www.steine-und-erden.net > 2003 > Ausgabe 2/03 > Materialtransport in der Baustoff-Industrie

[Die Industrie der Steine + Erden]






Materialtransport in der Baustoff-Industrie

Vor dem Hintergrund eines sich ständig verschärfenden Wettbewerbs und der Notwendigkeit, die Produktivität konsequent zu steigern, kommt einem effektiven Materialumschlag ein besonderer Stellenwert zu.

Mit der Entwicklung hin zu einem optimierten "Materialfluss-Management" wird die Handhabung schwerer Güter beim innerbetrieblichen Transport aber nicht nur schneller sondern vor allem auch sicherer.



630 HD - Sennebogen präsentiert Teleskopkran

Der 630 HD ist ein kompakter Teleskopkran mit Raupenunterwagen in modernster Konzeption im sog. "nosedown-Design". Bei der Entwicklung wurde vor allem auf übertriebenes Overengineering bewusst verzichtet, dafür legten die Konstrukteure von Sennebogen die Priorität auf Zuverlässigkeit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit.
Der vollhydraulisch, teleskopierbare, 4-teilige Ausleger ist stufenlos bis zu einer Hakenhöhe von 32 m ausfahrbar. Die maximale Traglast beträgt 35 t bei 2 m Ausladung und bei voll aus teleskopiertem Ausleger 5 t bei 3 m Radius.
Die freie Verfahrbarkeit von größeren Lasten ist aufgrund des serienmäßigen, hydraulisch teleskopierbaren Unterwagens jederzeit in einem Arbeitsradius von 360° möglich. Aufwendiges Vorbereiten der Baustellen sowie Versetzen des Kranes entfällt somit und spart Zeit und Geld. Besonderes Merkmal ist auch die gute Geländegängigkeit, welche auf die extrem hohe Zugleistung und auf die gute Bodenfreiheit zurückzuführen ist.
Der 13 m Spitzenausleger (auf Wunsch Spitzenausleger 7,5 m) erweitert den Arbeitsbereich bis zu 39 m Hakenhöhe und 3 t Tragkraft bis zu einer Ausladung von beachtlichen 14 m.
Wird der Spitzenausleger nicht benötigt, so kann dieser seitlich an den Hauptausleger geklappt werden.
Der 630 HD ist serienmäßig mit dem kompletten Sicherheitspaket ausgerüstet, einschließlich einer elektronischen Lastmomentbegrenzung über Displayanzeige der neuesten Generation.
Neben der guten Übersichtlichkeit an der Komfortfahrerkabine F2000 hat der Fahrer eine optimale Rundumsicht auf seinen gesamten Arbeitsbereich. Zusätzlich zur sehr umfangreichen Serienausstattung bietet Sennebogen ein sehr breites Zubehörprogramm, um Kunden für alle Anwendungen die optimale Konfiguration bieten zu können.
Durch seine kompakte Bauweise und die beachtlichen Leistungsdaten ist der 630 HD sehr vielseitig auf der Baustelle, im Tunnelbau, auf engen innerstädtischen Baustellen, in Industrieanlagen und Industriehallen sowie in unzugänglichem Gelände einsetzbar.


Der 630 HD (im Bild unten rechts) übernimmt auf der Baustelle den Part des schnellen, flexiblen Materialtransports
Der 630 HD (im Bild unten rechts)
übernimmt auf der Baustelle den
Part des schnellen, flexiblen
Materialtransports




Teleskop-Autokrane von F.A.S

F.A.S Fördertechnik, Mannheim, ist seit vielen Jahren mit ihren hydraulischen Gelenk-Montagekranen mit Arbeitshöhen bis 58 m auf Serien-LKW auf dem deutschen Markt vertreten.
Seit Oktober 2000 vertritt F.A.S. die Luna-Kranwerke in Huesca, Spanien, als Generalimporteur für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Damit wurde das bisherige Autokranprogramm für Serien-LKW nach oben ergänzt. Angeboten werden jetzt Teleskopkrane mit 35 bis 40 t Tragkraft. Dabei ist die Wirtschaftlichkeit der Kräne durch Verwendung eines Serien-Lkw als Unterwagen besonders interessant. Durch rundgekantete Spezialprofile aus Feinkornstählen wurden neben hohen Tragkräften und Stabilität auch niedrigere Eigengewichte erreicht, so dass die zulässigen Achslasten für die Serien-LKW nicht überschritten werden. Der GT 35/32 - montiert auf einem 3-Achs-LKW mit 26 t Gesamtgewicht - hat eine Tragkraft von 35 t, eine Hakenhöhe von ca. 34 m und mit Gittermastspitze ca. 49 m. Der GT 40/35 erreicht eine Tragkraft von 40 t, eine Hakenhöhe von ca. 37m und mit Gittermastspitze ca. 52 m.
Alle Kräne sind auf Wunsch mit Funkfernsteuerung lieferbar.



