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[Die Industrie der Steine + Erden]






Erneuter Einbruch des Zementabsatzes in 2002

Die lahmende Baukonjunktur und die allgemeine Wachstumsschwäche in Deutschland haben
den deutschen Zementherstellern im zurückliegenden Jahr 2002 einen erneuten deutlichen Absatzrückgang beschert. Mit Kosteneinsparungen und Kapazitätsabbau muss die Branche auf die anhaltende Krise reagieren, zumal ein immer härterer Preiswettbewerb zusätzlich auf die Ertragslage drückt. Für 2003 erwartet Dr. Michael Weißenborn, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Zementindustrie (BDZ), keine Wende zum Besseren: "Es fehlen nennenswerte Impulse". Dabei gebe es enormen Baubedarf, sowohl im Bereich des Infrastrukturausbaus als auch beim Wohnungsbau. Es wäre daher ein völlig falsches Signal, wenn beispielsweise die Eigenheimzulage gekürzt würde.
Nach den jüngsten vorläufigen Zahlen geht der BDZ für das Jahr 2002 von einer Verminderung des Zementverbrauchs um rund acht Prozent aus, von 31,1 Millionen Tonnen im Jahr 2001 auf nur mehr 28,6 Millionen Tonnen. Bereits im Jahr 2000 war ein Rückgang um rund 13 Prozent gegenüber 1999 (von 35,8 Millionen Tonnen auf 31,1 Millionen) zu verzeichnen gewesen.
Für 2003 rechnet der Verband mit einer ungebremsten Fortsetzung des Abwärtstrends. Dr. Weißenborn erwartet einen weiteren Einbruch um nochmals etwa acht Prozent.




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