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[Die Industrie der Steine + Erden]






Immer ein offenes Ohr

Abteilungsleiter Erwin Adam

Abteilungsleiter
Erwin Adam


6.30 Uhr morgens im Erdgeschoß der StBG-Hauptverwaltung. Auf PC-Bildschirmen erscheinen lange Datenreihen der StBG-Mitgliedsbetriebe. Sie sind Frühaufsteher, die Kollegen der Mitglieder- und Beitragsabteilung - intern in gewohnt frischer Amtssprache Abteilung III genannt. Neben dem Bündel Akten liegt auf jedem Schreibtisch der pfundschwere Bundesanzeiger: "Jeder von uns ist für die Betriebe in einer der sechs Sektionen der StBG zuständig. Damit wir neu gegründete Steine und Erden-Betriebe ansprechen können oder über Insolvenzen informiert sind, ist der Bundesanzeiger wichtige tägliche Pflichtlektüre," erzählt Anja Melloh. Auch die Stadtverwaltungen melden Gewerbean- und -abmeldungen an die StBG - oder die Unternehmer rufen direkt an: "Innerhalb einer Woche müssen die Unternehmer ihren Betrieb bei einer Neugründung zur Unfallversicherung anmelden. Aber auch, wenn dieser Termin einmal nicht eingehalten wird, sind die Arbeitnehmer abgesichert," berichtet Bernd Bittner. Spaß macht den Kollegen der Abteilung III vor allem der Kontakt zu gut bekannten Mitgliedsbetrieben - dazu zählen mittlerweile auch viele im Osten Deutschlands, wie Ursula Biel verrät: "Nach der Wende kam mit der Neuregistrierung der ostdeutschen Unternehmen ein großes Stück Arbeit auf uns zu. Nun ist aber der Löwenanteil geschafft und es gibt schon viele nette Kontakte."

Birgit Contrael und Bernd Bittner

Birgit Contrael
und Bernd Bittner


Die "heiße Phase" liegt für die Beitragsabteilung nicht im Sommer, sondern in Winter und Frühling: Von Januar bis März erfassen die Kollegen die Entgeltnachweise der Firmen und senden Ende April den Beitragsbescheid für das Vorjahr sowie den Vorschussbescheid für das laufende Jahr an die Mitgliedsbetriebe. "Dann glühen hier oft die Drähte, da natürlich viele Unternehmer Fragen zu den Bescheiden haben," plaudert Abteilungsleiter Erwin Adam aus dem "Abteilung-III-Kästchen". Mit großem Erfahrungsschatz steht er seinen Mitarbeitern beim nicht immer einfachen Tagesgeschäft zwischen Beitragsberechnung und dem Umgang mit säumigen Zahlern zur Seite. Denn auch bei der StBG zahlt leider nicht jedes Unternehmen pünktlich seine Beiträge. Doch Erwin Adam und Jürgen Klitsche, zuständig für Zwangsvollstreckungen und Insolvenzverfahren, sprechen den 6500 Mitgliedsbetrieben ein Lob aus: "Über 80 Prozent der Beiträge gehen pünktlich ein und 90 Prozent der Rückstände resultieren aus Insolvenz- bzw. Konkursverfahren."

Und wer meint, dass da, wo viele Akten gewälzt werden, alles grau in grau ist, der schaue doch mal in der Abteilung III vorbei: Nirgendwo in der Hauptverwaltung der StBG grünt und blüht es so üppig auf den Fluren und in den Büros wie hier. Frühmorgendliches Tauwasser ist eben doch ein gutes Gießwasser...

Heidrun Becker, StBG
Tel.: 05 11/72 57-784, Fax /796





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