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[Die Industrie der Steine + Erden]






Prokiesa 2000 - eine Messenachlese


Prokiesa



Zum 14. Mal traf sich die deutsche Kies- und Sandindustrie zu ihrer schon traditionell zu nennenden Fachtagung Produktion von Kies und Sand in Aachen. Neben den Fachvorträgen, die sich u. a. mit Entwicklungstendenzen in diesem Industriebereich beschäftigten, führten wieder viele namhafte Hersteller, Behörden und Institutionen eine begleitende Ausstellung mit Messecharakter durch.

Den Festvortrag hielt Dr. Lothar Späth, Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG, zum Thema "Europa im Wandel - Chancen und Herausforderung". Er wies darauf hin, dass "es nichts nützt, wenn wir uns in Deutschland auf das Festlegen von Regeln konzentrieren, während alle anderen schon längst im Spiel sind".

In den diversen Vorträgen, wie z. B. "Umweltschutz und Kiesabbau sind kein Widerspruch" sowie der Präsentation des Europäischen Rekultivierungspreises, aber auch in mehreren Beiträgen zur Normung wurde deutlich, dass in der Steine + Erden-Industrie umgesetzte Regeln auch zur Prosperität der Branche beitragen können. Jeder Bundesbürger "verbraucht" in 70 Lebensjahren rund 460 Tonnen Kies und Sand. Diese Menge ist nicht ohne weiteres durch alternative Rohstoffe zu ersetzen.

Eines der Schwerpunktthemen war die zukünftige technische Ausgestaltung der Kies- und Sandindustrie. Hierzu wurden neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Regelungs- und Steuerungssysteme in Kieswerken, zu elektronisch gesteuerten Gewinnungs- und Aufbereitungsgeräten und zur Telemetrie in Kies- und Sandaufbereitungsanlagen vorgestellt. Ausführlich diskutierten die Teilnehmer die hierzu notwendige Anlagentechnik sowie den Kosten-Nutzen-Vergleich.

Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft präsentierte sich mit einem eigenen Stand bereits zum 3. Mal auf der begleitenden Fachausstellung der Prokiesa. Zahlreiche Vertreter von Mitglieds-unternehmen informierten sich über Dienstleistungsangebote und Projekte der StBG - zum Beispiel die neue Organisationshilfe "Sicher mit System". Damit erhalten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen Hilfestellung dabei, den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb effektiv und praxisnah umzusetzen. Über gezielte Fragestellungen kann der Unternehmer Handlungsbedarf erkennen und über vorbereitete Lösungsvorschläge gezielt Maßnahmen einleiten.

Die StBG stellte ebenfalls PC-gestützte Medien vor, so zum Beispiel die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten von Nachschlagewerken und interaktiven Lernprogrammen. Diese Programme sind erhältlich zu den Themen "Ladungssicherung", "Sicherer Umgang mit Gabelstaplern" und "Sicher und wirtschaftlich Sprengen". Die Standbesucher überzeugten sich vom leichten Umgang mit den abwechslungsreichen Programmen. Durch den Umgang mit diesen innovativen Medien werden neue Möglichkeiten geschaffen, Mitarbeiter zu informieren und zu motivieren.

Auf großes Interesse stieß die CD-rom der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, auf der Informationen zu den Dienstleistungsangeboten ebenso enthalten sind wie genaue Angaben zu Informationsschriften und Broschüren.

Ein "Dauerbrenner" am Stand der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft war wieder der Förderpreis Arbeit Sicherheit Gesundheit der StBG. Hier interessierte die Standbesucher vor allem, wie die von ihnen eingereichten Beiträge aus dem Jahr 1999 bewertet wurden. Darüber hinaus stellten bereits einige Tagungsteilnehmer neue Ideen für die Beteiligung an der nächsten Förderpreisausschreibung 2000 vor.

Die Fachtagung "Produktion von Kies und Sand 2000" stellte wieder ein Forum dar, auf dem - losgelöst vom betrieblichen Alltag - Probleme offen diskutiert und das Vertrauen in die Dienstleistungen der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft gestärkt werden konnte.

Dipl.-Ing. Wolfgang Horten, StBG, Sektion III,
Tel. 0 22 26/1 75-30, Fax - 24,

Dipl.-Ing. Alwin Königsmann, StBG, Sektion III,
Tel. 0 24 22/90 14-09, Fax -25





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