www.steine-und-erden.net > 2001 > Ausgabe 2/01 > Neun zum Freu’n

[Die Industrie der Steine + Erden]






Neun zum Freu’n

Die Kieswerke Andresen in Damsdorf nahe dem norddeutschen Bad Segeberg zählen zu den innovativsten Kiesproduzenten Deutschlands. Seit vielen Jahren ist das Unternehmen zuverlässiger Partner der Beton- und Bauindustrie und längst überregional bekannt. Im vergangenen Jahr beteiligte sich Andresen mehrheitlich an den Kieswerken Söffker aus dem benachbarten Tensfeld. Gemeinsam werden nun jährlich mehr als 1 Million Tonnen Kies und Sand abgebaut.
Der klassische Kiesabbau wird jedoch durch merkliche Rückgänge im Bausektor und steigende Importe von Rohstoffen stark belastet, so dass dem effektiven und wirtschaftlichen Betrieb immer größere Bedeutung zukommt. Bei Andresen möchte man durch Kosteneinsparungen in der Produktion und im Maschinenpark wettbewerbsfähig bleiben. Deshalb wurde in einem ersten Schritt der komplette Austausch aller Radlader vorgenommen, wobei die Anzahl der Lader dank höherer Leistungsfähigkeit reduziert werden konnte. Zur Optimierung des Materialflusses und zur Kostensenkung wurden neun 18 und 24 t wiegende Caterpillar-Radlader 950G und 966G mit 3,3 und 4,2 m3 Schaufelinhalt gewählt. Die Finanzierung der Radlader wurde durch Caterpillar Financial Services unterstützt. Ein Full-Service-Vertrag für die neun Lader rundet die Investitionsmaßnahme ab.



Große Schaufeln und stolze Fahrer: Wenn die gesamte Radladerflotte vollständig auf Caterpillar-Maschinen umgestellt wird, ist das sicherlich ein Grund für ein Erinnerungsfoto. Schließlich sind die neun Cats bei den Kieswerken Andresen wichtigstes
Standbein der Förderung und Produktion. (Fotos: Zeppelin Baumaschinen)
Große Schaufeln und stolze Fahrer: Wenn die gesamte Radladerflotte
vollständig auf Caterpillar-Maschinen umgestellt wird, ist das sicherlich
ein Grund für ein Erinnerungsfoto. Schließlich sind die neun Cats
bei den Kieswerken Andresen wichtigstes Standbein der Förderung und Produktion.
(Fotos: Zeppelin Baumaschinen)




Kieslabor für die Qualitätssicherung

Die bemerkenswerte Firmengeschichte nahm ihren Anfang1889 im nordfriesischen Niebüll, als Lütje Andresen einen Fuhrbetrieb für das Baugewerbe samt Sand- und Kiesabbau gründete. Sein Sohn Emil Andresen sen. führte den Betrieb fort. Dessen Sohn Emil Andresen jun. baute das Unternehmen 1968 mit dem Erwerb der jetzigen Abbauflächen in Damsdorf bei Bad Segeberg weiter aus. Der heutige Geschäftsführer Dipl.-Ing. W. Ludwig Andresen trat dem Betrieb 1975 bei – und leitet somit das Familienunternehmen bereits in der vierten Generation.

Im Dienste der Kunden mehr als 100 Produkte in optimaler Qualität bereitstellen zu können, ist eines der erklärten Ziele der Kieswerke Andresen. So erhielt das Unternehmen als erstes Kieswerk Deutschlands nach der Einführung eines Qualitätssicherungssystems 1996 eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001. Für die Eigenüberwachung steht unter Leitung eines Qualitäts- und Umweltbeauftragten ein voll ausgestattetes Kieslabor zur Verfügung.
1994 wurde am Standort Damsdorf eine Kies- und Sandaufbereitungsanlage in Betrieb genommen, die gleichzeitig zehn verschiedene Sorten hoher Qualität bereitstellen kann. Durch eine computergesteuerte Sanddosieranlage sind Sandzusammensetzungen beliebiger „Rezeptur“ lieferbar. Für spezifische Vorgaben und Probleme der Kunden werden geeignete Materialmischungen entwickelt, so auch seewasserbeständige oder Mischungen mit bestimmten pH-Werten. Da die Anmischungen dokumentiert werden, lassen sich alle Materiallieferungen jederzeit wiederholen. Dementsprechend anspruchsvoll ist die Kundenstruktur der Kieswerke.
Durch die genehmigten Abbauflächen mit Reserven von mehr als 25 Millionen Tonnen können die Kieswerke Andresen ihren Kunden für die kommenden 20 Jahre die gleichbleibende hochwertige Qualität bieten.
Ob Überschuss-Sande oder schwerste Findlinge, sämtliche Materialien aus dem Boden finden bei den Kieswerken Andresen Verwertung. „Wir haben für alles, was wir hier abbauen, geeignete Märkte erschlossen“, erklärt Ludwig Andresen. So werden Steine und Findlinge bundesweit geliefert, beispielsweise auch zur Bundesgartenschau (BUGA).



Auf die neun neuen Cat-Lader warten bei den Kieswerken Andresen vielfältige Aufgaben. Im Rahmen der Übergabefeier wurden die Neulinge wie in einem anschaulichen Diorama auf die verschiedenen Einsatzbereiche verteilt, um so ihren Arbeitsalltag darzustellen
Auf die neun neuen Cat-Lader warten bei den Kieswerken Andresen
vielfältige Aufgaben. Im Rahmen der Übergabefeier wurden
die Neulinge wie in einem anschaulichen Diorama auf die verschiedenen
Einsatzbereiche verteilt, um so ihren Arbeitsalltag darzustellen




Tradition, Innovation und Kompetenz

Ein Cat 966G übernimmt im Materialfluss eine tragende Rolle: Er fördert Material aus der Wand zur Vorabsiebung. Von dort gelangen stündlich rund 300 t Rohkies in die Nassaufbereitung. Das Wasser wird über Klärteiche im Kreislauf geführt, so dass trotz 500 m3/h Wasserbedarf lediglich 30 bis 50 m3/h Grundwasser benötigt werden. Durch diese Maßnahme reduzierte sich die Grundwasserförderung um 80 Prozent.
„Die neun Lader fahren bei uns praktisch permanent mit voller Schaufel. Auch beim Fördern aus der Wand legen wir großen Wert auf optimale Schaufelfüllungen. Der Kraftstoffverbrauch liegt auch beim Arbeiten an der Wand deutlich unter 20 l/h. Durch die neuen Cat-Lader rechnen wir noch mit spürbaren Einsparungen", freut sich Ludwig Andresen.
Andresen ist auch stellvertretender Vorsitzender des Baustoffüberwachungs- und Zertifizierungsverbandes Nord und Vorsitzender der Abteilung Kies, Sand, Splitt. Viele Branchenkenner schätzen ihn wegen seiner außergewöhnlichen Schritte.


Klaus Petersen, Gebietsverkaufsleiter von Zeppelin Baumaschinen (rechts), wünscht Dipl.-Ing. W. Ludwig Andresen viel Erfolg mit den neuen Cat-Radladern
Klaus Petersen, Gebietsverkaufsleiter von Zeppelin Baumaschinen (rechts),
wünscht Dipl.-Ing. W. Ludwig Andresen viel Erfolg mit den neuen Cat-Radladern






Inhaltsverzeichnis Ausgabe 2/01 | Zurück zu unserer Homepage