www.steine-und-erden.net > 2002 > Ausgabe 2/02 > Kieswerke Andresen GmbH: Mit Sicherheit immer einen Schritt voraus

[Die Industrie der Steine + Erden]






Kieswerke Andresen GmbH: Mit Sicherheit immer einen Schritt voraus

Mit einer der modernsten Kies- und Sandaufbereitungsanlagen Norddeutschlands, der ersten Zertifizierung der Branche nach ISO 9001und einem professionellen Internet-Auftritt als Plattform für das E-Commerce hat die Kieswerke Andresen GmbH in Damsdorf, Mitglied der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, in den vergangenen Jahren wiederholt unter Beweis gestellt, dass sie im Wettbewerb immer einen entscheidenden Schritt voraus ist. Dies gilt auch für das Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb. Ludwig Andresen, geschäftsführender Gesellschafter der Kieswerke Andresen GmbH, hat im Rahmen des Unternehmermodells in den vergangenen Jahren mehrfach erfolgreich mit den Sicherheitsberatern der Steinbruchs-BG zusammengearbeitet.
Die Kieswerke Andresen GmbH steht seit einiger Zeit mit drei weiteren Firmen in einem engen Firmenverbund: der Kieswerke Söffker GmbH & Co. KG, der Spedition Sandkorn GmbH & Co. KG sowie der Kieswerke Bargstedt GmbH & Co. KG. Auch diese Firmen sind Mitglieder der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft und werden im Rahmen des Unternehmermodells sicherheitstechnisch und arbeitsmedizinisch betreut.
Der Erwerb einer neuen Radladerflotte - drei Cat-Radlader 950, acht der Serie 966 G - brachte Ludwig Andresen auf den Gedanken, einen Sicherheitsleitfaden für den Betrieb der neuen Maschinen zu erarbeiten und die Fahrer gezielt zu schulen. "Der Wettbewerb in unserer Branche wird immer schärfer", kommentierte er, "deshalb sind wir stets auf der Suche nach neuen Ideen, die uns stärker machen. Zum Beispiel durch die Prävention von Unfällen und Maschinenschäden und damit Senkung der Betriebskosten."
Deshalb holte die Firmengruppe Spezialisten von Zeppelin sowie die Sicherheitsingenieurin der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, Kerstin Baudach, an einen Tisch, um unter Beteiligung einiger Mitarbeiter aus den Kieswerken elf wesentliche Grundregeln für den Betrieb von Radladern zu definieren. Leicht verständlich und gut zu merken sollten sie sein, um dadurch eine möglichst hohe Sensibilisierung der Fahrer zu erreichen.
Weitere Themen im konstruktiven Dialog zwischen Unternehmer, Fahrern, Hersteller und der BG waren Verbesserungen am Aufstieg der Geräte sowie verschiedene Möglichkeiten der Rückraumsicherung für Ladebetrieb und Gewinnung. Die Erfahrungen des Unternehmens und der Geräteführer einerseits und die Erkenntnisse aus dem Unfallgeschehen der Steinbruchs-BG andererseits boten für die Vertreter von Zeppelin die Chance, Ansätze für die weitere Optimierung der CAT-Maschinen zu finden.
Parallel zur offiziellen Übergabe der neuen Maschinen erfolgte die Einweisung aller Maschinisten durch Zeppelin sowie eine Schulung durch die Sicherheits-Ingenieurin der StBG, die die Bedeutung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für jeden einzelnen Mitarbeiter, aber auch für den Betrieb als Ganzes erläuterte. Nur im Zusammenwirken aller Beteiligten innerhalb des Unternehmens können nachhaltige Erfolge für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter erzielt werden.
Abschließend händigte der Chef persönlich den neuen Sicherheitsleitfaden an jeden einzelnen Fahrer aus.
Diese Aktion zeigt einmal mehr, wie die Beratungsangebote der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft in zunehmendem Maße erfolgreich in betriebliche Entscheidungsprozesse der Mitgliedsunternehmen einbezogen werden. Diese positive Entwicklung dient nicht nur der Vermeidung betrieblicher Kosten für Unfälle und Berufskrankheiten sondern ist auch ein wichtiger Schritt für die Zukunft leistungsfähiger Unternehmen.
Kerstin Baudach, StBG

