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Bibko Recyclinganlage in der Fertigteilindustrie

Seit etwa einem Jahr ist das Betonfertigteilwerk Bedburg in Betrieb. Dieses zählt zu den modernsten in der Herstellung von Doppelwänden und Decken. Nicht zuletzt durch den Einsatz einer Recyclinganlage der Firma Bibko konnte die Ecobilanz durch vollständige Rückführung des anfallenden Produktionswassers in den Mischprozess deutlich verbessert werden.
Die Problematik im Werk Bedburg stellte sich - wie in vielen anderen Fertigteilwerken - so dar, dass nur ein sehr geringes Platzangebot vorhanden war, um die Recyclinganlage aufzustellen. Zudem sollten die bauseitigen Maßnahmen so gering wie möglich gehalten werden.
Ziel war es, die Anlage so zentral zu positionieren, dass sowohl Produktwasser, die bei der Produktion von Betonelementen als auch Waschwasser, die beim Reinigen der Mischanlage anfallen, zusammengeführt werden könnten. Ein vorgegebenes Einlaufrohr, dass sich auf Nullniveau befindet und die Produktwasser der Fertigteilherstellung befördert, musste hierbei integriert werden. Sowohl das anfallende Wasser sollte wieder komplett im Mischprozess untergebracht werden, als auch die beim Auswaschprozess wiedergewonnenen Materialien wie Sand und Kies.
Für den Betreiber war darüber hinaus wichtig, dass weder hochkomplizierte Technik, noch anfällige Systemkomponenten, wie Transportbänder, die sehr schnell verschmutzen und verschleißen, verwendet werden. Um diese Vorgabe zu erreichen wurde von Bibko ein internes Becherrad eingesetzt, was eine komplette Versenkung der Druckauswaschmaschine vermeidet. Diese wurde über das Rückwerksbecken gestellt, wodurch viele Quadratmeter Platz eingespart werden konnten.
Die Anlage steht auf zwei Doppel-I-Trägern, so dass sich die Oberkante des Aufgabetrichters auf Nullniveau befindet. Das anfallende verschmutzte Produktwasser wird von dem Becherwerk aufgenommen und in das Innere der Maschine gefördert. Der vom Waschwasser separierte Sand und Kies wird von einem zweiten Becherwerk erfasst und auf einem vier Meter langen Wendelförderer geworfen. Dieser Wendelförderer trägt das Material aus und wirft es von einer Höhe von 2,2 m ab, so dass ein genügend großer Materialpuffer besteht.
Das Waschwasser gelangt in einen Rührwerksbecken, dass sich platzsparend unter der Maschine befindet. Von dort aus wird es wieder zurück zum Mischprozess gepumpt. Spülwasser, dass beim Reinigen der Mischanlage entsteht, wird über einen drehbaren Trichter mit Rohranschluss, der sich unter die Ausgabe der Mischanlage schwenken lässt erfasst und direkt über einen Anschluss-Stutzen an der Trogauswaschmaschine in deren Inneres zum Aufbereiten geführt. Mit dieser Anlagenkonfiguration werden die Anforderungen des Betreibers voll erfüllt: Platzsparende und effektive Aufbereitung von Produkt- und Waschwasser.


Bibko-Auswaschmaschine mit 20 m<SUP>3</SUP>/h Leistung, mit 4 m Wendelförderer und 2,2 m hohem Materialabwurf
Bibko-Auswaschmaschine mit 20 m3/h Leistung,
mit 4 m Wendelförderer und 2,2 m hohem Materialabwurf


Aufsicht auf das interne Becherwerk mit drei Einlauföffnungen für Produktwasser sowie Waschwasser der Mischerreinigung
Aufsicht auf das interne Becherwerk
mit drei Einlauföffnungen für
Produktwasser sowie Waschwasser der
Mischerreinigung






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