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[Die Industrie der Steine + Erden]






Volvo-Grossmaschinen-Tage

im urgeschichtlich bedeutsamen Neandertal


Volvo

"Volvo on Tour"-
Produktionsmaschinen und Transportfahrzeuge zeigten am 27. und 28. November 1998
auf dem Gelände der Kalkwerk und Recycling Neandertal GmbH in Mettmann
bei Düsseldorf, wie und wo welche Gerätekombinationen
am wirtschaftlichsten arbeiten.


Die von Volvo an verschiedenen Orten Deutschlands realisierten Einsatzdemonstrationen wurden am 27. und 28. November 1998 mit einer imposanten Veranstaltung auf dem Gelände der Kalkwerk- und Recycling Neandertal GmbH in Mettmann bei Düsseldorf fortgesetzt.

In einem Gebiet, in welchem im Jahre 1856 der so berühmt gewordene Schädel einer fossilen Menschenform der jüngeren Eiszeit (etwa 60000 v. Chr.) gefunden wurde, sorgte die "Volvo-on-Tour"-Karavane mit moderner Technik, futuristisch anmutendem Zelt und umfassender Information für Furore. Der Hersteller wies besonders darauf hin, daß es bei dieser Serie regionaler Volvo-Tage nicht um die Präsentation von "Trockenübungen" gehe, sondern daß Großlader, Hydraulikbagger, Muldenkipper und knickgelenkte Geländedumper in der realen Umgebung bestens funktionierender Steinbrüche, Sand- und Kiesgruben arbeiten würden. Gerade beim praktischen Zusammenspiel leistungsfähiger Produktionsmaschinen mit modernen Transportfahrzeugen wurde kostenbewußten Unternehmern und routinierten Fahrern deutlich, was sie vielleicht schon immer mal von Fachleuten gezeigt bekommen oder erfragen wollten. Dazu war jetzt in Neandertal reichlich Gelegenheit. Spezialisten für die Bereiche Anwendungstechnik, Finanzierungshilfen, Kundendienst und Ersatzteilwesen standen zur Verfügung.Das Maschinenaufgebot von Volvo umfaßte eine stattliche Anzahl von Großgeräten (Abb. 1), die praxisnah eingesetzt wurden:

Abgerundet wurde das Programm durch Geräte der Kategorie:

Viele der hier vorgestellten Maschinen sind in Steinbrüchen auch für die Beseitigung des Abraums eingesetzt. Abhängig von Bodenbeschaffenheit, topografischen Voraussetzungen, Abtragungsmethoden und sonstigen Einflüssen werden Radlader oder Bagger, Muldenkipper oder Dumper verwendet. Während die Lader typischerweise "niveaugleich" mit den Transportfahrzeugen deren Mulden befüllen (Abb. 2) und aufgrund ihrer höheren Fahrgeschwindigkeit schneller einen Ortswechsel vornehmen können, arbeiten die weniger mobilen Raupenbagger wesentlich öfter "von oben herab", das heißt, sie laden das Material, auf dem sie stehen, auf die etwa zwei bis vier Meter tiefer plazierten Skw bzw. Knicklenker (Abb. 3).Wenn es um die Verfahrenstechniken beim Befördern des Abraums geht, wird der starre Muldenkipper auf festen Transportpisten und großen Distanzen seine maschinenspezifischen Stärken unter Beweis stellen können. Die Muldenkipper, seit der letzten Bauma in der neuen C-Generation in der 40-, 60- und 90-Tonnenklasse auf dem Markt, zeichnen sich durch robuste, relativ unkomplizierte Bauweise, durch einen günstigen Nutzlastfaktor und damit auch hohe Transportgeschwindigkeiten auf Flachpisten und auf Steilstrecken aus.Der knickgelenkte Dumper benötigt aufgrund seiner geländegängigen Bauweise keine speziell präparierten Wege. Der Trendsetter in dieser Maschinenkategorie, der A25C 6x6, hat sich seit Jahren einen hervorragenden Ruf als wirtschaftlicher und zuverlässiger Abraumtransporter erworben. Die diesen beliebten 25-Tonner auszeichnenden Vorzüge (Mobilität am Lade- und Endladeort, niedriger Bodendruck und vielfältige Einsetzbarkeit) sind inzwischen auch in den größeren Typen dieser Maschinenkategorie A30C, A35C und A40 vorhanden.Darüber hinaus hatten die Betreiber von Großmaschinen, also vor allem Inhaber, Geschäftsführer, Einkäufer und Betriebsleiter aus dem weiten Feld der Steine und Erden-Industrie, die seltene Gelegenheit, im Rahmen der VIP-Konferenz am Freitag, dem 27. November 1998, ab 14.00 Uhr an einem Experten Dialog zum hochaktuellen Thema "Auswirkungen des Euro für den Mittelstand" teilzunehmen. Kern der Veranstaltung war der Vortrag eines Referenten der Europäischen Zentralbank (EZB).Für die Fahrer wurde es dann am Samstag, den 28. November 1998, spannend. Neben Demonstrationen, Probefahren, Informationen stellte sich auch der Volvo-Fahrer-Club vor. Das daran interessierte Fahrpersonal konnte sich am Volvo-Driver-Cup `98 beteiligen. Und auch sonst konnte viel Interessantes aufgenommen und Brauchbares mit nach Hause genommen werden.


Große Mobilität wird von dieser Volvo-Lader/Dumper-Kombination in einem Gewinnungsunternehmen gefordert. Der 26 t schwere L180 belädt einen A35 6x6 mit über  32 t Abraum.

Große Mobilität wird von dieser Volvo-Lader/Dumper-Kombination
in einem Gewinnungsunternehmen gefordert. Der 26 t schwere L180
belädt einen A35 6x6 mit über 32 t Abraum.


Ein neuer EC390 arbeitet in einem Muschelkalksteinbruch. Den Abraum, bestehend aus steindurchsetztem Mergel, lädt er von oben herab in vorfahrende Muldenkipper.

Ein neuer EC390 arbeitet in einem Muschelkalksteinbruch.
Den Abraum, bestehend aus steindurchsetztem Mergel, lädt er von oben herab
in vorfahrende Muldenkipper.





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