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[Die Industrie der Steine + Erden]






Unternehmer-Fortbildungsseminar in Leipzig

Dipl.-Ing. K.-H. Hegenbart


Anläßlich der Fachmesse - Arbeitsschutz aktuell 98 - führte der Geschäftsbereich Prävention der Geschäftsstelle Berlin ein zweitägiges Fortbildungsseminar für Unternehmer durch. Zu diesem Seminar wurden Unternehmer aus Klein- und Mittelbetrieben eingeladen, die vor mehr als zwei Jahren den Block IV der Unternehmerseminare absolviert haben. Zwanzig Unternehmer aus den Branchen Sand/Kies, Natursteinbearbeitung, Herstellen von Beton- und -fertigteilen sowie Transportbeton folgten dieser Einladung. Am ersten Tag wurden im Tagungshotel in Naunhof aktuelle Themen mit den Unternehmern diskutiert. Neben den neuen gesetzlichen Forderungen an Sicherheit und Gesundheitsschutz wurde das Unfallgeschehen in der StBG dargelegt und mit konkreten Beispielen aus der unmittelbaren Vergangenheit unterlegt. Hieraus ergaben sich Forderungen für den täglichen betrieblichen Alltag. Haupttenor lag bei der konsequenten Umsetzung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zur Verhinderung von Arbeitsunfällen. Die Themen "Verantwortung im Betrieb" sowie "Erfahrungen bei der Umsetzung der Maschinen-Richtlinie" fanden guten Anklang. In offener Diskussion wurden die Probleme beider Seiten dargelegt und erläutert. Die Unternehmer schilderten, wie sie die Gefährdungsbeurteilung in ihren Betrieben durchführten und welche Probleme sich dabei ergeben. Die von der StBG angebotenen Sicherheits-Checks wurden als sehr hilfreich bei der Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung angesehen.Der zweite Tag des Fortbildungsseminares war der Messe gewidmet. Der Rundgang wurde auf dem Stand der StBG eröffnet. Jeder Teilnehmer absolvierte den Parcours "Sicher gehen und stehen". Der anschließende Messerundgang wurde in kleinen Gruppen durchgeführt. Die vorher besprochene Route des Rundganges erleichterte den systematischen Besuch der Messestände, wobei genügend Freiraum für individuelle Gespräche blieb.Innerhalb des Kongressprogrammes fand der Vortrag "Verhütung arbeitsbedingter Wirbelsäulenerkrankungen in Natursteinbetrieben" von Dr. Dreier/Bösel allgemeine Anerkennung.Anhand des Gemeinschaftsprojektes der AOK Westfalen-Lippe und der StBG schilderten die Referenten Vorgehensweise und Erfahrungen bei der Umsetzung des erweiterten Präventionsauftrages gemäß Sozialgesetzbuch VII (SGB VII).Als Abschluß des offiziellen Teiles des Fortbildungsseminares wurde das Theaterstück "Auf Biegen und Brechen" besucht. Diese Theateraufführung zeigt den Lebensrückblick eines Arbeiters mit schweren Wirbelsäulenschäden. In der Erinnerung des Schauspielers werden prägende Schlüsselszenen lebendig. "Ein Drama, wenn der Traum vom gemütlichen Alter, vom Genuß nach dem Erwerbsleben durch Krankheit zerplatzt". Der Schauspieler Claus Iffländer verstand es, alle Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Mit diesem Stück hat er betroffen und auch nachdenklich gemacht.Das Fortbildungsseminar in Verbindung mit der Fachmesse wurde von den teilnehmenden Unternehmern als sehr gelungen bewertet. Für ihre tägliche Arbeit hätten sie allerdings außer persönlichen Schutzeinrichtungen in allen denkbaren Varianten noch mehr technische Lösungen auf den Messeständen erwartet.


Abb. 1: An Beispielen aus den Unternehmen wurde über Themen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes diskutiert.
Abb. 1: An Beispielen aus den
Unternehmen wurde über Themen
der Arbeitssicherheit und des
Gesundheitsschutzes diskutiert.


Abb. 2: Die Seminarteilnehmer auf dem Messestand der StBG
Abb. 2: Die Seminarteilnehmer
auf dem Messestand der StBG


Abb. 3: Kongressvortrag über die Verhütung von Wirbelsäulenerkrankungen
Abb. 3: Kongressvortrag über
die Verhütung von
Wirbelsäulenerkrankungen


Abb. 4: Theateraufführung - Auf Biegen und Brechen
Abb. 4: Theateraufführung
Auf Biegen und Brechen

Anschrift des Verfassers:Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, Theodor-Heuss-Str.160, 30853 Langenhagen



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