HBC Funkfernsteuerung

HBC-radiomatic, Crailsheim, ist ein bekannter Hersteller von Funkfernsteuerung für Hebezeuge. Die Funkfernsteuerung für Ladekrane - eco L - erhielt kürzlich den Design Award. Damit wurde das besonders ergonomisch gestaltete Bedientableau prämiert. Die in einem Winkel von 45° angebrachten Linearhebel bilden die Funktionen der Lenkhebel des Ladekrans 1:1 ab. Damit ist für den Maschinisten keine Umgewöhnung erforderlich. Die Bedienelemente sind sicher mit Arbeitshandschuhen zu bedienen. Mit vier 2-stufigen Linearhebeln können bis zu vier Kranantriebe gesteuert werden. Ein STOP-Schlagschalter und Schlüsselschalter sind sicher im unteren Teil des Gehäuses untergebracht. Der ergonomisch geformte Überrollbügel verbindet ermüdungsfreie Handhabung mit sicherheitstechnischer Notwendigkeit.


Funkfernsteuerung eco L für Ladekrane
Funkfernsteuerung eco L
für Ladekrane




Qualitätssteigerung auf hohem Niveau

Die Gabelstaplerserie R 70 von Still wurde jetzt weiter optimiert. Dabei stand im Vordergrund der Überlegungen, dass die beste Technik ohne motivierte Fahrer genauso wenig zu hohen Leistungen führt, wie der bestmotivierte Fahrer, der mit unzureichender, vielleicht sogar veralteter Technik arbeiten muss.

Kostenorientierte Technik
Das seit rund 20 Jahren bewährte, trotzdem im Staplerbau immer noch einmalige Antriebsprinzip der R 70-Baureihe - ein Dieselmotor erzeugt Strom, der einen Elektrofahrmotor antreibt - bietet Möglichkeiten, die kein konventionell angetriebener Stapler aufweist.
So können Drehmoment und Drehzahl unabhängig voneinander geregelt werden, was ein feinfühliges und millimetergenaues Fahren, Beschleunigen und Bremsen ausschließlich mit dem Fahrpedal ermöglicht. Das Bremsen des Staplers erfolgt elektrisch - also verschleißfrei und ebenfalls nur mit dem Gaspedal. Die elektrische Steuerung arbeitet digital über einen Datenbussystem.
Das heißt, es gibt im Stapler weniger elektrische Schalter, weniger Stromkabel und Steckverbindungen, also weniger fehleranfällige Bauteile.
Außerdem ist mit dem Datenbus die Systemdiagnose problemlos möglich.

Fahrerorientierter Komfort
Es ist letztendlich der Fahrer, der entscheidet, wie effizient der Stapler im Einsatz ist. Vorausgesetzt, es stehen ihm alle technischen Möglichkeiten zur Verfügung und er geht gut motiviert an die Arbeit, wird auch die Wirtschaftlichkeit nicht zu wünschen übrig lassen.
Von Still wurde schon immer besonderes Augenmerk auf den richtig gestalteten Fahrerplatz gelegt. Das zeigt sich bei der breiten und niedrigen Aufstiegstufe, dem Griff als Aufstieghilfe, dem komfortablen Fahrersitz, der hervorragenden Vibrations- und Lärmabsorption, der großen Beinfreiheit, der ergonomischen Gestaltung und Anordnung aller Bedienungs- und Kontrollinstrumente oder auch der dem Kraftfahrzeug entsprechenden Pedalanordnung.
Die neuen R 70 Stapler bieten darüber hinaus noch weitere Besonderheiten: Die optimalen Beschleunigungs- bzw. Bremswerte sowie die Fahrgeschwindigkeit können aus fünf voreingestellten Möglichkeiten jederzeit einsatzbezogen gewählt werden. Das Gaspedal gibt die vom Fahrer gewünschte Geschwindigkeit vor und wirkt beim Loslassen als Bremse. Der Fahrer braucht den Fuß also nicht ständig zwischen Gas- und Bremspedal wechseln.
Auf geneigter Fahrbahn bleibt der Stapler bei unbetätigtem Gaspedal sicher stehen, unbeabsichtigtes "Wegrollen" ist ausgeschlossen. Egal wie groß oder klein der Fahrer ist - durch den vielfach verstellbaren Komfortsitz und die sehr einfach und stufenlos verstellbare Lenksäule "passt" der Fahrerplatz immer ganz genau. Das Einspeichenlenkrad ist klein im Durchmesser und flach angeordnet, was für mehr Bewegungsfreiheit, ermüdungsarme Lenkbewegungen und eine bequeme Armhaltung sorgt. Nur etwa 3 fi Lenkradumdrehungen sind von links nach rechts nötig - das schont Arm und Rückenmuskulatur.


