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Baumaschinenhersteller verzeichnen eines der besten Jahre ihrer Geschichte

Für die überwiegend exportorientierte deutsche Bau- und Baustoffmaschinenindustrie war das vergangene Jahr eines der besten ihrer Geschichte. Die Umsätze stiegen um 12,6 Prozent auf 8,64 Milliarden Euro. Auch beim Ertrag konnte zugelegt werden. Im laufenden Jahr erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) eine weitere Umsatzerhöhung von knapp vier Prozent.
Als Gründe für diese positive Entwicklung nannte der Vorsitzende des Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen im VDMA, Dr. Christof Kemmann, insbesondere das gute Exportgeschäft. Maschinen und Anlagen für knapp 6,2 Milliarden Euro und damit 16 Prozent mehr als 2003 seien im vergangenen Jahr ins Ausland verkauft worden. Auf Baumaschinen entfielen 4,1 und auf Baustoff-, Keramik- und Glasmaschinen 2,1 Milliarden Euro. Damit liegt die Exportquote bei über 70 Prozent. Wichtigste Handelspartner sind Westeuropa die USA und China.
Beim Inlandsgeschäft konnten die Hersteller einen Anstieg von vier Prozent auf 2,5 Milliarden Euro verbuchen. Hier entfielen 1,8 Milliarden Euro auf Baumaschinen und 0,7 Milliarden Euro auf Baustoff-, Keramik- und Glasmaschinen. Die erhöhte Nachfrage, so Kemmann, resultiere überwiegend aus dem gestiegenen Ersatzbedarf. Die Abnehmer tauschten ihre alten gegen neue Maschinen aus. Außerdem seien viele Gebrauchtmaschinen nach Osteuropa verkauft worden, was den Markt entlastet und die Nachfrage ebenfalls belebt habe.
Für das laufende Jahr erwartet der Vorsitzende im Inland knapp drei und im Ausland vier Prozent mehr Umsatz. Die Auftragseingänge seien stärker gewachsen als die Umsätze. Das werde sich zumindest im ersten Halbjahr positiv auf den Absatz auswirken. Deutliche Steigerungsraten prognostiziert der weit überwiegende Teil der Hersteller beim Auslandsgeschäft. Als Wachstumsmärkte nannte Kemmann China, Osteuropa, die GUS-Staaten und Indien.
Sorgen bereiten den Herstellern die hohen Stahlpreise. Sie können nur begrenzt an die Abnehmer weitergegeben werden und das verringert die Margen. Kemmann geht davon aus, dass die Preise für Stahl auch in Zukunft auf hohem Niveau verharren. Ein Zurückgehen der Nachfrage und damit eine Entspannung der Märkte sieht er nicht. Eher das Gegenteil sei der Fall. Zunehmend betroffen ist die Branche auch von der Wechselkursentwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem japanischen Yen. Der starke Euro, so Kemmann, "beginnt langsam für uns schmerzhaft zu werden".



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