwa Otoplastiken (individuell angepasster Gehörschutz).


Verteilung der Anmeldungen auf die Prämiengruppen
Verteilung der Anmeldungen
auf die Prämiengruppen






Tipps für die Praxis

Nach den ersten Monaten des Prämiensystems liegen bereits erste Erfahrungen vor. Darauf basierend haben wir einige Praxistipps zusammengestellt, die Ihnen und uns die Arbeit erleichtern und zur zügigen, unbürokratischen Bearbeitung und Auszahlung führen sollen:
  • Wir prüfen jede Maßnahme separat. Füllen Sie deshalb für jede Initiative einen separaten Anmeldebogen aus. Möchten Sie zum Beispiel eine Prämie für Rückraumkameras an Erdbaumaschinen und für reflektierende Arbeitskleidung geltend machen, verwenden Sie zwei separate Bogen.
    Hierzu können Sie das Blankoformular kopieren, aus dem Internetangebot der StBG herunterladen oder einfach weitere Unterlagen von uns anfordern. Sie erleichtern uns damit die Zuordnung der Rechnungen und beschleunigen das Verfahren.
  • Fügen Sie alle erforderlichen Belege bei und stellen Sie sicher, dass diese vollständig sind. Einige Fotos erleichtern uns die Bewertung. Begründen Sie bitte auch den sicherheitstechnischen oder Gesundheitsschutz-Mehrwert, besonders bei baulichen Maßnahmen.
  • Beachten Sie, dass bei jedem eingesandten Projekt der Sicherheits-/Gesundheitsschutzaspekt im Vordergrund steht und Ihre Initiative den gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststandard übersteigt.
    Reine Instandhaltungs- oder Erhaltungsmaßnahmen können leider nicht prämiert werden.
  • In der Prämiengruppe V können Sie eine Prämie für einen Zeitraum ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall erhalten. Die Mindestlänge dieses Zeitraumes hängt von der Zahl der Mitarbeiter ab. Um Ihnen die Ermittlung der Monatszahl zu erleichtern,
    haben wir auf den Internetseiten (www.stbg.de/praemie/) ein Berechnungsprogramm für Sie bereit gestellt.
    Die Bedienung ist denkbar einfach: Sie geben die Zahl der bei Ihnen beschäftigten Vollzeitkräfte ein, klicken auf "Berechnen" – und erhalten sofort den Mindestzeitraum, in dem sich zur Erlangung der Prämie kein meldepflichtiger Arbeitsunfall (Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen) ereignet haben darf.


Berechnung des Zeitraums ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall in 
Abhängigkeit von der Mitarbeiterzahl
Berechnung des Zeitraums ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall in
Abhängigkeit von der Mitarbeiterzahl
Online unter www.stbg.de/praemie/praemie351.htm






Sie haben sich noch nicht beteiligt?

Solange noch Finanzmittel im Prämienbudget vorhanden sind, können Prämien ausgezahlt werden. Wie lange dies im laufenden Jahr 2005 noch möglich ist, hängt allein vom Grad Ihrer Beteiligung ab – eine möglichst schnelle Anmeldung kann also bares Geld wert sein!
Liegen Ihnen keine Anmeldeformulare mehr vor? Kein Problem – nutzen Sie einfach die Formulare aus dem Internetangebot der StBG (www.stbg.de/praemie/), senden Sie eine Mail an medien@stbg.de oder rufen Sie uns unter (05 11) 72 57 - 972 an.
Bereits nach den ersten Wochen des neuen Angebots der StBG zur finanziellen Prämierung betrieblicher Investitionen zeichnet sich ab, dass die Mitgliedsunternehmen das Prämiensystem intensiv nutzen. Jetzt ist die Zeit, bereits beabsichtigte Arbeitsschutzinitiativen zügig umzusetzen! Die Voraussetzungen sind günstig wie nie! Schon in der Startphase kann man von einem wahren Investitionsboom in Sachen Sicherheit sprechen: schließlich haben die Unternehmen mindestens 3 – 4 Millionen Euro in Sicherheit investiert, wenn bisher 500.000 Euro Prämien ausgezahlt wurden. Alle diejenigen, die noch nicht dabei sind, sollten jetzt zügig handeln!

Dipl.-Ing. Helmut Ehnes, StBG
Peter Schrandt, StBG




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