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[Die Industrie der Steine + Erden]






Outfit 2002

Exklusive Berufskleidung für die Baustoff-Industrie - sicher-zweckmäßig-schick

Kleider machen Leute... und Unternehmen! Längst haben viele Firmen erkannt, dass schicke Berufskleidung dem Image des Unternehmens oder einer Branche dient. Darüber hinaus steigert sie das Wohlbefinden und damit die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten und hat sicherlich auch eine nicht unbedeutende Unterstützungsfunktion beim Arbeitsschutz. Leider hat sich diese Betrachtungsweise noch nicht bei allen Unternehmen in Deutschland herumgesprochen. Insbesondere auch in der Baustoff-Industrie wird das Thema Berufskleidung von einer großen Mehrzahl der Unternehmen eher stiefmütterlich behandelt.
Ganz anders die Situation in den skandinavischen Ländern, England oder USA. Besucht man dort ein Unternehmen, so fällt immer wieder auf, dass alle Mitarbeiter eine einheitliche, häufig in den Farben des Unternehmens gestaltete Berufskleidung tragen. Ausgestattet mit stark reflektierenden Streifen, erfüllt die Kleidung durch die damit verbundene gute Erkennbarkeit insbesondere in der dunklen Jahreszeit auch eine wichtige Sicherheitsfunktion. Darüber hinaus sind die Bekleidungsstücke mit einer Reihe von zweckmäßigen Accessoires ausgestattet, die man bei deutschen Herstellern häufig vergebens sucht. Von den Mitarbeitern werden die Kleidungsstücke mit großem Selbstverständnis, nicht selten auch mit Stolz getragen.
Beeinflusst durch die gute Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Hannover, Fachbereich Design und Medien, bei der Gestaltung von unterschiedlichen Werbemitteln für den Förderpreis, nahm die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft 1999 Kontakt mit dem Fachbereich Mode auf, um die Möglichkeiten zur Entwicklung einer auf die speziellen Bedürfnisse der Baustoff-Industrie zugeschnittenen Berufskleidung zu diskutieren. Dabei fand man in Prof. Dorothea Mink eine Ansprechpartnerin, die sich sofort aufgeschlossen für die Idee zeigte und gemeinsam mit einer Studentengruppe mit der Entwicklung einer neuen Kollektion "Steinbruch" begann. Dazu wurden zunächst von den Studentinnen und Studenten eine Reihe von Mitarbeitern in Unternehmen der Bau- und Baustoff-Industrie zu ihren Wünschen und Vorstellungen hinsichtlich einer schicken und zweckmäßigen Berufskleidung befragt. Die daraus entstandenen Modelle wurden anschließend in einigen interessierten Mitgliedsunternehmen diskutiert. Einige ausgewählte Kleidungsstücke wurden anschließend in diesen Unternehmen den Mitarbeitern vorgestellt und bewertet, so dass sich schließlich alle Wünsche und Überlegungen in einer Musterkollektion verdichteten.
Diese Kollektion besteht jetzt aus einer Outdoor-Jacke sowie einer Kurzjacke und Latzhose. Schließlich wurde ein Prototyp von dem bekannten Bekleidungswerk Kübler hergestellt.
Hier eine kurze Vorstellung von Besonderheiten dieser Kleidungsstücke: Die Outdoor-Jacke besitzt ein atmungsaktives Gewebe aus Sympatex-Material sowie ein herausnehmbares Innenfutter. Im Stehkragen ist eine Kapuze enthalten, die so groß geschnitten ist, dass sie problemlos über jeden handelsüblichen Arbeitsschutzhelm gezogen werden kann. Eng anliegende Bündchen in den Ärmeln und eine Taillenverstellung stehen für geringe Wärmeverluste in der kalten Jahreszeit. Eine Reihe von aufgesetzten Taschen bieten umfangreichen Stauraum, zum Beispiel für Handy und Schreibwerkzeuge. Eine entsprechend gestaltete Regenrinne verhindert, dass das Wasser von der Jacke direkt auf die Hose abläuft und diese im Schenkelbereich durchnässt. Dezente, aber dennoch deutlich erkennbare Reflexstreifen von 3M machen Personen während schlechter Lichtverhältnisse gut erkennbar.
Die Latzhose wird aus einem Mischgewebe (65 Prozent Baumwolle / 35 Prozent Polyester, etwa 305 g pro qm) gefertigt. Sie enthält eine Innenbrusttasche mit Reißverschluss zum Aufbewahren persönlicher Gegenstände. Eine aufgesetzte Latztasche bietet Platz für Handy und Schreibgeräte. Eine Gesäßtasche sowie eine Schenkeltasche sind über Klettverschluss mit einer Patte abgedeckt. Im Bereich der Knie sind auf der Vorderseite Taschen vorgesehen, die bei knieenden Arbeiten mit Polstermaterial ausgefüllt werden können. Im Beinbereich ist ein Reflex-ionsstreifen angebracht. Die im Stile einer Jeansjacke entwickelte kurze Arbeitsjacke hat wiederum eine Reihe von aufgesetzten Taschen, die jeweils über einen Klettverschluss mit einer Patte abgedeckt werden. Wie bei der Latzhose, so sind auch diese Teile als sogenannte Blasebalgtaschen ausgebildet, so dass genug Gegenstände untergebracht werden können. Selbstverständlich besitzt diese Jacke auch eine Innenbrusttasche mit Reißverschluss. Die Ärmelbündchen können über Druckknöpfe entsprechend verstellt werden. Der Bund ist mit einem Gummizug versehen, um die Jacke dicht am Körper zu halten. Ein auf den Ärmeln sowie Brust und Rücken angebrachter Reflexstreifen ermöglicht auch hier eine gute Erkennbarkeit. An allen Bekleidungsstücken ist ein entsprechender Platz zum Anbringen des jeweiligen Firmenlogos vorgesehen. Darüber hinaus ist auch das Anbringen eines Schildes für den Mitarbeiternamen möglich.
Alle Kleidungsstücke können bei einer entsprechenden Stückzahl in unterschiedlichen Farben gefertigt werden. Nach den derzeitigen Kalkulationen des Herstellers liegt der Preis für eine Outdoor-Jacke bei etwa 91,00 €, für die Kurzjacke bei etwa 42,50 € sowie 38,90 € für die Latzhose - jeweils zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Outdoor-Jacke mit großer Kapuze Der komplette Arbeitsanzug aus Jacke im Jeansstil und Latzhose
Outdoor-Jacke mit
großer Kapuze
Der komplette Arbeitsanzug
aus Jacke im Jeansstil und
Latzhose


