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[Die Industrie der Steine + Erden]






Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten weiter rückläufig

Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle in der gewerblichen Industrie (Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen) hat in Deutschland 2001 um 6,4 Prozent auf 1,07 Millionen deutlich abgenommen, bei den Wegeunfällen ergab sich ein Minus von 0,4 Prozent auf knapp 177.000. Deutlich auch die Abnahme der schweren Unfälle, die zu neuen Unfallrenten führten: minus 5,7 Prozent auf 21.383 bei den Arbeitsunfällen; minus 6,6 Prozent auf 6.471 bei den Wegeunfällen. Rückgänge gab es ebenfalls bei den tödlichen Unfällen: Beklagt wurden noch 820 tödliche Arbeitsunfälle (fünf weniger als im Vorjahr) und 660 tödliche Wegeunfälle, 62 weniger als im Jahr 2000.
Die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit ist seit Jahren rückläufig und im Jahr 2001 auf 67.594 gesunken. Entschieden wurden im vergangenen Jahr knapp 69.000 Fälle, unter denen sich zwangsläufig auch Verdachtsanzeigen der Vorjahre befanden. In gut 24.000 Fällen konnte der BK-Verdacht bestätigt werden. Dies entspricht einer Anerkennungsquote von 35,3 Prozent, die damit gegenüber dem Vorjahr (34,2 Prozent) leicht gestiegen ist.
Als Berufskrankheit im juristischen Sinne anerkannt wurden 17.171 Fälle, 5.178 Betroffene erhalten eine laufende Rentenzahlung. In weiteren 7.120 Fällen wurde die berufliche Verursachung der Erkrankung festgestellt; eine Berufskrankheit im juristischen Sinne lag jedoch nicht vor, weil besondere versicherungsrechtliche Voraussetzungen nicht erfüllt waren - zum Beispiel die Aufgabe der gefährdenden Tätigkeit. Es handelt sich dabei überwiegend um Hauterkrankungen. Die Berufsgenossenschaften übernehmen in diesen Fällen die medizinische Rehabilitation und beraten die Erkrankten über mögliche Schutzmaßnahmen.
Praktisch konstant geblieben ist die Zahl der Todesfälle in Folge einer Berufskrankheit mit 1.795.




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