Laut Hersteller dürfte der R 70 zur Zeit der leiseste Dieselgabelstapler sein
Laut Hersteller dürfte der R 70 zur Zeit
der leiseste Dieselgabelstapler sein




Linde 39X - der große Bruder kommt

Kürzlich stellte Linde Material Handling die neue Diesel- und Treibgas-Staplergeneration 39X im Porsche-Design vor. Im Februar fiel der Startschuss für die nächstgrößere Baureihe mit Traglasten von 3 und 3,5 Tonnen. Noch im ersten Halbjahr 2003 werden die Linde-Baureihen 392 und 393 ihre Vorgänger mit den Typen H 20 bis H 35 vollständig ablösen.
Mit Traglasten von 3 und 3,5 Tonnen sind die Diesel- und Treibgasstapler typische Palettenstapler. Ihre Haupteinsatzfeld ist das Be- und Entladen von LKW's sowie das Aus- und Einlagern von Waren im Blocklager, zu denen vor allem auch Baustoffprodukte zählen. Die gestellten Anforderungen im innerbetrieblichen Materialfluss sind hoch: Robustheit und Zuverlässigkeit für den Mehrschichtbetrieb und Einsätze bei Wind und Wetter sowie hohe Umschlagsleistungen bei niedrigen Betriebskosten.
Auf diese Ansprüche zielen die zahlreichen technischen Innovationen der Baureihe 393 ab. So trägt das neue Fahrzeug- und Antriebskonzept zu einer deutlichen Gewichtsreduzierung des Staplers bei, die sich in einem bis zu 30 Prozent reduzierten Kraftstoffverbrauch
niederschlägt. Gleichzeitig vermag der Linde-Stapler nochmals mehr Paletten pro Zeit zu bewegen.
Wesentliches Know-how-Teil ist der von Linde entwickelte hydrostatische Direkt-Antrieb. Er stellt die 5. Generation der vor über 40 Jahren begonnenen Linde-Hydrostatik dar. Der hydrostatische Direktantrieb bewirkt zusammen mit den Antriebsmotor einen verbesserten Wirkungsgrad sowie einen geringeren Kraftstoffverbrauch und reduziert gleichzeitig die Geräuschbelastung für Fahrer und Umgebung auf eine neue Bestmarke von 76 dB(A).
Eine weitere Optimierung der Fahr- und Arbeitshydraulik bewirkt die elektronische Steuerung, Linde-Truck-Control (LTC). Aufgrund der damit einher gehenden Entkopplung von Fahr- und Hubhydraulik sind beispielsweise keine Drehzahlveränderungen bei gleichzeitigem Fahren und Heben erforderlich. Bei der Baureihe 393 setzt Linde auf modernste Motorentechnologie der Automobilindustrie.
Die VW-Verbrennungsmotore sorgen bei den Schadstoffen Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffen (HC), Stickoxiden (Nox) und Partikeln für deutliche Unterschreitung der ab dem 01.01.2001 gültigen EU-Richtlinie 97/68 EG/Stufe II.
Selbstverständlich wurde bei der Neuentwicklung auch nicht der Fahrerarbeitsplatz vergessen. Ein Beispiel ist die Abkopplung des Hubmastes vom Fahrzeug. Die auf dem Hubmast wirkenden Kräfte werden über die Antriebsachse direkt auf die Räder abgeleitet.
Laststöße gelangen nicht zum Chassis, gleichzeitig werden Geräusche wirksam abgekoppelt. Zum Bedienkomfort des Staplerfahrers trägt zudem der im Vergleich zum Vorgängermodell um 32 Prozent größere Fußraum bei.


Ergonomisch "in Bestform": die Baureihe 39X der Diesel- und Treibgasstapler
Ergonomisch "in Bestform":
die Baureihe 39X der Diesel- und Treibgasstapler




