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[Die Industrie der Steine + Erden]






Historischer Tiefstand bei schweren Arbeitsunfällen

Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft (StBG) - gesetzliche Unfallversicherung für 200.000 Versicherte in 6400 Unternehmen der Steine und Erden-Industrie - hat die Bilanz der Unfallzahlen 1999 für die Baustoffindustrie in Deutschland veröffentlicht. Die Zahl der anzeigepflichtigen Arbeitsunfälle stieg zwar leicht um 0,7 Prozent auf 14.410, dagegen sank die Zahl der nicht meldepflichtigen Arbeitsunfälle um mehr als sieben Prozent auf insgesamt 8.995 Fälle.

Besonders erfreulich verlief die Entwicklung bei den schweren Arbeitsunfällen, die zu neuen Rentenzahlungen führen und langfristig Kosten verursachen. Hier verzeichnet die StBG wie-derum einen Rückgang um mehr als fünf Prozent und erreicht erneut einen historischen Tiefstand mit 337 Fällen. Damit setzt sich die seit 1994 erkennbar positive Entwicklung fort. "Selbst vor der Wiedervereinigung waren nicht so geringe Werte bei neuen Arbeitsunfall-Renten zu verzeichnen", erläutert der Leiter des Geschäftsbereiches Prävention der StBG, Helmut Ehnes.

Eine ebenfalls positive Entwicklung registriert die StBG im gesamten Bereich der Wegeunfälle. Hier sank die Anzahl der anzeigepflichtigen Wegeunfälle um 5,1 Prozent auf 942 Fälle. Herausragend ist der Rückgang der tödlichen Wegeunfälle: Waren hier 1998 noch neun tödlich verunglückte Personen zu beklagen, so waren es 1999 noch vier.

Die StBG verfolgt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat das Ziel, durch Fahrerschulungen und Verkehrssicherheitstrainings die Sicherheit auf dem Weg zum Arbeitsplatz, aber auch insgesamt beim Umgang mit Fahrzeugen im Betrieb oder auf den Straßen zu erhöhen. Diese Bemühungen zeigen in dem Abwärtstrend ihre Wirkung. Die angezeigten Fälle mit Verdacht auf eine Berufskrankheit sind 1999 um 47 auf 726 Fälle gesunken. Ebenfalls um mehr als sechs Prozent ging die Zahl der neuen Berufskrankheiten-Renten zurück.





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