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4. DVR-Forum Sicherheit und Mobilität

Straßennetz und Straßengestaltung verbessern



4. DVR-Forum Sicherheit und Mobilität


Das Bundesfernstraßennetz muss verbessert werden. Rund vier Milliarden DM fehlen jährlich, um die notwendigen Investitionen für den Bundesfernstraßenbau zu tätigen. Dazu gehören auch die teilweise überfälligen Instandsetzungsarbeiten zur Behebung nutzungsbedingter Schäden an Straßen und Brücken. Auch die Länder und Kommunen sollten ihre Straßenräume weiterentwickeln, um die Sicherheit zu erhöhen und die Mobilität zu gewährleisten. Dies war eine zentrale Forderung des 4. DVR-Forums 'Sicherheit und Mobilität' am 8. Dezember 1998 in Bonn, auf dem Verkehrs- und Sicherheitsexperten aus Politik, Verbänden, Wissenschaft und Wirtschaft über die Straße als Teil eines sicheren Verkehrssystems diskutierten."Der Lkw und das Auto werden ihren hohen Anteil an der Verkehrsleistung auch zukünftig behalten", betonte Dipl.-Ing. Lothar Ibrügger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Der Bundesverkehrswegeplan solle überprüft, geplante Projekte vorangetrieben werden. Weiteren Verkehrszuwächsen könne nicht allein durch neue Straßen begegnet werden. Vorhandene Infrastrukturkapazitäten müssten besser genutzt werden. Hierzu könne die Telematik einen wichtigen Beitrag leisten.Die Bundesregierung wolle eine spürbare Verbesserung der Verkehrssicherheit erreichen. Eine Erhöhung der finanziellen Mittel für die Verkehrssicherheitsarbeit sei vorgesehen. Professor Manfred Bandmann, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, unterstrich, dass der DVR die Befürchtungen zu den ökologischen Folgen eines unbeschränkten Baus von Straßen ernst nehme. Für diese Fragen müsse ein vernünftiger und fairer Interessensausgleich gefunden werden. Zudem sagte er, dass ein sicherer Verkehrsraum auch unter ökonomischen Gesichtspunkten eine Investition in den Wirtschaftsstandort Deutschland sei.Kontrovers wurde diskutiert, inwieweit Tempolimits die Straßen effektiver und sicherer machen könnten, Konsens herrschte hingegen darüber, bei der künftigen Straßenplanung ähnlich zu verfahren wie bei Umweltprüfungen bereits üblich und Sicherheitsbegutachtungen nach festzulegendem Road Safety Audit vorzunehmen. Ferner war man sich einig, dass der Verkehrsraum Straße für die schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Kinder, ältere Menschen oder Behinderte sicherer gestaltet werden müsse als bisher.


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