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Deutscher Gefahrstoffschutz-Preis für Niedertemperaturasphalt

Die Firmen Mitteldeutsche Hartstein Industrie GmbH und Wilh. Schütz GmbH & Co. KG wurden Ende des Jahres 2002 bei der Verleihung des Deutschen Gefahrstoffschutz-Preises durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung für ihre Entwicklung von Niedrigtemperaturasphalten ausgezeichnet.
Niedrigtemperaturasphalte sind der Königsweg für den Schutz der Beschäftigten beim Umgang mit heißem Asphalt. Mit diesen Asphalten werden aber nicht nur die Expositionen der Beschäftigten drastisch verringert, es werden auch CO2 und Energie eingespart - der Asphalt hat zudem bessere technische Eigenschaften.
Die Mitteldeutsche Hartstein Industrie senkt durch Zusatz von Zeolith zum normalen Asphalt die Einbautemperatur von Walzasphalt auf etwa 130 °C ab.
Auf den Straßenbaustellen gibt es beim Einsatz dieser Niedrigtemperaturasphalte keinen "blue smoke" mehr, trotzdem lassen sich die Asphalte gut verarbeiten.
Bei der Preisverleihung appellierte Abteilungsleiterin Frau Dr. Fischer vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung an die Auftraggeber, insbesondere auch die Straßenbauämter, den neuen innovativen Technologien die notwendigen Praxistests zu ermöglichen. Dieser Appell ist notwendig, da es sich herausgestellt hat, dass es in der Praxis große Probleme gibt, Baustellen zu finden, auf denen die neuen Niedrigtemperaturasphalte eingebaut werden können. Das BMA wird den Gesprächskreis Bitumen unterstützen, damit traditionelle regulatorische Hindernisse möglichst bald beseitigt werden.

Walzasphalt Konventionell, 160 - 180°C Niedrigtemperatur, ca. 130°C
  95 %-Werte vieler Messungen bisherige Ergebnisse
Fertigerfahrer 6,5 mg/m3 0,4 - 3,1 mg/m3
Bohlenführer 10,4 mg/m3 0,6 - 6,9 mg/m3




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