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Verleihung des Förderpreises Arbeit · Sicherheit · Gesundheit 1999

"Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren..." so lautet die Titelzeile eines alten Volksliedes, das Generationen von Studenten während ihrer Zeit in der Stadt am Neckar begleitet hat und noch heute bei dem einen oder anderen Erinnerungen an seine "Sturm- und Drangzeit" aufleben lässt.

Erfinden, forschen, Ideen sammeln - das hat in der wohl bekanntesten Universitätsstadt Deutschlands eine lange Tradition, und so war es für die Initiatoren des Förderpreises Arbeit · Sicherheit · Gesundheit naheliegend, dass die Verleihung des Förderpreises 1999 in Heidelberg stattfinden sollte.

Die historische Stadthalle bildete den würdigen Rahmen, in dem sich am 25. Februar mehr als 220 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik einfanden, um bei der Ehrung der Preisträger dabei zu sein.

Im Vorfeld der eigentlichen Preisverleihung informierten sich die zahlreich erschienenen Journalisten der Fach- und Tagespresse über die Förderpreisrunde. Die Vorstandsvorsitzenden Gerd Allers und Hans Enders standen hier ebenso Rede und Antwort wie Hauptgeschäftsführer Willi Lange und Helmut Ehnes, Leiter des Geschäftsbereiches Prävention der StBG. Den Schirmherrn des Förderpreises, Bundesminister Walter Riester, vertrat Ministerialdirigent Wolfgang Heller. Nach dem fast einstündigen Pressegespräch war klar, was sich bereits im Laufe der vorangegangenen Ausschreibung abgezeichnet hatte: Das Interesse der Öffentlichkeit am Förderpreis und seinen Ergebnissen ist auch nach mehr als drei Jahren ungebrochen.

Dipl.-Ing. Gerd Allers Description Ministerialdirigent Wolfgang Heller
Dipl.-Ing. Gerd Allers
Prof. Iris Maria vom Hof
Ministerialdirigent
Wolfgang Heller

Den Festakt eröffnete der Vorsitzende des Vorstands der StBG, Gerd Allers. Er schilderte die Überlegungen der Selbstverwaltung der StBG, die 1997 in den ersten Förderpreis mündeten:"Wir wollten: Die vielen intelligenten Lösungen für die alltäglichen Probleme an den Arbeitsplätzen sammeln und publizieren, Anstöße zu deren Umsetzung geben - denn oft fehlt nur ein kleiner Anreiz, um gute Vorschläge, die im Alltagsgeschäft vergessen zu werden drohen, dennoch zu realisieren; die innovativen Einzellösungen, die in den Betrieben erarbeitet werden, auch Menschen in anderen Unternehmen zugänglich machen und letztendlich für eine sichere und gesunde Arbeitswelt in der betrieblichen Öffentlichkeit und darüber hinaus werben. Arbeitssicherheit muss ihren Platz in den Köpfen der Menschen finden, um den Stellenwert im alltäglichen Bewusstsein zu erhalten, der ihr zusteht, das war und ist das Credo der StBG ... und der Förderpreis Arbeit · Sicherheit · Gesundheit, deren Preisträger wir heute auszeichnen, erwies sich im Laufe der Zeit durchaus als das geeignete Werkzeug für unseren gemeinsamen Weg in die Zukunft." Gerd Allers dankte auch den fast 1000 Frauen und Männern, die ihre Ideen, Lösungen und Vorschläge in nahezu 500 Förderpreis-Beiträgen formuliert haben.

Besonders herzliche Worte fand Oberbürgermeisterin Beate Weber, die durch jahrelange Arbeit im Rahmen des Europäischen Parlaments eine starke Beziehung zum Thema Arbeitssicherheit hat. Sie lobte die Förderpreis-Initiative als zukunftsträchtiges Beispiel für die notwendige Integration aller Beteiligten zur Verbesserung der Arbeitswelt.


