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Weniger Restbeton durch genauste Disponierung

Die effektivste und wirtschaftlichste Aufbereitung von Restbeton ist die, die gar nicht erst durchgeführt werden muss. Diese These vertritt SBM Wageneder und empfiehlt für Baustellen ab einem Transportbetonbedarf von ca. 5.000 m³ den Einsatz von mobilen Transportbetonmischanlagen. Neben ökonomischen Vorteilen weist diese Variante auch eine Reihe von ökologischen Vorteilen auf.



Reduzierung des Verkehrsaufkommens

Auf der Basis eines Bauloses mit einem Bedarf von 10.000 m³ Frischbeton ergibt sich folgende Rechnung: Der Bedarf an Zuschlagstoffen beträgt durchschnittlich 1,875 t je m³ Frischbeton. Somit sind für 10.000 m³ Frischbeton 18.700 t Zuschlagsstoffe erforderlich. Bei einer Ladekapazität von 25 t pro Lkw sind also 750 Transporte durchzuführen. Der erforderliche Zement von durchschnittlich 350 kg pro 1m³ Frischbeton wird mit Lkws mit einer Ladekapazität von ebenfalls 25 t angeliefert, so dass sich hierfür 140 Transporte ergeben. Würde der Beton herkömmlich mit Fahrmischern angeliefert, die ein Fassungsvermögen von 6, 8 oder 10 m³ haben so wären hierfür die Menge von 10.000 m³ je nach Fahrmischer 1.667, 1.250 oder 1.000 Transporte erforderlich. Diese ergibt eine Einsparung der erforderlichen Transporte auf öffentlichen Straßen durch eine mobile Transportbetonmischanlage von 110, 360 oder sogar 777 oder in Prozenten ausgedrückt eine Einsparung von 12, 40 oder 87 %.



Reduzierung der Umweltbelastung

Für eine angenommene Anfahrtsstrecke von 10 km für die Zuschlagstoffe, für Zement und auch für den fertigen Beton in Fahrmischern ergibt sich bei einem angenommenen Dieselverbrauch der Lkws von 100 l pro 100 km eine Einsparung für die Hin- und Rückfahrt von 2.200, 7.200 bzw. 5.540 l Diesel. Zusätzlich bedeutet das niedrige Emissionen von Schadstoffen (speziell NOX) im selben Ausmaß.

Mobile Transportbetonmischanlage



Reduzierung der Umweltbelastung
Weniger Restbeton durch genauere Disponierung
Durch die wesentlich kürzeren Zeitspannen von Bedarf des Betons bis zum tatsächlichen Eintreffen ist es möglich, die vom Bauleiter theoretisch ermittelten Mengen ohne Aufschlag zu produzieren und eventuell noch erforderliche Restmengen nach dem Einbringen des Betons exakt nachzuproduzieren. Dies ermöglicht bei der Hersteller vor Ort, dass kein Restbeton anfällt und aus diesem Grund auch nicht entsorgt werden muss.




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