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[Die Industrie der Steine + Erden]






Die Datenzentrale

Die Hauptverwaltung der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft in Langenhagen besitzt einen "Hochsicherheitstrakt": Wer zur Abteilung IV "Informationssysteme" will, steht - auch als Mitarbeiter der BG - erst einmal vor verschlossenen Türen. Jeder Besucher des elektronischen Nervenzentrums der Berufsgenossenschaft wird persönlich in Empfang genommen, denn - so Abteilungsleiter Robert Adam - "die Sicherheit der Datenbestände hat absolute Priorität. Sie muss unbedingt gewährleistet sein."
Die Aufgabenstellung seiner Abteilung, der "DV", umschreibt er kurz und klar: "Wir unterstützen die anderen Abteilungen, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort ihre Arbeit schneller und besser erledigen können." Um diesen Dienstleistungsauftrag auch bei wachsenden Anforderungen stets erfüllen zu können, werden Hard- und Software ständig weiterentwickelt.
Das Zeitalter der elektronischen Datenverarbeitung begann bei der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft im Jahre 1981 mit dem Aufbau eines Rechenzentrum, in dem auch heute noch das Unternehmenskataster der Mitgliedsbetriebe und die Daten der Versicherungsfälle der StBG gespeichert werden. Adam: "Anfangs mussten alle Programme selbst geschrieben werden, weil es auf dem Markt nichts Passendes gab. Heute arbeiten wir im Leistungsbereich mit CUSA - ‚Computer Unterstützte SAchbearbeitung' - einem Programm, das auch von anderen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen eingesetzt wird."
1994 wurde dann die Bürokommunikation auf EDV umgestellt. Alle Arbeitsplätze innerhalb der BG wurden in einem Intranet vernetzt. Adam: "Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft ist dezentral organisiert. Via ‚LinkWorks' können aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Sektionen und selbst die Technischen Aufsichtspersonen von ihren Heimarbeitsplätzen aus - 55 wurden inzwischen eingerichtet - auf elektronischem Wege Nachrichten und Post austauschen oder Büroformalia erledigen. Ebenso kann mit der entsprechenden Zugangsberechtigung auf bestimmte Daten im Zentralrechner zugegriffen werden."
Damit war ein neuer Abschnitt in der täglichen Büroroutine eingeleitet. Die Daten werden einmal online erfasst und stehen sofort zur Verfügung. So lassen sich beispielsweise die Daten der Versicherten für die verschiedensten Auswertungen relativ einfach und schnell selektieren, um Erkenntnisse über die Entwicklung der Unfallzahlen zu gewinnen, mit denen Aussagen über die Effektivität der Präventionsarbeit getroffen werden können.
"In Zukunft", erläutert Adam, "wird es eine noch stärkere Zusammenarbeit der Berufsgenossenschaften auf dem Gebiet der Datenverarbeitung geben. Das von der Telekom betriebene gemeinsame Datennetz verbindet heute schon bundesweit rund 300 Standorte: zum Beispiel die Hauptverwaltungen, Bezirksverwaltungen und Berufsgenossenschaftlichen Krankenhäuser".
So wird auch verständlich, dass dieser schnell wachsende Datenberg mit teilweise sensiblen personenbezogenen Daten besonders geschützt werden muss - denkt man, wenn sich die Türen wieder hinter einem verschließen.
Klaus-Peter Pfingsten


Im Bild (v.l.n.r.): Daniel Ahlemeyer, der stellvertretende Abteilungsleiter Peter Martin, Stefan Wilken und Abteilungsleiter Robert Adam
Im Bild (v.l.n.r.): Daniel Ahlemeyer, der stellvertretende
Abteilungsleiter Peter Martin, Stefan Wilken und Abteilungsleiter
Robert Adam


Stehend (v.l.n.r.): Tamara Efimenkova, Thomas Rohde, Andre Reichert und Monika Vauth; sitzend: Bernd Seifert und Ursula Finke
Stehend (v.l.n.r.): Tamara Efimenkova, Thomas Rohde,
Andre Reichert und Monika Vauth; sitzend: Bernd Seifert
und Ursula Finke


Stehend (v.l.n.r.): Sebastian Noack, Norbert Stoll, Jürgen Bode, Robert Kellner und Manuel Käsdorf; sitzend: Thomas Schubert und Mario Wampfler
Stehend (v.l.n.r.): Sebastian Noack, Norbert Stoll,
Jürgen Bode, Robert Kellner und Manuel Käsdorf;
sitzend: Thomas Schubert und Mario Wampfler






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