Präsentation des Outfit 2000 Präsentation des Outfit 2000 Präsentation des Outfit 2000


Das optische Highlight der Preisverleihung steuerten die Studenten der Fachhochschule Hannover unter Leitung der Professoren Iris Maria vom Hof und Dorothea Mink bei. Studenten der Fachbereiche "Design und Medien" und "Modedesign", mit denen die StBG seit Jahren eine intensive Zusammenarbeit verbindet, entwickelten eine moderne multimediale Präsentation, die das Publikum in ihren Bann zog. Frau vom Hof erläuterte die Hintergründe zur Entstehung der Präsentation, bevor eine Show mit einer Mischung aus Bild, Ton, und Tanz die Zuschauer begeisterte. Das Studienprojekt "Sichtwechsel" - aus der gestalterischen Arbeit um den Förderpreis herum geboren - vermittelt zunächst einen fotografischen Blick auf die Arbeitswelt in der Steine und Erden-Industrie. Doch die Sichtweisen sind die von neutralen Beobachtern und damit "anders". Viele der Besucher in Heidelberg zeigten sich erstaunt von den Bildern ihrer ansonsten so vertrauten Umwelt, die sie so zuvor noch nicht gesehen hatten.

"Wechselsicht", so der Name des zweiten Projekts, ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Fachhochschule Hannover und der StBG. Ziel war es, Arbeitskleidung zu entwickeln, die nicht nur funktional und bequem ist, sondern die Sicherheit des Trägers noch mehr in den Vordergrund stellt, als die bisher am Markt befindlichen Produkte. Was entstehen kann, wenn sich zwei innovative Partner mit Enthusiasmus, Neugier und Kompetenz einem solchen Thema nähern, davon konnten sich die Gäste der Preisverleihung überzeugen.

Dr. Hans-Peter Fröhlich, Leiter des Instituts der Deutschen Wirtschaft, gewährte Einblicke in Vergangenheit und Zukunft der hiesigen Wirtschaft. Sein Fazit: Der Schlüssel für eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft liegt in der Integration des Einzelnen und seiner Ideen... irgendwo auch ein Plädoyer für Initiativen wie den Förderpreis Arbeit · Sicherheit · Gesundheit. Zur eigentlichen Preisverleihung leitete Ministerialdirigent Wolfgang Heller über. Er überbrachte die Glückwünsche und Grüße des Bundesarbeitsministers Walter Riester, der dem Förderpreis als Schirmherr vorsteht. Heller bestätigte in seiner Rede die Arbeit der Berufsgenossesenschaften und würdigte die Initiative zur Auslobung eines Ideenwettbewerbs für mehr Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Auf die Verleihung der drei Förderpreise in den Kategorien "Sicherheitstechnik", "Gesundheitsschutz" und "Organisation · Motivation" sowie der drei Sonderpreise für förderungswürdige Initiativen im Wert von insgesamt 60.000 DM stimmte die Gäste eine Videopräsentation ein. So lernten die Gäste sowohl die Preisträger als auch deren Ideen und Lösungen kennen. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen alle Preisträger und ihre Erfindungen vorstellen. Wir hoffen, dass dadurch möglichst viele Leser motiviert werden, die Ideen aufzugreifen, sie in den eigenen Betrieben umzusetzen oder selber beim Förderpreis mitzumachen.

Zum Abschluss der Festveranstaltung richtete Hans Enders, alternierender Vorstandsvorsitzender der StBG, sein Wort an Preisträger und Gäste. Auch er gratulierte allen Preisträgern, gab aber zugleich seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich zukünftig noch mehr Menschen am Förderpreis beteiligen mögen. Und damit verriet er auch ein kleines Geheimnis: Aufgrund der auch 1999 erfreulichen Beteiligung (145 Beiträge konnten die Mitarbeiter der StBG in Langenhagen registrieren) hat die Selbstverwaltung der StBG beschlossen, auch im Jahr 2000 einen Förderpreis Arbeit · Sicherheit · Gesundheit auszuschreiben.

Der 25. Februar 2000 war also in doppelter Hinsicht ein bemerkenswerter Tag, markierte er doch nicht nur das Ende der vorangegangenen Förderpreisausschreibung, sondern vielmehr auch den Beginn eines weiteren Abschnitts auf diesem innovativen Weg in eine sichere und gesunde Zukunft.


Festhalle Pressekonferenz


Und die Preisträger? Ob sie auch ihr Herz in Heidelberg verloren haben? Wir wissen es nicht. Sicherlich aber haben sie etwas mitgenommen. Unseren Dank und unsere Anerkennung für ihre Leistung und dafür, dass sie sich der Verantwortung ihren Mitmenschen gegenüber bewusst sind.

Anschrift der Verfasser:

Holger Imhoff, StBG, Tel.: 05 11/72 57-627
Wolfgang Pichl, StBG, Tel.: 05 11/72 57 705



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