Enganliegende Bündchen an den Ärmeln schützen vor Kälte Platz fürs Handy: die praktische aufgesetzte Brusttasche an der Latzhose Knietaschen bieten Platz für Polsterungen bei Tätigkeiten in knieender Stellung
Enganliegende
Bündchen
an den Ärmeln
schützen vor
Kälte
Platz fürs Handy:
die praktische
aufgesetzte Brust-
tasche an der
Latzhose
Knietaschen bieten
Platz für
Polsterungen bei
Tätigkeiten in
knieender Stellung

Fotos: Grafik & Design Ralf Mohr


Wenn auch Sie Interesse an dieser Berufskleidung für die Baustoff-Industrie haben, dann nehmen Sie Kontakt mit Dipl-Ing. Wolfgang Pichl, Geschäftsbereich Prävention der Steinbruchs-BG, Tel.-Nr.: (05 11) 72 57 - 705, auf. Dort erhalten Sie weitere Informationen zu dieser Bekleidungslinie und Informationen darüber, wo und wie Sie diese Kleidungsstücke auch für Ihr Unternehmen beschaffen können. Denn: Je mehr mitmachen, desto geringer wird der Stückpreis.
Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft hofft, durch die Entwicklung dieser auf die besonderen Bedürfnisse der Baustoff-Industrie zugeschnittenen Berufskleidung das Image dieser Branche weiter zu verbessern, die Identifikation der Mitarbeiter mit ihren Unternehmen zu steigern und nicht zuletzt das Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzniveau noch weiter zu erhöhen.

Dipl.-Ing. Wolfgang Pichl






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