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Fünf-Jahres-Bilanz: Weniger Unfälle - weniger Kosten
Steinbruchs-Berufsgenossenschaft präsentiert Erfolg ihrer Präventionsarbeit
Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft verfolgt ihren gesetzlichen Auftrag, sich präventiv dafür einzusetzen,
dass die Zahl der Arbeitsunfälle und berufsbedingten Erkrankungen abnimmt, seit Mitte der neunziger Jahre
mit einer offensiven Strategie. In Potsdam präsentierte sie jetzt die beeindruckend erfolgreiche Bilanz ihrer
Aktivitäten: Unfälle und neue Rentenfälle gingen um mehr als 40 Prozent zurück!
Als gesetzliche Unfallversicherung kommen die Berufsgenossenschaften für die Rehabilitation und die finanzielle
Entschädigung der bei Arbeitsunfällen Verletzten auf. Bei nach wie vor mehr als einer Million Arbeitsunfällen
pro Jahr in Deutschland ergeben sich daraus - einschließlich der Kosten für Berufskrankheitsrenten -
jährlich etwa 7,5 Milliarden Euro, die allein durch die Arbeitgeber zu finanzieren sind.
Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, die für rund 180.000 Versicherte in rund 6.000 Unternehmen der deutschen
Baustoffindustrie zuständig ist, hat in ihrer Branche eine deutliche Senkung des Risikos erreicht, am Arbeitsplatz
einen Unfall zu erleiden oder zu erkranken. Der Vergleich der Unfall- und Berufskrankheitszahlen des Jahres 1995
mit denen des Jahres 2001 zeigt folgende Ergebnisse:
- Ereigneten sich 1995 noch 17.735 Arbeitsunfälle mit einem Arbeitsausfall von drei oder mehr Tagen, sank
diese Zahl auf 10.024 im Jahr 2001.
- Während 1995 noch durchschnittlich 87,37 aus 1.000 vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern einen meldepflichtigen
Arbeitsunfall hatten, waren es 2001 nur noch 62,18.
- Die Zahl der schweren Unfälle, die zu Rentenzahlungen der StBG führen, lag 1995 bei 525; im Jahr 2001
waren es nur noch 279.
- Wurden vor sieben Jahren noch 1.118 Verdachtsfälle auf eine Berufskrankheit an die StBG gemeldet, handelte
es sich im letzten Jahr nur noch um 644.
Lägen die Unfallzahlen des letzten Jahres noch immer auf dem Niveau von 1995, müssten die Unternehmen
jährlich etwa 13 Millionen Euro mehr allein für Maßnahmen der Rehabilitation aufbringen - laufende
Rentenzahlungen sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt.
Jede einzelne der wichtigen Kennzahlen ist also um mehr als 40 Prozent gesunken. Sehr deutlich wird der objektive
Erfolg auch bei den tödlichen Arbeitsunfällen: 1995 verunglückten 29 Menschen tödlich - 2001
waren es erfreulicherweise nur noch 15!
Diese Erfolge kommen nicht von selbst; sie gehen auf die seit vielen Jahren
erfolgreiche Zusammenarbeit der Sozialpartner und auf die zahlreichen innovativen Aktivitäten der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft
zurück. Schwerpunkt der Strategie der StBG ist dabei die Eigenverantwortung und Motivation von Unternehmern
und Beschäftigten.
Die Berufsgenossenschaft bietet - als Dienstleister in Sachen Sicherheit und Gesundheit - praxisgerechte Hilfe:
- So macht das Unternehmermodell der StBG die Arbeitssicherheit in kleineren Unternehmen zur Chefsache. Der Betriebsinhaber
wird dadurch geschult, Sicherheitsdefizite zu erkennen und zu beseitigen - zwischenzeitlich wurden mehr als 700
Seminare mit mehr als 11.000 Teilnehmern durchgeführt. Unterstützt werden die Unternehmer durch Sicherheitsingenieure
und Arbeitsmediziner der StBG, die bedarfsgerecht beraten und betreuen - sei es bei der Investition in neue, sichere
Maschinen, bei der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung oder vielen anderen Fragestellungen.
- Die praxisgerechte Handlungshilfe "Sicher mit System" (SMS) bietet den Arbeitsschutzverantwortlichen schnelle
und kompakte Antworten auf alltägliche Fragen zur Organisation der Arbeitssicherheit und zur gerichtsfesten
Dokumentation des Arbeitsschutzes - einem wichtigen Gesichtspunkt, denn der Unternehmer ist für die Sicherheit
in seinem Betrieb verantwortlich.
- Der Förderpreis Arbeit · Sicherheit · Gesundheit ist mit einem Preisgeld in Höhe von 50.000 € der höchstdotierte
Wettbewerb für Arbeitssicherheit in Deutschland, an dem sich allein im vergangenen Jahr 387 Menschen beteiligt
haben. Die innovativen Ideen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit werden von der StBG publiziert und stehen somit
auch anderen Unternehmen zur Verfügung, so dass nicht immer wieder das Rad neu erfunden werden muss.
- Die jüngste Präventionskampagne der StBG - „BAUZ" - spricht Versicherte direkt und zielgruppengerecht
an. Ziel ist, durch einen nachhaltigen Bewußtseinswandel den meist verhaltensbedingten Unfallschwerpunkt
der Stolper- und Sturzunfälle zu entschärfen.
All diese Angebote tragen dazu bei, die Arbeitswelt sicherer und gesünder zu machen. Es geht um Menschenleben
und auch darum, die Unternehmen wirtschaftlich "fit" zu machen, denn jeder Unfall verursacht Kosten, die letztlich
von allen Unternehmern getragen werden.

Entwicklung des Unfallgeschehens von 1995 bis 2001

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