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[Die Industrie der Steine + Erden]






Umweltschutz wurde schon immer groß geschrieben

Das Ur-Berliner Unternehmen Graf Baustoffe GmbH blickt auf eine 40-jährige Recycling-Tradition zurück und gilt in seiner Branche als vorbildlich. Nicht nur, dass das 40.000 m2 große Gelände komplett wasserdicht versiegelt wurde. Eine Eingangsberegnung verhindert die Staubbildung des angefahrenen Materials, auf dem Grundstück sorgen sieben Wasserkanonen für die nötige Feuchtigkeit und jeder Lkw muss, bevor er das Gelände verlässt, durch eine Reifenwaschanlage. Umweltschutz wurde im Unternehmen schon immer groß geschrieben.
Nicht ohne Grund hatte der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes die Graf Baustoffe GmbH als Veranstaltungsort für die Übergabe des Monitoring-Berichts an Bundesumweltminister Trittin gewählt. Was er dabei zu Gesicht bekam, davon war Trittin sichtlich begeistert: Jährlich werden etwa 300.000 Tonnen hochwertige Recyclingbaustoffe, insbesondere für Tragschichten unterschiedlichster Art, gewonnen. Seit kurzem wird bei Graf auch Beton unter Verwendung von Recyclingbaustoffen hergestellt. Das alles geschieht unter strikter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen.
Allein die Schlammbeseitigung aus der Reifenwaschanlage kostet jährlich rund 20.000 DM. Weitere 70.000 DM im Jahr muss das Unternehmen für Eignungsprüfungen sowie die Güte- und Eigenüberwachung zahlen. Hinzu kommen nach Auskunft des geschäftsführenden Gesellschafters Peter Graf noch einmal 15.000 DM für die Unterhaltung der Beregnungsanlage. Rechnet man die durch all diese Maßnahmen bedingten Personalkosten hinzu, gibt das Unternehmen rund eine viertel Million DM jährlich für Umweltschutz und damit für Sicherheit und Gesundheitsschutz aus.
Diesen Standard auch für die Zukunft aufrecht zu erhalten, wird jedoch immer schwieriger. Schuld daran haben davon kann Peter Graf ein Lied singen die wilden Recyclingbetriebe. Der Unternehmer: "Während wir uns streng an die jeweiligen gesetzlichen und behördlichen Auflagen halten, kann davon bei vielen anderen Betrieben kaum die Rede sein." Ohne Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz, und damit unter Missachtung jeglicher Umweltschutzbestimmungen, würden derartige Betriebe "einfach drauflosarbeiten". Unbelastet von den entsprechenden Kosten diktieren sie die Preise und dabei, so Graf, "können wir nicht mithalten".
Abhilfe ist zur Zeit kaum in Sicht. Keine erkennbaren Ergebnisse habe bisher auch die eigens vom Berliner Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz eingesetzte fünfköpfige Task-Force gebracht. Die so Graf existiere zwar schon seit etwa drei Jahren, Kontrollen fänden jedoch kaum statt. Das gelte nicht selten selbst dann, wenn konkrete Hinweise vorlägen. Graf: "Die zuständigen Behörden tun einfach nichts zumindest nichts, was für uns erkennbar wäre."
Um den durch die wilden Recycler verursachten Kostendruck zumindest teilweise aufzufangen, ist eine optimale Abstimmung der Betriebsabläufe unerlässlich. Dabei kommt es vor allem auf die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Maschinenparks an. Gearbeitet wird täglich 16 Stunden in zwei Schichten. "Fällt eine Maschine aus, dann kostet uns das richtig Geld", erläutert Graf.
Im Einsatz befinden sich unter anderem vier Caterpillar-Radlader 966 G. Ihre Schaufeln sind mit einem Eckenschutzsystem ausgerüstet. Damit können sie wie bei der Beschickung der teltomat-Brechanlage nötig auch schwere Felsarbeiten problemlos bewältigen. "Mit den Ladern sehr zufrieden" ist Peter Graf jedoch auch deshalb, "weil sie die strengen Auflagen in Bezug auf den Immissionsschutz voll erfüllen". Angetan ist er auch von dem Service, den der Caterpillar Vertriebs- und Servicepartner Zeppelin bietet. "Die sind pünktlich, schnell, und die Arbeit stimmt."



Im Bild: der geschäftsführende Gesellschafter der Graf Baustoffe GmbH, Peter Graf, (Mitte)  mit dem Leiter der Zeppelin-Niederlassung Potsdam, Wolfram Söhnel, (links) sowie Zeppelin-Verkaufrepräsentant Karl-Eckhardt Kutz vor einem Cat-Radlader 966G auf dem Graf-Firmengelände in Berlin. (Foto: Zeppelin Baumaschinen GmbH)
Im Bild: der geschäftsführende Gesellschafter
der Graf Baustoffe GmbH, Peter Graf, (Mitte) mit dem Leiter
der Zeppelin-Niederlassung Potsdam, Wolfram Söhnel (links)
sowie Zeppelin-Verkaufrepräsentant Karl-Eckhardt Kutz vor
einem Cat-Radlader 966G auf dem Graf-Firmengelände in Berlin.
(Foto: Zeppelin Baumaschinen GmbH)






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