Neuer wendiger Hubwagen ELE von Jungheinrich

Der neue Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen ELE von Jungheinrich zeichnet sich durch Wendigkeit und Schnelligkeit, hohe Seitenstabilität, Drehstromtechnik und modernste Elektronik aus.
Jungheinrich liefert den Gabelhubwagen in den Modellen ELE 16, 18 und 20 mit Tragfähigkeiten von 1.600, 1.800 und 2.000 Kilogramm.
Auffälligste Veränderung zur Vorgängergeneration ist die noch kompaktere Bauform des neuen ELE. So gelang es, die Vorderbaulänge um 70 Millimeter und somit um mehr als 12 % zu kürzen.
In der aktuellen Standardversion misst der Vorderbau nur 480 Millimeter, in der Langversion 550 Millimeter. So ist der ELE geradezu prädestiniert, auch auf Lkw mitgenommen zu werden. Um den wenigen Hubwagen auf engstem Raum noch müheloser rangieren zu können, lässt sich bei hochgestellter Deichsel über einen separaten Deichselschalter die Schleichfahrtfunktion aktivieren.
Neben der zukunftsweisenden Drehstromtechnik versieht Jungheinrich den ELE mit modernster Impulssteuerungselektronik.
Die darin integrierte Speed Control gestattet die feinfühlige und stufenlose Regulierung der Geschwindigkeit über den Fahrschalter. Speed Control und eingebauter Rückrollschutz bieten dem Bediener höchste Sicherheit auf Steigungen und Gefällen. Zudem gewährleistet Speed Control, dass der ELE die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h unabhängig von seiner Last, also auch voll beladen, erreicht.
Ein weiteres Highlight des ELE ist das Pro-Trac-Link-System, das in jeder Fahrsituation eine hohe Seitenstabilität garantiert.
Das System verbindet die gefederten, hydraulisch gedämpften Stützräder des Gabelhubwagens mit einer Koppelschwinge. Die daraus resultierenden Vorteile sind vor allem beim Be- und Entladen von LKW sowie beim Transport hoher Lasten deutlich spürbar.
Die Pro-Trac-Link-Funktion verhindert ein Aufschaukeln des ELE, indem sie Unebenheiten und Fahrfehler eigenständig ausgleicht. Zu diesem Zweck verteilt das System die Stützkraft bei Geradeausfahrt einheitlich auf beide Stützräder und konzentriert sie in Kurven auf das jeweils äußere Stützrad. Bei schräger Auffahrt auf eine Rampe hält die Koppelschwinge das freie Stützrad und vermeidet damit, dass es anschlägt und beschädigt wird.
Nutzt der Betreiber das optional erhältliche Codeschloss CanCode, kommt er ohne Zündschlüssel aus. Stattdessen aktiviert er den ELE einfach mit einer vierstelligen PIN. So können nur autorisierte Mitarbeiter das Flurförderzeug starten.
Ein anderes herausragendes Produktmerkmal des ELE ist der Multifunktions-Deichselkopf in ergonomischem Design. Er verbindet höchsten Bedienkomfort mit Sicherheit für die Hände.
Ohne Umgreifen sind sämtliche Taster bequem zu erreichen, für große und kleine Hände, mit und ohne Handschuh.
Die tief angesetzte Deichsel steht, in Kombination mit der niedrigen Bauhöhe des Fahrzeuges, ebenfalls für Sicherheit und zugleich für freie Sicht auf die Gabelspitzen.


Hubwagen ELE von Jungheinrich
Hubwagen ELE von Jungheinrich




Schmierpumpe HTL 101 mit Wechselkartusche

Lincoln rundet sein Schmiersysteme- Programm durch die neue, hydraulisch angetriebene Fettschmierpumpe HTL-101 ab.
Diese ergänzt die schon erfolgreich an Staplern eingesetzten Schmiersysteme der Quicklub-Serie 203 und die Kompaktschmiersysteme QLS 301, die ebenfalls an LKW-Ladekränen Verwendung findet. Die HTL kann durch ihre kleine, kompakte Bauform direkt an den Kran montiert werden und dreht sich mit.
Dadurch sind keine Drehdurchführungen notwendig. Da durch den direkten Anbau auch nur kurze Anschlussleitungen und ein geringer Montageaufwand notwendig sind, bietet die HTL- 101 eine kostengünstige Lösung für die Schmierung aller hydraulisch angetriebenen Geräte.
Die Pumpe wird direkt durch die Arbeitshydraulik angetrieben und schmiert das Werkzeug kontinuierlich und mit kleiner, stufenlos einstellbarer Fettmenge während des Betriebs. Ein zusätzlicher Antrieb, elektrischer Anschluss oder Steuerventil sind dadurch überflüssig.
Die HTL-101 ist sehr wartungsfreundlich. Sie wird durch leicht auswechselbare 400 g Kartuschen mit Schmierstoff versorgt. Ein Folgekolben in der Fettkartusche ermöglicht eine nahezu vollständige Entleerung der Kartusche. Durch die Position des roten Folgekolbens in der durchsichtigen Kartusche kann der Füllstand ständig überwacht werden. Geeignete Schmierstoffe sind Meißelpaste oder Schmierfette bis NLGI Klasse 2.


Schmierpumpe HTL 101
Schmierpumpe
HTL 101






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