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[Die Industrie der Steine + Erden]






Trotz Krise am Bau: Der Beitragsfuß bleibt stabil

Willi Lange Die Baubranche befindet sich seit längerer Zeit in einer Struktur- und Wirtschaftskrise. Der Rückgang von Bauinvestitionen, Umsatz und Beschäftigung hat zwangsläufig auch bei den unserer Berufsgenossenschaft zugehörigen Unternehmen der Steine und Erden-Industrie deutliche Spuren hinterlassen. Fortgesetzt hat sich dabei im Jahre 2001 insbesondere der Rückgang der Beschäftigtenzahl und damit die Verringerung der Lohnsummen, die der Berufsgenossenschaft für die Berechnung der Beiträge mitgeteilt werden.
Vor wenigen Tagen sind von der Mitglieder- und Beitragsabteilung unserer Berufsgenossenschaft die Beitragsbescheide versandt worden. Die Höhe des Einzelbeitrags richtet sich bekanntlich nach verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel der nachgewiesenen Lohnsumme sowie den für die ausgeübte Tätigkeit jeweils einschlägigen Gefahrklassen. Ein wichtiger Faktor, der während einer Gefahrtarifperiode in besonderer Weise über das wirtschaftliche Ergebnis des Geschäftsjahres einer Berufsgenossenschaft Auskunft gibt, stellt auch der Beitragsfuß dar, der zuletzt - für das Jahr 2000 - auf 7,50 DM festgesetzt wurde. Dieser Beitragsfuß ist erfreulicherweise stabil geblieben; er ist vom Vorstand unserer Berufsgenossenschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr 2001 auf 7,50 Euro festgesetzt worden. Hierzu vorab ein kurzer Hinweis für Währungsumrechner: Eine Halbierung des Beitragsfußes nach Umstellung von DM auf Euro kam natürlich nicht in Betracht, weil der Quotient aus dem in Euro umgerechneten Umlagesoll und den mit den einschlägigen Gefahrklassen multiplizierten Euro-Entgelten zwangsläufig ebenfalls in Euro festgesetzt werden musste, ohne dass sich dadurch das Verhältnis im Vergleich zu einer Berechnung auf der Grundlage von DM ändern würde. Die trotz der wirtschaftlichen Probleme im Steine und Erden-Bereich erzielte Beitragsstabilisierung stellt sich indessen weniger als das Ergebnis sinkender Entschädigungskosten dar - auch wenn hier bereits spürbare Kostensenkungen zu verzeichnen sind - sondern eher als eine Folge vorausschauender Finanzplanung. Hier kommt vor allem der vor einigen Jahren bei unserer Berufsgenossenschaft aus Rücklageüberschüssen eingerichteten Stabilitätsreserve überragende Bedeutung zu, die gerade dazu dienen soll, den Beitragsfuß in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkungsvoll zu stützen.
Dieses Mindestziel der Beitragsstabilität ist für das Geschäftsjahr 2001 erreicht worden und wird auch in den nächsten Jahren neben den Aufgaben der Prävention, Entschädigung und Rehabilitation vorrangiges Unternehmensziel der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft sein.
Nähere Einzelheiten zum Thema "Umlage 2001" finden Sie im entsprechenden Artikel dieser Ausgabe.
Abschließend bleibt zu hoffen, dass sich die Geschäftsaktivitäten in der Baubranche sowie in der Steine und Erden-Industrie bald wieder verstärken; die Anzeichen, dass die Talsohle erreicht ist, mehren sich jedenfalls.



Ihr
Willi Lange






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