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Arbeitsmedizinische Vorsorge

Um die Qualität der arbeitsmedizinischen Vorsorge zu sichern, erarbeitet der Ausschuss Arbeitsmedizin der gewerblichen Berufsgenossenschaften einheitliche Grundsätze für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen. 45 Grundsätze dieser Art für verschiedene Gefährdungen gibt es insgesamt. Komplett überarbeitet wurde jetzt der Grundsatz für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen bei Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung (G 42). Der in der bisherigen Fassung auf Tätigkeiten im Gesundheitsdienst beschränkte Grundsatz wurde auf alle Bereiche der gewerblichen Wirtschaft, der Landwirtschaft und des öffentlichen Dienstes erweitert. Der Grundsatz besteht aus einem Elementarteil, der die Basisuntersuchung einschließlich der Beurteilungskriterien und der Beratung zum Schutz vor Infektionskrankheiten beinhaltet, und einem speziellen Teil mit spezifischen Hinweisen für derzeit 43 berücksichtigte Infektionserreger.Ebenfalls neu gestaltet hat der zuständige Ausschuss Arbeitsmedizin die zugehörigen Auswahlkriterien. Sie enthalten eine Aufgliederung nach Arbeitsbereichen. In Tabellenform wird dem Unternehmer die Möglichkeit gegeben, eine Gewichtung nach obligatorischer/fakultativer Untersuchung, zusätzlicher Impfempfehlung oder ausschließlich Beratung vorzunehmen. Nur für einen geringen Teil der Erreger - zum Teil bei diesen auch nur für spezielle Arbeitsbereiche - wird die Notwendigkeit für eine obligate Vorsorgeuntersuchung nach G 42 gesehen.Das Sammelwerk "Berufsgenossenschaftliche Grundsätze für Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen" erscheint im Gentner Verlag, Stuttgart, und ist für 72,- DM im Buchhandel zu erhalten.





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