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Bandwaagen für Schwenkbänder .... und es geht doch!

Förderbandwaagen sind heute aus der Prozesstechnik nicht mehr wegzudenken. Überall wo Schüttgüter auf Bändern transportiert werden, liefern sie wichtige Informationen über Produktionsmengen sowie die Auslastung und den Wirkungsgrad von Zerkleinerungsmaschinen.
Das Messprinzip beruht auf der Erfassung der Gewichtsbelastung auf dem Förderband. Diese Belastung wird mit präzisen und wartungsfreien Gewichtssensoren über eine oder mehrere Rollenstationen erfasst.
Zusätzlich wird bei den meisten Einbaubandwaagen (EBW) die aktuelle Transportgeschwindigkeit gemessen. Die Förderleistung ergibt sich aus dem Produkt von Gewicht und Transportgeschwindigkeit.
Messtechnisch schwierig wird es, wenn sich, wie bei der Peute Baustoffe GmbH in Hamburg, während des Betriebes zusätzlich der Abwurfwinkel des Bandes ändert. Peute verarbeitet Kupferschlacke aus einer benachbarten Affinerie zu hochwertigen Gesteinsgemischen.
Bedingt durch das hohe spezifische Gewicht eignet sich die Kupferschlacke optimal als Wasserbaustein - das Material wurde unter anderem auch zur Bodenbefestigung beim Bau der neuen Elbröhre eingesetzt.
Die Wasserbausteine werden über zwei 30 m lange, seitlich schwenkbare, Bandkonstruktionen auf Halden gefördert.
Um das Zersplittern des harten Gesteinmaterials beim Abwurf zu vermeiden, werden beide Bänder mit einem Abwurfwinkel von - 6 ° bis max. 15 ° betrieben. Zur Optimierung der Lagerbestandskontrolle wurde der Einbau von Förderbandwaagen gewünscht.
Der Betriebsleiter der Peute Baustoffe akzeptierte hierbei eine maximale Waagentoleranz von drei Prozent. Frühere Versuche mit Bandwaagen anderer Hersteller waren, bedingt durch das Materialverhalten und die Neigungswinkeländerung der Bänder, fehlgeschlagen.
Die Rembe GmbH aus Brilon erhielt den Auftrag, diese Aufgabenstellung mit einer angepassten Bandwaagensoftware zu lösen. Zu den normalen Messgrößen (Gewicht und Geschwindigkeit) kam eine Dritte - der Neigungswinkel des Bandes - hinzu.
Bei entsprechenden Vorversuchen hatten die Rembe Ingenieure festgestellt, dass sich mit der Winkeländerung nicht nur die Belastung auf der Wiegestation, sondern auch die Bandspannung ändert.
Daher wurde die Rembe Bandwaage Uniband 802 zusätzlich mit einem „Inklinometer-Eingang" bestückt. Das Inklinometer nimmt den Neigungswinkel der Bandkonstruktion auf und „wandelt" diesen Wert für die Bandwagenelektronik in ein analoges Signal um.
Eine spezielle Software ermöglicht es, Nullpunkt und Verstärkungsfaktor automatisch winkelabhängig anzupassen. Somit können die Genauigkeitsanforderungen der Peute Baustoffe GmbH auch unter Langzeitbedingungen eingehalten werden.
Seit nunmehr einem Jahr hat die Peute Baustoffe GmbH mit dem Einsatz der Uniband 802 ihr Ziel, der optimierten Prozesskontrolle, erreicht.


Eine Herausforderung für die Einbaubandwaagen: der Betrieb der Peute Baustoffe GmbH in Hamburg
Eine Herausforderung für die Einbaubandwaagen:
der Betrieb der Peute Baustoffe GmbH in Hamburg


Messstation der Uniband 802
Messstation der
Uniband 802




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