Leitfaden für den Radlader-Betrieb
(entwickelt von der Firmengruppe Andresen, Söffker, Sandkom und Bargstedt)
  1. Eine Sichtkontrolle der Schaufel, Reifen, Abschmierstellen, des Kühlers (Verschmutzungen und Undichtigkeiten) sowie des Radladers insgesamt vornehmen (äußerliche Beschädigungen, Ölflecken auf dem Boden beachten).
  2. Alle Betriebsmittelstände kontrollieren: Getriebeöl, Motoröl, Hydrauliköl, Kühlmittel und Schmiermittel-Vorrat.
  3. Fenster und Spiegel säubern.
  4. Einsteigen, Sicherheitsgurt anlegen und die Tür schließen.
  5. Den Selbst-Check laufen lassen, danach den Motor starten.
  6. Das Aufhalten im Gefahrenbereich des Radladers sowie das Mitnehmen von Personen ist verboten.
  7. Nach Arbeitsende den Radlader aus dem Gefahrenbereich fahren, die Schaufel absetzen und die Handbremse anziehen; den Motor 3 Minuten im Leerlauf nachlaufen lassen, danach abstellen.
  8. Vor dem Verlassen des RadIaders den Zündschlüssel abziehen, Türe abschließen und Batterie-Hauptschalter ausschalten.
  9. Der Betrieb eines Handys ist generell nur nach dem ordnungsgemäßen Abstellen des Radladers erlaubt.
  10. Jeder Fahrer hat auf die Einhaltung der Herstellervorschriften (Bedienungsanleitung / Service-Intervalle) zu achten.
  11. Bei außergewöhnlichen Ereignissen den Radlader sofort ordnungsgemäß abstellen und den Betriebsleiter informieren.


Die Radladerflotte der Kieswerke Andresen GmbH


Seit 1889 auf Qualität bedacht
Bereits seit mehr als 110 Jahren gibt es die Firma Andresen. 1889 startete Lütje Andresen in Niebüll mit einem Fuhrbetrieb für die Belieferung von Bauunternehmen mit Sand und Kies.
Mit den Jahren bauten sein Sohn Emil und der gleichnamige Enkelsohn den Betrieb aus. Mitte der 60er Jahre wurde die erste Kieswaschanlage bei Medelby nahe Flensburg in Betrieb genommen, um schließlich 1968 in Damsdorf, Kreis Segeberg, den heutigen Standort zu beziehen. Urenkel W. Ludwig Andresen zeichnet seit Mitte der 70er Jahre für das traditionelle Familienunternehmen verantwortlich. Seitdem hat es stark expandiert - sowohl was die Mitarbeiterzahl als auch den Umsatz betrifft.
Jährlich verlassen bis zu 2 Millionen t das Gelände der Firmengruppe. Dabei ist der Einsatz des Materials sehr vielfältig - vom Straßenbau über Gleisbaustoffe bis hin zu Spielsanden und hochwertigen Pflastersteinen. Thomas Burrer, Geschäftsführer der Firmen Söffker (gegründet im Jahre 1964) und Bargstedt (seit 2001) sowie des im März 2001 neu gegründete Transportunternehmens Sandkorn, kommentiert: "Unser Anspruch ist, in allen Betätigungsbereichen höchstmögliche Qualität zu liefern. Deshalb beschränken wir uns nicht nur auf die reine Produktion von Baustoffen, sondern gehen zum Kunden und erarbeiten mit ihm die Anforderungsprofile sowie Einsatzmöglichkeiten."
Ganz besonders stolz sind Andresen und Burrer auf ihr Angebot an Pflastersteinen und Findlingen, mit denen sich das Unternehmen über die Region hinaus einen Namen gemacht hat. Sowohl beim Schloss Charlottenburg in Berlin als auch in den Friesenwällen auf Sylt sind sie zu finden. Trotz der bekanntermaßen hohen Logistikkosten beim Transport von Baustoffen überzeugt eben die Qualität der Firmengruppe.





Inhaltsverzeichnis Ausgabe 2/02 | Zurück zu unserer Homepage